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Social Media kostet Zeit und Mut

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Social Media gibt es in allen Formen und Farben und genau das verunsichert viele Menschen beim Umgang mit diesen Plattformen. Guido Augustin, Experte in Marketing- und Kommunikationsbereichen, erklärt im Interview, wie man mit der richtigen Anwendung von Social Media, die Unsicherheit überwindet und einen starken Internetauftritt darlegt. Beim Social Media Start-Paket 2016 hält er spannende Webinare zum Thema.

Anmerkung der Redaktion: Die Komplettpakete zum Social Media Camp stehen auch nachträglich als Webinaraufzeichnung zur Verfügung. Dabei bestimmen Sie selbst das Tempo; der Einstieg ist jederzeit möglich. Mehr Informationen finden Sie unter Social Media Starter-Camp 2016 oder auch in unserer Übersicht der Online-Kurse.

Social Media ist eine komplett andere Welt. Interview mit Guido Augustin

Hallo Herr Augustin, hatten Sie anfangs Angst vor Social Media? Wieso?

Nein. Meine erste Begegnung mit Social Media war Lars Hinrichs OpenBC, heute XING. Es war ein wunderbarer Tag und langer Abend, denn ich habe dort schnell viele ehemalige Mitstreiter gefunden, mit denen ich während der New Economy im Auftrag von AOL gearbeitet habe. Insofern hat die Begeisterung mögliche Sorgen oder Ängste von Anbeginn überlagert.

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Das Social Media Start-Paket 2016 bietet informative Webinare rund um die Nutzung von Social Media. (© Sabine Piarry)

Wie kann man die Angst vor Social Media bewältigen?

Ich bin kein Verhaltenspsychologe, vermute aber, dass Angst oder Unsicherheit gegenüber diesen Plattformen aus zwei Quellen fließt: Mangelndes Wissen der Bedienung, also „was passiert wenn“-Fragen und fehlendes Verständnis für die Wirkweisen, also „was bedeutet es wenn“-Fragen. Zu Letzterem gehört auch die Angst vor Kritik, die oft völlig diffus und aus Unkenntnis maßlos übertrieben ist. Beides löst sich durch Erklären (Wissen) und Ausprobieren (Erfahrung), kostet also Zeit und Mut. Obwohl vieles vertraut scheint, weil es um Bilder und Texte geht, sind diese Plattformen doch eine komplett andere Welt, allein dieses Bewusstsein hilft oft schon.

Und dann ist da noch die Sorge wegen knapper Ressourcen. Also neben „was haben wir schon zu sagen?“ das nicht minder legendäre „wer soll das denn noch machen?“. Da vertrete ich den Standpunkt, dass „ein bisschen Social Media“ nicht nutzt, sondern eher schadet.

Gibt es Social Media Plattformen, die für manche Unternehmen attraktiver sind als für andere? Von was ist dies abhängig?

Unternehmen müssen vom Kunden aus denken. Eine Plattform ist dann attraktiv, wenn ich dort meine Zielgruppe finde. Wenn nicht, ist sie irrelevant für mich. Das ist alles.

Wie hat sich die Social Media in den letzten Jahren für Unternehmen verändert?

Ich habe unlängst auf Basic Thinking den Standpunkt vertreten, dass Social Media ja eigentlich tot sei. Also nicht die Plattformen und das Prinzip – aber die Eigenständigkeit der Disziplin. Social Media ist in meinen Augen mittlerweile eine Kulturtechnik, wie Feuer machen, rasieren oder schriftliche Konversation. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie da selbstverständlich mit selbstverständlicher Leichtigkeit dabei sein müssen – wenn es ihre Zielgruppe ist.

Gerade junge Leute können mit Feedback nur schwer umgehen. Was geben Sie der jüngeren Generation mit auf den Weg, damit sie lernen, die Kritik anzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen?

Ist das so? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich sage allen Generationen bei allen Gelegenheiten, dass sie sich über Feedback freuen sollen, denn es ist ein Geschenk. Da macht sich jemand anderes die Mühe, so lange über mich nachzudenken, bis er mir dazu etwas Konstruktives sagen kann. Ist das nicht toll?

Was können die Teilnehmer des Social Media Starter Camps 2016 von ihrem Webinar zum Thema „Keine Angst vor Social Media“ am 4. April 2016 von 11 bis 12 Uhr erwarten?

Das wird eine kurzweilige und schnelle Einführung in das Thema, mit direkt anwendbaren Praxis-Tipps und handlichen Weisheiten.

Herr Augustin, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen viel Spaß beim Social Media Starter Camp 2016.

Das Interview führte Lydia Hagen, Redakteurin beim Wirtschafts- und Mittelstandsmagazin AGITANO.

Über Guido Augustin

„Social Media ist in meinen Augen eine Kulturtechnik.„“
„Social Media ist in meinen Augen eine Kulturtechnik.“ (Foto: © Heike Rost)

Guido Augustin ist Geschäftsführer Kommunikation bei forum!, einem analysebasierten Beratungsunternehmen in Mainz. Er ist seit über zwanzig Jahren im Marketing- und Kommunikationsbereich unterwegs und hat für die Frankfurter Rundschau, Bundesregierung.de, Stern Online, Jazzpodium und jede Menge spannender Unternehmen geschrieben. Zudem hält er Vorträge und Workshops, in der Vergangenheit unter anderem für die Henri-Nannen-Journalistenschule, die Deutsche Medienakademie Köln sowie diverse IHKs.

Für „Guidos Wochenpost“ schreibt er über tolle Texte, mehr Geschäft und ein schöneres Leben. „Guidos Wochenpost“ kann man hier abonnieren.

Weitere Informationen zu seinen Tätigkeiten finden Sie unter folgenden Links:

www.forum-mainz.de

www.guidoaugustin.com

Lydia Hagen

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