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BITKOM-Prognose: Deutscher ITK-Markt wächst um 1,4% auf 153 Milliarden Euro

Von der CeBIT erwartet der BITKOM zusätzliche Umsatzschübe. Das Leitmotto der Messe, Shareconomy, verbindet die fünf Top-Trendthemen Cloud Computing, Big Data, Mobile, Security und Industrie 4.0. Erfreut zeigte sich Kempf, dass in diesem Bundestagswahljahr die Politik das intensive Gespräch mit der Branche sucht. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt – auf Einladung des BITKOM – auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf die Messe.

Von der Politik erwarten die ITK-Unternehmen vor allem entschiedene Maßnahmen in der Bildungs- und Fachkräftepolitik. Der derzeitige Bedarf von 43.000 IT-Spezialisten in der deutschen Wirtschaft entwickelt sich zu einem dauerhaften Wachstumshemmnis. Dabei bietet sich laut BITKOM mit der Entwicklung hin zu Industrie 4.0 aktuell eine enorme Chance für den Industriestandort Deutschland. „Es muss nun darum gehen, diese Chancen auch zu erkennen und zu nutzen“, appelliert Kempf an die Politik. Entscheidend sei dabei auch, eine Digitalisierung der zentralen Infrastrukturnetze zügig voranzubringen. Dazu gehören Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und Verwaltung sowie die Breitbandnetze der Telekommunikation.

Erfreut zeigte sich der BITKOM darüber, dass die Bedeutung von Start-ups bei der Politik angekommen sei. Allerdings bleibe die Finanzierung junger Unternehmen ein großes und weiterhin ungelöstes Problem. „Wer in der allerersten Phase der Gründung Geld braucht, muss sein Sparbuch plündern – so er eines hat – oder Freunde und Verwandte anpumpen“, sagte Kempf. Statt risikoreiche Investitionen in junge Unternehmen so attraktiv wie möglich zu machen, hätten die Bundesländer mit der Besteuerung von Streubesitzdividenden Kapital aus Deutschland vertrieben. „Wir müssen Risikokapital ins Land holen, und dürfen das wenige, das wir haben, nicht verjagen“, so Kempf.

Angesichts der Debatte um die EU-Datenschutzverordnung appellierte Kempf, „unterschiedliche gesellschaftliche Ziele vernünftig abzuwägen und miteinander in Einklang zu bringen“. Die informationelle Selbstbestimmung sei von herausragender Bedeutung, gleichzeitig böten sich durch die Nutzung von Daten ganz neue Chancen, etwa bei der medizinischen Versorgung oder der Bekämpfung des Klimawandels. „Die Politik muss Datenschutz und Datennutzen künftig besser in Einklang bringen“, so Kempf.

(BITKOM 2013)

Marc Brümmer

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