Personal

Ihr guter Ton: Die Werte-Antenne für Mitarbeiter

… aus der wöchentlichen Themenserie „Ihr guter Ton“ vom Kommunikationsexperten und Businesscoch Manuel Stöbel. Nachdem Sie letzte Woche erfahren haben, wie die Werte-Antenne für Führungskräfte aussieht, geht es heute in Teil 10 um „Die Werte-Antenne für Mitarbeiter“.

Werte der Mitarbeiter

Die antiken Philosophen Griechenlands betonten den Wert der Mitte. Die moderne Lebensart betonte bisher den Wert der Extreme und sie kehrt langsam und sicher zu einer ausgeglichenen Lebensart zurück: Work-Life-Balance und Wellnesstrends bringen etwas ins Bewusstsein zurück, was lange verschwunden war. Wir sprechen von echten Lebenswerten, die Kraft geben und nicht rauben, die gesund machen und nicht krank. Insgesamt entwickeln die Menschen einen werteorientierten Lebensstil. Dieser überträgt sich natürlicherweise auch auf den Arbeitsalltag. Werten und ihrer Bedeutung wird beständig stärkerer Raum gegeben. Eine allgemeine Werte-Antenne mit wertschätzender Kommunikation, wertbeständiger Arbeit und wertschöpfendem Gesamtdenken ist zumindest in den Köpfen vieler Mitarbeiter zu finden – zumindest, wenn man sucht.

Wir suchen den guten Ton im stressigen Alltag!

Nur wer soll da suchen? Die Führungskraft? Ich selbst? Bei bis zu 20 Mitarbeitern ist das für die Führungskraft vielleicht noch machbar. Mit einer größeren Mitarbeiteranzahl kann eine einzelne Führungskraft das wohl kaum mehr schaffen.

Kreislauf der Werte, Stöbel
Lassen Sie uns den guten Ton im Kreislauf der Werte untersuchen. (Bild: © Manuel Stöbel)

Nein! Es ist am Mitarbeiter selbst, seine Werte zu definieren. Auch, wenn diese nicht mit den Unternehmenswerten konform gehen, ist es gesund und gut, eigene (Arbeits-)Werte zu definieren und zu leben. Und was machen wir, wenn die Werte eben nicht mit den Unternehmenswerten konform gehen? Dazu bauen wir uns unsere Werte-Antenne speziell für Mitarbeiter. Wir brauchen zwei Eingangswege für die Antenne: einen für unsere Werte und einen für die Unternehmenswerte.

Erster Eingangsweg

Wie finde ich meine Arbeitswerte nun?

1. Nehmen Sie sich beim Wort und achten Sie darauf, was Ihnen an Ihrer Arbeit wirklich wichtig ist.

2. Fühlen Sie sich intensiv in diese Gedanken hinein und verankern Sie diese tief in Ihrem Herzen. Denn Arbeit ohne Herz ist wie ein Herz, das nicht schlägt!

3. Beachten Sie, wie tagtäglich Ihr Herz schlägt und suchen Sie, diesen speziellen Schlag in möglichst jeder Tätigkeit zu fühlen.

Zweiter Eingangsweg

Wie setze ich nun meine Arbeitswerte in Beziehung zu den Unternehmenswerten (wenn diese vielleicht nicht übereinstimmen)?

1. Finden Sie den Grund, warum Sie genau in diesem Unternehmen Arbeiten? Was hat Sie bewogen, sich für dieses Unternehmen zu entscheiden?

2. Interpretieren Sie die Unternehmenswerte so, wie diese sich am besten für Sie anfühlen. Finden Sie so einen Zugang in Ihrem persönlichen Werte-Herzschlag und werden Sie ein Stück weit auch zum Herzschlag des Unternehmens.

3. Leisten Sie sich den Luxus, eine Liebe zu dem Unternehmen zu finden, für das Sie gerade arbeiten.

Arbeit und Liebe? Das klingt ja wie Arbeit und Gefühl! Stimmt! Und was ist Ihre Arbeit mit einem schlechten Gefühl oder gar innerem Groll gegen die Arbeit? Dann ist es besser, den Job zu wechseln! Arbeit gelingt am besten mit einem guten Gefühl im Bauch. Und nichts anderes als ein sehr sehr gutes Gefühl ist die Liebe zur eigenen Arbeit!

Ihr guter Ton, Unternehmenskommunikation
(Foto ©: Manuel Stöbel)

Über Manuel Stöbel:

Manuel Stöbel ist der gute Ton Ihres Unternehmens. Die signifikanten Ergebnisse seines Engagements sind wertschöpfende Kommunikation für Branding, Leadership, Softskills und Personality. Sein persönlicher Background die Opernbühne und zwei Dekaden Trainingserfahrung lassen bekannte Themen in neuen Blickwinkeln deutlich werden und schaffen stets eine Atmosphäre kreativer Effizienz. Mehr über Manuel Stöbel finden Sie in seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter: www.manuel-stoebel.de.

Oliver Foitzik

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