Finanzen

Bitcoin: 5 Fragen – 5 Antworten

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Digitale Währungen sind eine nette Alternative auf dem Finanzmarkt. Da sie nicht von Banken überwacht wird, ist eine Manipulation des Wertes der Währung unmöglich. Seit 2009 hat sich der Bitcoin als digitale Währung bewährt und ist zur Nummer Eins aufgestiegen. Gerade für den Mittelstand kann der Bitcoin eine lukrative Lösung sein. Da die moderne Zahlungsmethode allerdings sehr kompliziert ist, haben wir die wichtigsten Fragen in unserer Themenserie „5 Fragen & 5 Antworten” für Sie zusammengefasst und beantwortet.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine digitale Währung, die 2009 als Open-Source-Softwareprojekt ins Leben gerufen wurde und durch „Miner“ stetig aktualisiert wird. Der Wert dieser digitalen Währung wird von der Nachfrage bestimmt und kann sich deshalb minütlich ändern. Derzeit ist ein Bitcoin etwa 375 Euro wert. Der Handel mit Bitcoin ermöglicht es, dass jede Transaktion für jedermann einsehbar ist. Die damit gewonnene Sicherheit innerhalb der Bitcoin community stärkt das Vertrauen, damit keine illegalen Geschäfte getätigt werden.

Wie entsteht der Bitcoin und wer steckt dahinter?

Bitcoin beruht auf einem Algorithmus, den jeder Programmierbegeisterte verstehen und sogar selbst anwenden kann. Alles was man benötigt ist ein Computer mit einer hochkarätigen Grafikkarte und schon kann das sogenannte „Mining“ losgehen. Die sogenannten „Miner“ (Minenarbeiter) suchen täglich nach neuen Strukturen des Algorithmus, um so neue Bitcoins zu erhalten.

Um das Mining zu verstehen, muss man nur an ein einfaches Würfelspiel mit Freunden denken. Man würfelt so lange, bis man eine sechs würfelt. Hat man das Ziel erreicht, werden 50 Bitcoins auf dem eigenen Konto gutschrieben. So geht das weiter und man erhält für jede gewürfelte sechs, neue Bitcoins. Da dies auf Dauer ein sehr einfaches Spiel wird, passt der Algorithmus nach vorgegebener Zeit die Schwierigkeit sowie die ausgezahlten Bitcoins an. Am Beispiel bedeutet das: Hat man die Aufgabe, eine sechs zu würfeln 2016 Mal erfüllt, gibt es die nächste Aufgabe – zwei Mal eine sechs würfeln. Hat man diese wieder erfüllt, wird die Schwierigkeit erneut erhöht und so weiter. Das gemeine daran ist, dass nicht nur die Aufgaben schwieriger werden, sondern dass der Gewinn nach jeder Runde halbiert wird und so stetig sinkt. Bekommt man für eine sechs zu Beginn noch 50 Bitcoins, sind es bei zwei sechsen nur noch 25 Bitcoins, bei drei sechsen noch 12,5 Bitcoins und so weiter.

Da der Algorithmus so komplex ist, wurde eine Maximalanzahl von 21 Millionen Bitcoins festgelegt, welche durch den stetig fallenden Wert des Bitcoins erst 2140 erschöpft sein wird.

Wie tausche ich meine Bitcoins um?

Wie üblich auf dem freien Markt, entsteht auch der Wert des Bitcoins durch Angebot und Nachfrage. Da die Nachfrage derzeit sehr hoch ist, das Angebot aber limitiert ist, ist der Preis mit 375 Euro dementsprechend hoch. Laut einer Statistik von statista.com wurden bis jetzt etwa 15,3 Millionen Bitcoins geschöpft. Wer selber Mining betrieben hat, kann seine gewonnenen Bitcoins an Online-Börsen in eine dort verfügbare Währung umtauschen. An diesen Tauschbörsen kann auch der Euro in Bitcoin getauscht werden.

Wer kontrolliert den Bitcoin?

Anders als bei physischen Währungen, wird der Bitcoin nicht von einer zentralen Bank kontrolliert und überwacht. Er gehört also niemanden, aber doch uns allen. Da es ein Open-Source-Projekt ist, kann jeder, der Interesse daran hat, die Software verbessern und nutzen. Durch die Limitierung der Währung auf 21 Millionen Bitcoins, ist sie ähnlich rar wie Gold und eine Manipulation durch Staaten und Zentralbanken ausgeschlossen.

Wie und wo kann man die Bitcoins ausgeben?

Und was kauft man letztendlich damit? Viele eCommerce Websites bieten einen Kauf mit Bitcoin an. So zum Beispiel Microsoft im Jahr 2014, die die digitale Währung seitdem als Zahlungsmethode für ihren Play Store akzeptieren. Auch verschiedene Fluggesellschaften, wie zum Beispiel AirBaltic, Air Lituanica oder CheapAir.com bieten die neue Zahlungsmethode an. Die Währung nimmt nach und nach an Bedeutung zu und mit etwas Recherche findet man viele passende Online-Shops.

Lydia Hagen

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