Wirtschaft

Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 15,6 Mrd. Euro

Nach ersten Schätzungen ergab sich für den Euroraum (ER17) im Juli 2012 ein Überschuss von 15,6 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +2,1 Mrd. im Juli 2011. Im Juni 2012 betrug der Saldo +13,6 Mrd., gegenüber +0,2 Mrd. im Juni 2011. Im Juli 2012 sanken die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Juni 2012 um 2,0% und die Einfuhren um 1,2%.

Die EU27 wies nach ersten Schätzungen im Juli 2012 einen Überschuss im Warenverkehr mit der übrigen Welt von 3,1 Mrd. Euro auf, gegenüber -10,9 Mrd. im Juli 2011. Im Juni 2012 befand sich der Warenverkehr im Gleichgewicht, gegenüber einem Defizit von 15,3 Mrd. im Juni 2011. Im Juli 2012 nahmen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Juni 2012 um 1,7% und die Einfuhren um 1,3% ab. Diese Daten wurden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

EU27 – ausführliche Ergebnisse für Januar-Juni 2012

Das Defizit der EU27 beim Handel mit Energie erhöhte sich (-208,6 Mrd. Euro im Januar-Juni 2012 gegenüber -187,2 Mrd. im Januar-Juni 2011), ebenso wie der Überschuss für Industrieerzeugnisse (+167,8 Mrd. gegenüber +112,1 Mrd.). Die Ausfuhren der EU27 in die wichtigsten Partnerländer nahmen im Januar-Juni 2012 gegenüber Januar-Juni 2011 zu, außer nach Indien (-6%) und in die Türkei (-2%). Die deutlichsten Zunahmen wurden für Ausfuhren nach Russland und Südkorea (je +18%), Japan (+16%) und Brasilien (+15%) registriert. In Hinblick auf die Einfuhren in die EU27 zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Die höchsten Zunahmen wurden bei den Einfuhren aus Norwegen (+11%) sowie Südkorea und den USA (je +9%) verzeichnet und die höchsten Rückgänge mit Indien (-11%) und Japan (-5%).

Der Handelsüberschuss der EU27 mit den USA (+40,6 Mrd. Euro im Januar-Juni 2012 gegenüber +34,0 Mrd. im Januar-Juni 2011) erhöhte sich, und blieb mit der Schweiz (+21,4 Mrd. gegenüber +21,2 Mrd.) und der Türkei (+13,0 Mrd. gegenüber +13,2 Mrd.) nahezu stabil. Das Handelsdefizit der EU27 mit China (-67,5 Mrd. gegenüber -75,0 Mrd.), Russland (-48,1 Mrd. gegenüber -51,7 Mrd.) und Japan (-6,1 Mrd. gegenüber -11,5 Mrd.) sank, stieg aber mit Norwegen (-28,3 Mrd. gegenüber -24,4 Mrd.).

Bezüglich des Handels der einzelnen Mitgliedstaaten erzielte Deutschland den höchsten Überschuss (+92,4 Mrd.Euro im Januar-Juni 2012), gefolgt von den Niederlanden (+25,6 Mrd.) und Irland (+20,9 Mrd.). Das Vereinigte Königreich (-73,8 Mrd.) verbuchte das größte Defizit, gefolgt von Frankreich (-43,9 Mrd.) und Spanien (-18,9 Mrd.).

Weiterführende Informationen:

Die jüngst erschienene "Sonderauswertung Europa" des Weltkonjunkturberichts lobte ausdrücklich die Fortschritte in den europäischen Krisenstaaten: Die Lohnstückkosten seien in Irland, Griechenland und auch Spanien spürbar gesunken und fast überall würden die Defizite in den Handelsbilanzen deutlich zurückgehen. Der Sonderauswertung zufolge würden die Bemühungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit in der Euro-Zone schon 2013 erste Früchte tragen, so dass Europa das globale Wachstum bereits 2013 wieder antreiben könne. Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone belebe sich nach einem Rückgang um 0,2% im laufenden Jahr 2012 dann im kommenden Jahr wieder und wachse um 0,7%.

 

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