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eco: Onlinewerbung muss sicherer werden

[Bild: Antje Delater  / pixelio.de]
[Bild: Antje Delater / pixelio.de]

Die Abschaltung von Adblockern – das ist die Forderung diverser Onlinemedien. Die Onlinewerbung stellt für sie eine wichtige Einnahmequelle dar, die durch die Blocker gehemmt wird. eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., unterstützt dies prinzipiell, fordert jedoch eine Erhöhung der Sicherheitstandards für Onlinewerbung.

In einem gemeinsamen Aufruf warben diverse Onlinemedien für die Abschaltung von Adblockern. Denn Werbung stellt aus ihrer Sicht eine wichtige Einnahmequelle dar und hilft, möglichst große Teile der Angebote kostenfrei zu halten. Grundsätzlich unterstützt eco diesen Aufruf, weist in dem Zusammenhang aber auf eklatante Sicherheitsmängel in den Werbenetzwerken hin. Denn teilweise wird hier über kompromittierte AdServer mit den Werbebannern auch gleichzeitig Schadcode ausgeliefert – zum Schaden für den Nutzer.

Onlinewerbung ist für viele Betreiber von Webseiten eine wichtige Möglichkeit ihr Angebot zu finanzieren – wenn nicht sogar die Wichtigste. Gehindert wird dies von sogenannten Adblockern, die nach eigenen Angaben von den Nutzern bei rund 25 Prozent der Seitenaufrufe eingesetzt werden, um die Auslieferung der Banner zu verhindern.

Gleichzeitig ist die Verwendung von Adblockern auch nachvollziehbar. Denn die Werbenetzwerke, welche für die Auslieferung der Werbung zuständig sind, werden immer wieder kompromittiert und stellen somit eine Gefahr für die Sicherheit der Nutzer dar. Wie auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigt, werden vorhandene Sicherheitsupdates für AdServer oftmals nicht eingespielt.Dies führt dazu, dass infozierte Rechner statt harmolser Werbung Banner mit Schadcodes ausspielen. Die Benutzer der Onlineangebote können mit ihren PCs somit zum Teil von Botnetzen werden. Nicht nur private Nutzer, sondern insbesondere Unternehmen können einen hohen Schaden davon tragen. Laut einer KPMG-Studie ist bereits jedes vierte Unternehmen Opfer von Computerkriminalität.

Laut Thorsten Kraft, eco Senior Technical Project Manager der Initiativen botfrei.de, Initiative-S und ACDC,müssen die Verleger dringend die “Cash Cow” pflegen. „Als Informationsanbieter sollten nicht nur meine Nachrichten seriös sein, ich muss auch genauso viel Wert auf eine saubere technische Basis legen“, so Kraft. „Den Aufruf der Verleger können wir insofern erst unterstützen, wenn diese nachweisbar ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen.“ Eine Möglichkeit für mehr Sicherheit bietet das Gütesiegel für sichere Unternehmenswebseiten der Insitiative-S, welches die angemeldeten Unternehmen überprüft und ihnen meldet, wenn sie Malware ausliefern.

(sb mit Informationen von eco)

Weitere Informationen zu dem Thema:

– IT – aber sicher! Projekte für mehr Security im Mittelstand
– IT-Sicherheit: Gütesiegel für sichere Unternehmens-Webseiten
– Top 10 Tipps für einen sicheren Internetauftritt
– e-Crime: KPMG-Studie zur Computerkriminalität
– Strategiebericht: Entwicklung Sicherer Software durch Security by Design – Softwaresicherheit als Wettbewerbsvorteil

Christoph Schroeder

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