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Global CEO Survey 2014: Bankchefs deutlich zuversichtlicher

Über fünf Jahre liegt die Pleite der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Inc. inzwischen zurück. Die Auswirkungen der damit verbundenen weltweiten Finanzkrise sind für Wirtschaft und Gesellschaft heute noch spürbar. Dennoch macht sich – erstmals seit drei Jahren – vorsichtiger Optimismus unter den Entscheidern in den Finanzinstituten breit.

Optimistischer als die Entscheider anderer Branchen

Das zumindest geht aus der Global CEO Survey 2014 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor. Dieser zufolge verströmen ausgerechnet die Vorstandschefs von Banken aktuell die größte Zuversicht. 56 Prozent von ihnen rechnen mit einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft in den nächsten zwölf Monaten. Das sind fast dreimal so viele wie im Vorjahr (19 Prozent). „Der Finanzkrise zum Trotz sind die Bankchefs inzwischen sogar messbar optimistischer als die Entscheider anderer Branchen“, sagt Markus Burghardt, Vorstandsmitglied und Leiter des Bereichs Financial Services. Im Bereich Asset Management rechnen etwas mehr als die Hälfte der CEO’s mit einer Erholung, bei den Versicherungen sind es 45 Prozent.

Neue Stellen geplant

Der messbare Optimismus der Bankchefs drückt sich dabei auch in deren Plänen aus: Tatsächlich wollen mehr als die Hälfte der befragten CEOs in den kommenden zwölf Monaten neue Mitarbeiter einstellen; dabei wollen viele ihre Stellenzahl sogar um mehr als fünf Prozent erhöhen.

Zögerlich bei Investitionen

Zugleich sind sie aber zurückhaltend bei weiteren Investitionen: Zwar gehen nur fast 40 Prozent davon aus, dass ihr Vertrieb, ihre Personalabteilung, die Kundenbeziehungen sowie die Innovationsbereitschaft der Bank gut vorbereitet sind für diesen Aufschwung. Aber: Weniger als 40 Prozent haben bereits Projekte gestartet, wie sie aus den wichtigsten Trends im Vertrieb, der Datenanalyse oder des Innovationsmanagements Nutzen ziehen können.

Erhöhte Wachsamkeit beim Thema IT-Sicherheit


Die wachsende Bedeutung der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur, sorgt bei den Bankchefs für erhöhte Wachsamkeit gegenüber dem Thema Sicherheit: So halten aktuell sogar mehr als 70 Prozent die mögliche Gefahren der eigenen IT für ein erhebliches Geschäftsrisiko – mehr als das in jeder anderen Branche der Fall ist.

Versicherer und Big Data: trotz Nachholbedarf keine Initiativen geplant

Auch die Versicherer (86 Prozent der befragten CEOs) rechnet fest damit, dass die Technik ihr Geschäft in den kommenden drei bis fünf Jahren nachhaltig ändern wird. So erachten sie das Thema „Big Data“ – die Kunst, große Mengen an Kundendaten auszuwerten – als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Gleichwohl haben bislang nur 31 Prozent der CEO’s von Versicherungen Initiativen in diesem Schlüsselbereich gestartet.

(cs mit Informationsmaterial von PwC)

Christoph Schroeder

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