Finanzen

Business Angels, Minikredite, Crowdfunding und Co. – 5 Wege für Ihre Startup Finanzierung

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Die Businessidee geht auf, das Produkt entwickelt sich zum Verkaufsschlager – und trotzdem hapert es im Punkto Finanzierung. Die laufenden Fixkosten überragen die Umsätze und Verantwortlichkeiten werden nicht klar verteilt. Dieses Szenario kommt vielen Startup Unternehmern bekannt vor. Denn fehlende Finanzmittel sind einer der häufigsten Gründe, weswegen Startups nach rund 2,5 Jahren scheitern. Damit das nicht geschieht, lohnt es sich, im Punkto Finanzierung Up-to-date zu bleiben. Machen Sie sich hier einen Überblick über fünf Finanzierungsmöglichkeiten für Startups und was diese jeweils ausmacht.

Das Dauerproblem der Finanzierung bei Startups

Insbesondere Startups – also junge Unternehmen, die sich wegen einer innovativen Businessidee gegründet haben – verfügen anfangs über wenig Startkapital. In Deutschland finanziert sich zwar über 80 Prozent der Startups zu Beginn aus eigener Tasche. Das hat den Vorteil, dass keine Zinsen bezahlt werden müssen und keine Tilgung erfolgt. Denn Zinszahlung und Tilgung können einen negativen Effekt auf die Liquidität des Unternehmens ausüben. Um das Business langfristig aufzubauen und weiter zu wachsen, sind jedoch in der Regel weitere, unterstützende Finanzierungsquellen notwendig. An Kapital mangelt es allerdings bisher in Deutschland, wie auch das deutsche Wirtschaftsministerium kürzlich einräumte und sich dafür einsetzt, dass große Versicherer in junge, deutsche Unternehmen investieren. Neben der Selbstfinanzierung gibt es noch eine Reihe weiterer Finanzierungsmöglichkeiten, die wir für Sie zusammengestellt haben.

1. Inkubatoren

Startups, die sich noch in der Ideenfindung Ihres Business befinden, können dabei von Inkubatoren profitieren. Diese stellen eine Institution dar, die sich darauf spezialisiert hat, optimale Bedingungen für junge Unternehmen zu schaffen. Dazu bieten sie Startups häufig nicht nur eine Möglichkeit der Finanzierung an, sondern auch nützliches Branchenwissen oder Coachings.

2. Förder- oder Firmenkredite

Für Startups, die keine Scheu haben vor bürokratischem Aufwand und festgelegten Rückführungsvereinbarungen, können Kredite eine mögliche Finanzierungsform sein. Hierzu gewähren verschiedene, meist regionale Kreditinstitute jeweils unterschiedliche Fördermittel, die zu festen Konditionen getilgt werden müssen. Diese Finanzierungsquelle klingt auf den ersten Blick verlockend. Denn die Zinsen sind meist niedrig und das grundlegende Startkapital kann gewährleistet werden. Der erforderliche Zeitaufwand und die Menge an notwendigen Unterlagen sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Daher empfiehlt es sich, sich umfassend über Kredite zu informieren. Dazu gibt es spezialisierte Dienstleister, die Ihnen einen fundierten Überblick geben können. Zum Beispiel zu den Bedingungen von einem Firmenkredit oder auch den Besonderheiten von einem Minikredit ohne Schufa.

3. Venture Capital

Wenn Sie bereits strategisch gut positioniert sind und für den weiteren Wachstum Kapital brauchen, kann ein Wagniskapitalgeber die richtige Entscheidung sein. Venture Capitalists unterstützen Startups bei der Skalierung der Produkte und können als Qualitätssiegel agieren, wenn es Richtung Internationalisierung geht. Beachtet werden sollte hier, dass VCs oftmals hohe Gesellschaftsanteile im Gegenzug für ihr Risiko beanspruchen.

4. Business Angels

Business Angels sind in der Regel erfolgreiche Unternehmer, die hohes Eigenkapital besitzen. Das kann infolge eines Börsengangs oder dem Verkauf Ihres Unternehmens erwirtschaftet worden sein. Besonders in der ersten Unternehmensphase können Startups von Business Angels profitieren, weil sie neben dem Kapital auch ihre langjährige Expertise, Branchen-Know-how und Netzwerkkontakte zur Verfügung stellen. Das kann sie zu nützlichen Mentoren und einem nicht zu unterschätzenden Faktor für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum machen. Allerdings sollte Jungunternehmer bewusst sein, dass Business Angels häufig nur bis zu einer gewissen Größenordnung Investitionen tätigen. Das kann eine weitere Investorensuche notwendig machen.

5. Crowdfunding

Eine der innovativen Varianten der Finanzierung ist das Crowdfunding, auch bekannt als Schwarmfinanzierung. Im Gegensatz zu den anderen Geldbeschaffungsmöglichkeiten erhöht sich hier die Zahl der Investoren in erheblichem Maß. Denn es tritt kein einzelner Kapitalgeber auf, sondern eine nahezu unüberschaubare Masse an Investoren, welche ihr Kapital über ein Onlineportal zur Verfügung stellen. Bedacht werden muss jedoch, dass die Unterstützer etwas sehen wollen. Das heißt, dass sie mithilfe von Texten oder Bildern erst überzeugt werden müssen, die Startup Idee zu fördern. Insofern muss mit relativ viel Arbeit in Vorleistung gegangen werden, obgleich es keine Erfolgsgarantie gibt.

Karin Kreuzer

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