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Alexander Maria Fassbender – Inspiration 4 life: Neid – kann man das wegmachen?

Alexander Maria Fassbender…aus der Themenserie “Inspiration 4 life” von Alexander Maria Faßbender. Nach dem letzten Beitrag “Scheitern ist nicht vorgesehen” folgt heute:Neid – kann man das wegmachen?

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Ich treffe immer wieder Menschen in meinem Alltag und in meinem Job, die mit Neid zu kämpfen haben oder von neidischen Menschen umgeben sind.

Aber was versteht man eigentlich unter Neid? Laut Wikipedia wird Neid folgendermaßen definiert:
“Unter Neid versteht man das moralisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (also emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Neid entsteht aus Schwäche, Kleinmut, mangelndem Selbstvertrauen, selbstempfundener Unterlegenheit und überspanntem Ehrgeiz, deswegen verbirgt der Neider seinen unschönen Charakterzug schamhaft. Er lehnt lauthals ab, es dem Beneideten gleichzutun. […] geht es ihm an den Kragen, genießt der Neider stille Schadenfreude.“

Das ist doch jetzt mal harter Tobak wie man so sagt. Hat nicht jeder von uns mit Neid und seinen verschiedensten Formen zu kämpfen? Wer ist denn bitte frei von Neid und ist sich wirklich zu 100 Prozent sicher, dass das so ist? Zu 100 Prozent neidfrei – das kann ich ja kaum glauben, dass es das wirklich geben soll. Selbst ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich neidisch bin – und frage mich dann aber auch immer wieder Folgendes:

  • Was ist das bitte, warum ich gerade jetzt neidisch werde?
  • Will ich das etwa auch haben?
  • Kann ich mal wieder nicht gönnen? Dürfen andere denn nicht auch erfolgreich sein?
  • Geht es mir vielleicht sogar darum, dass ich es zwar gönne, aber der Mensch mir unsympathisch erscheint?
  • Packt mich der Ehrgeiz?
  • Bin ich gar ein schlechter Mensch, dass der Neid in mir hoch kocht?

Das und noch viel mehr sind Fragen, denen man sich zwar stellen kann, aber nicht muss. Kann sinnvoll sein, muss aber nicht.

Meine wichtigste Frage, die ich mir gerne stelle, ist: Was genau ist der Auslöser für den Neid in mir? Und die zweite Frage: Wieso kann ich nicht gönnen?

Neid ist die höchste Form der Anerkennung – so sagt man ja bekanntermaßen im Volksmund. Also warum kann oder will man dann nicht gönnen?

Ähnlich ist der Begriff der Missgunst. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Vorteilen anderer (Besitz, Status, Privilegien), die man selbst nicht hat.

Freuen Sie sich, dass Sie eine Emotion wie Neid besitzen, sie ist ein Teil von Ihnen und Ihrer Persönlichkeit. Neid kann eine Motivation sein, etwas zu erreichen was andere schon haben. Und Neid ist super, wenn Sie auch “gönnen” können. Eine wunderschöne Sache, das mit dem Gönnen. Es schüttet nämlich das Glücksgefühlhormon Serotonin aus – und das beflügelt uns. Also gönnen Sie einfach mehr. Und glauben Sie mir, Neid ist etwas ganz Alltägliches.

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Neid – kann man das wegmachen? Neues vom Video Blog von Alexander Maria Faßbender

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Über Alexander Maria Faßbender

Alexander_Maria_Fassbender_4Alexander Maria Faßbender verfügt über lange Berufserfahrung im In- und Ausland in den verschiedensten Projekten. Er ist Unternehmer und Coaching Experte, Speaker und Moderator sowie Marketing und Kommunikationsexperte. Sein Motto bei allem ist “Inspiration4life – your life.” Zahlen, Daten und Fakten sowie Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit dessen, was und wie es gemacht und umgesetzt werden soll, das sind wichtige Komponenten seiner Arbeit. Mehr Informationen auf der Website von Alexander Maria Faßbender.

Christoph Schroeder

Ein Kommentar zu “Alexander Maria Fassbender – Inspiration 4 life: Neid – kann man das wegmachen?

  1. “Neid ist eine Reaktion auf wahrgenommene Ungerechtigkeit.” Der Beneidete muss sich schon deshalb selbst fragen, inwiefern der Neid ausgelöst worden ist. Beneidete fühlen sich oft bedroht, wissen diese doch darum, dass die nach außen gestellten Erfolge oftmals einfach nur behauptet oder nicht selbst erarbeitet sind. Der Neidische möchte die angebliche Ungerechtigkeit beseitigen. Eigenen Neid zu sublimieren und somit Ungerechtigkeit zu gönnen, halte ich für eine suboptimale Strategie. Richtig ist es für mich die wahrgenommene Ungerechtigkeit anzusprechen und aufzudecken. Manchmal hat der Neider auch nur ein Informationsdefizit, was der Beneidete schnell und einfach beseitigen kann.

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