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5 Fragen – 5 Antworten: De-Mail

E-Mail, De-Mail, Internet

2006 wurde die De-Mail eingeführt und steht seit jeher in ständiger Kritik: sie sei nicht sicher genug, sie wird nicht überall akzeptiert, sie ist zu teuer. Seit 2015 wurde nun das Sicherheitsrisiko mit einer Verschlüsselung aufgehoben, doch trotz allem wird die sichere E-Mail-Adresse nur von einer Million Deutschen genutzt. Einige dieser Adressen führen wahrscheinlich bereits ins Leere. Wir haben uns die De-Mail etwas genauer angeschaut und beantworten in unserer Themenserie „5 Fragen & 5 Antworten“ Ihre Fragen zu diesem Thema.

Was ist eine De-Mail?

Die De-Mail wurde eingeführt, um ein rechtsverbindliches elektronisches Kommunikationsmedium den Bürgern zur Verfügung zu stellen. Die Mail-Adresse ist staatlich geprüft und seit 2015 steht sie den Nutzern auch mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zur Verfügung. Damit können die Nutzer die versendeten E-Mails mit einem Key selbst verschlüsseln und vor Augen Dritter bewahren.

Wie sind die Rechte in der Nutzung der De-Mail?

Alle Rechte dieser Kommunikationsform sind im De-Mail-Gesetz fest verankert. Ziel dieses Gesetztes ist die Etablierung einer Verknüpfung von E-Mail mit dem herkömmlichen Brief. Vor allem die Voraussetzungen eines Dienstanbieters werden in diesem Gesetz reguliert. Dies bezieht sich auf die Sicherung einer verschlüsselten Kommunikation zwischen Anbieter und Kunde sowie die Identifizierung der Kommunikationspartner.

Welche Kosten beträgt die Nutzung?

Im Gegensatz zur gängigen E-Mail-Adresse ist die De-Mail nicht vollkommen kostenlos. Hier gibt es Unterschiede zwischen den Anbietern und man sollte sich nach seinen persönlichen Wünschen richten, um hierdurch den für sich richtigen Anbieter zu finden. Grundsätzlich sind die Anmeldung sowie die monatliche Nutzung kostenlos. Die Kosten belaufen sich auf die Größe der zu versendeten Mail und das Angebot der Dienste, ob kostenlose Mails im Monat inkludiert sind, oder nicht. Der Preis eines Einschreibens beläuft sich auf zwischen 0,36 Euro bis etwa einen Euro, für den Standardversand werden zwischen 0,33 Euro und 0,40 Euro verlangt. Beim Standardversand muss bei manchen Anbietern auch auf die Größe der Mail geachtet werden. Je nach Größe variiert hierbei der Preis zwischen fünf und zehn Cent.

Wie ist die Beziehung zwischen E-Mail und De-Mail?

E-Mail und De-Mail sind zwei technisch voneinander unabhängige Dienste, welche durch unterschiedliche Konten aufgerufen werden. Deshalb ist es nicht möglich, eine E-Mail vom De-Mail-Postfach zu senden und umgekehrt.

Welche Kritik gibt es?

Die digitale Kommunikationsform gibt es bereits seit zehn Jahren, doch eine allgemeine Akzeptanz lässt sich noch nicht finden. Die größten Zweifel bestehen letztendlich bei der Sicherheit der Verschlüsselung. Eine Verschlüsselung ist zwar möglich und wurde eingeführt, allerding können die Provider die Mails auch weiterhin entschlüsseln und lesen. Diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird durch das Gesetz nicht vorgeschrieben, was das Mitlesen Dritter um einiges vereinfacht. Weiter gilt, dass die Behörden Sendungen via De-Mail akzeptieren müssen, es allerdings noch immer zu wenige gibt, welche diese Art der Kommunikation anwenden. Vor allem Notare und Anwälte sehen diesen Kommunikationskanal als sinnlos.

Lydia Hagen

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