Wirtschaft

Arbeitslosigkeit in den einzelnen Regionen der EU – zwei österreichische ganz vorne gefolgt von drei deutschen

Die regionalen Erwerbslosenquoten variierten deutlich zwischen den 271 Regionen in der EU im Jahr 2011. Die niedrigsten Quoten wurden in den beiden österreichischen Regionen Tirol und Salzburg (je 2,5%), in Zeeland (2,7%) in den Niederlanden und Oberbayern (2,8%), Niederbayern (2,9%) und Freiburg (3,0%) in Deutschland verzeichnet, während die höchsten Raten in den Regionen Andalucía (30,4%) und Canarias (29,7%) in Spanien und im französischen Überseedepartement Réunion (29,6%) registriert wurden.

Von den Regionen hatten 44 im Jahr 2011 eine Erwerbslosenquote von 4,8% oder weniger, dies entspricht der Hälfte des EU27 Durchschnitts. Dazu gehörten sechzehn Regionen in Deutschland, zehn der zwölf Regionen in den Niederlanden, acht der neun Regionen in Österreich, vier in Belgien, zwei in Italien und jeweils eine in der Tschechischen Republik, Frankreich, Rumänien und dem Vereinigten Königreich. Im Gegensatz dazu hatten17 Regionen eine Quote von 19,2% oder höher, welches dem Doppelten des EU27-Werts entspricht: zehn Regionen in Spanien, vier französische Überseedepartements und drei Regionen in Griechenland.

Die Frauenerwerbslosenquote reichte von 2,7% in Tirol bis 39,1% in Ceuta

In der EU war die Erwerbslosenquote der Frauen im Jahr 2011 geringfügig höher als die der Männer (9,8% gegenüber 9,5%). Diese zeigte sich ebenfalls auf regionaler Ebene: Die Frauenerwerbslosenquote lag in 141 Regionen höher als die der Männer, die Erwerbslosenquote der Männer war in 118 Regionen höher als die der Frauen und in 6 Regionen waren die beiden Quoten gleich. Im Jahr 2011 variierte die Frauenerwerbslosenquote von 2,7% in der Region Tirol in Österreich bis 39,1% in Ceuta in Spanien, während die Quote der Männer von 2,3% in Zeeland in den Niederlanden sowie in den Regionen inSalzburg und Tirol in Österreich bis 29,7% in Canarias in Spanien reichte.

Die Jugenderwerbslosenquote reichte von 4,3% in Tübingen bis 65,8% in Ceuta

Im Jahr 2011 betrug die durchschnittliche Jugenderwerbslosenquote für Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren 21,4% in der EU. Es lassen sich jedoch ausgeprägte regionale Unterschiede feststellen. In der EU wurden im Jahr 2011 die niedrigsten Jugenderwerbslosenquoten in den deutschen Regionen Tübingen (4,3%), Oberbayern (4,5%) und Freiburg (4,8%) verzeichnet und die höchsten in Ceuta (65,8%) in Spanien und in den französischen Überseedepartements Réunion (58,5%) und Martinique (56,8%). In mehr als drei Viertel der EU Regionen war die Jugenderwerbslosenquote mindestens doppelt so hoch wie die Gesamterwerbslosenquote.

Langzeiterwerbslosenquote reichte von 4,0% in Åland bis 82,1% in Guadeloupe

Der Anteil der Langzeiterwerbslosen, welcher als der Anteil der erwerbslosen Personen, die 12 Monate oder länger arbeitslos sind, definiert ist, lag in der EU durchschnittlich bei 43,1% im Jahr 2011 und unterschied sich deutlich zwischen den Regionen. In der EU wurden im Jahr 2011 die niedrigsten Anteile von Langzeiterwerbslosen in Åland (4,0%) in Finnland, Bucureşti-Ilfov (5,3%) in Rumänien, North Eastern Scotland (10,0%) im Vereinigten Königreich sowie in den Regionen Tirol (13,1%) und Salzburg (13,5%) in Österreich verzeichnet und die höchsten in den französischen Überseedepartements Guadeloupe (82,1%), Guyane (77,6%) und Martinique (76,8%). In 60 Regionen war mehr als die Hälfte der Erwerbslosen seit mindestens 12 Monaten arbeitslos.

Die Daten zur regionalen Erwerbslosigkeit, zusammengestellt auf der Grundlage der EU Arbeitskräfteerhebung, wurden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht. Weitere Tabellen auf der Website von Eurostat.

 

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