Gesundheit

Ein hoher Kaffeekonsum ist ungesund

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Die Deutschen lieben Kaffee und haben daher ein hohen Kaffeekonsum (Bild: Lupo / pixelio.de)

Durchschnittlich trinken die Deutschen rund zweieinhalb Tassen Kaffee pro Tag. Das macht einen Kaffeekonsum von rund 150 Liter pro Jahr. Kaffee ist mit Abstand das Lieblingsgetränk der Deutschen. Mehr als die Hälfte davon wird außer Haus getrunken, ein großer Teil im Büro. Für manche ich der Kaffee am Morgen überlebenswichtig, um überhaupt in die Gänge zu kommen. Jedoch ist übermäßiger Kaffeekonsum ungesund.

Übermäßiger Kaffeekonsum kann zu Herz-Kreislaufproblemen führen

Menschen mit Bluthochdruck wurde noch bis vor zehn Jahren empfohlen, den Kaffeekonsum auf ein Minimum zu reduzieren oder am besten ganz darauf zu verzichten. Diese Studienergebnisse sind jedoch mittlerweile veraltet. Der Blutdruck nach dem Kaffeekonsum steigt zwar kurzfristig, ein Langzeiteffekt konnte jedoch in Studien des Nationalen Herz-, Lungen- und Blutinstituts der USA nicht nachgewiesen und bestätigt werden.

Der Kaffeekonsum bringt jedoch den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel zum Steigen. Dies hat daher eine insgesamt schwächende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Zudem wurde in Studien belegt, dass Kaffee den Cholesterinspiegel ansteigen lässt. Kaffee selbst enthält zwar kein Cholesterin, jedoch die Diterpene Kafestol und Kahweol. Das Kafestol hemmt Enzyme in der Leber, die nötig sind, um Cholesterin abzubauen. Die Wirkung ist also eine indirekte. Wie hoch der Diterpengehalt im Kaffee tatsächlich ist, hängt von der Zubereitungsart des Kaffees ab. Der klassische deutsche Filterkaffee hat einen niedrigen Diterpengehalt. Höher ist er bei gebrühtem Kaffee, zum Beispiel beim türkischen Mokka.

Kaffeekonsum hat Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt

Menschen mit einem empfindlichen Magen sollten den eigenen Kaffeekonsum überprüfen. Bei manchen verursacht (übermäßiger) Kaffeekonsum Sodbrennen. Zugleich können auch Magen- oder Darmbeschwerden auftreten, verursacht durch Chlorogensäure. Sie entsteht beim Röstvorgang. Chlorogensäure regt die Produktion von Magensäure an. Ähnliches gilt auch für Melanoidine, die bei der Röstung freigesetzt werden. Vor allem der bekannte und beliebte Filterkaffee verursacht bei vielen Kaffeetrinkern die oben genannten Beschwerden. Beim Trinken von Espresso hingegen treten diese weit seltener auf. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Annahme “Kaffeegenuss verursacht Magengeschwüre” in Studien widerlegt werden konnte.

Kaffee ist ein “reines” Genussmittel

Kaffee ist ein Genussmittel. Daher sollte der Kaffeekonsum auch in Maßen erfolgen. Bei gesunden Menschen sind daher auch keine schädlichen Auswirkungen zu befürchten. Bei Kaffeekonsum im Übermaß – ein Daumenwert ist hier mehr als vier Tassen pro Tag – muss mit Stresssymptomen, Magenbeschwerden und einem erhöhten Diabetesrisiko gerechnet werden.

 

Oliver Foitzik

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