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Arbeiten 4.0: Eine kleine Entwicklungsgeschichte

(Mit Infografik) Ist Arbeiten 4.0 nichts weiter als einer dieser sprachlichen Irrungen und Wirrungen, in welchem uns der immer wieder gleiche Käse nur in neuen Schachteln verkauft wird? Oder handelt es sich dabei um nichts geringeres als ein neues Leitbild von Arbeit, wie es im Grünbuch Arbeiten 4.0, herausgegeben vom Bundesministeriums für Arbeit und Soziales heißt? Mit dieser Frage wollen wir uns in den kommenden Wochen beschäftigen. Den Anfang machen wir mit folgender Infografik von tarakos, in der die wichtigsten Phasen hin zur Industrie- beziehungsweise zu Arbeiten 4.0 auf anschauliche Art und Weise dargstellt sind.

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Die oben eingefügte Infografik zeigt die wichtigsten Phasen hin zur Industrie- beziehungsweise zu Arbeiten 4.0 auf anschauliche Art und Weise. (Quelle: tarakos.de)

Arbeiten 4.0 – Arbeit neu denken?

Fakt ist, dass die (R-) Evolutionen innerhalb der Informations- und Kommunikationsbranche und die hierzulande stattgefundenen gesellschaftlichen Veränderungen uns dazu zwingen, das Thema Arbeit neu zu denken. Die Erfindung der Dampfmaschine war dies bezüglich nur der Anfang. Sie veränderte die Produktionsweise, die Organisation von Arbeit und damit die Gesellschaftsstrukturen sowie das Selbstverständnis der Arbeiterklasse. Heute, das zeigt die von der Tarakos GmbH obig erstellte Vision einer intelligenten Fabrik, wird das Selbstverständnis von Arbeitnehmern erneut auf die Probe gestellt. Aktuell steuern immer noch Menschen die in einer Fabrik aufgestellten Maschinen. Doch modernen Netzwerktechnologien ermöglichen es den Maschinen selbst, untereinander zu kommunizieren, um so den Materialfluss eigenverantwortlich zu optimieren. Oder wie es in der oben eingefügten Infografik heißt: „Das Produkt unterstützt den Produktionsprozess aktiv.“ Sollten die Maschinen dann noch anfangen, sich selbst zu warten, also Reparaturprozesse mithilfe anderer Maschinen einleiten und durchführen, dann wird sich die Frage nach der Rolle des Menschen neu stellen. Muss also im Rahmen von Arbeiten 4.0 Arbeit neu gedacht werden?

Das Ergebnis ist gestaltbar

Selbstredend sind die „ … Auswirkungen, [die] diese Entwicklungen auf die Organisation von Arbeit und sozialer Sicherung haben, […] offen.“ Das sieht neben Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft auch das eingangs erwähnte Bundesarbeitsministerium so. Und – wie in den vorhergehenden Phasen auch – ist das Ergebnis durch Gesellschaft und Politik gestaltbar. Allerdings nur, wenn wir uns mit dem Thema auseinandersetzen und uns darüber informieren.

Christoph Schroeder

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