Marketing

Video-Marketing: Fesseln, Lachen, Überraschen!

Zurzeit ist die Autovermietung Sixt in aller Munde, durch ein Video – und mit ihr auch der Schlagersänger Roberto Blanco. Mit dem Video „Ein bisschen Spar’n muss sein“ rappt sich der 77-Jährige selbstironisch in die Herzen von Millionen Social-Media-Konsumenten. Dies erinnert an die Spots „Supergeil“ von Edeka oder an die zehn ersten Küsse („First Kiss“) der Künstlerin Tatia Pilieva. Die dahinterstehenden Unternehmen freut es: Aufmerksamkeit und Umsatz steigen.

Millionenfach angeklickt

„Goldene Uhren, riesiger TV – ich hab alles verloren nur wegen meiner Ex-Frau“ – das Video mit Roberto Blanco entwickelt sich für das Unternehmen Sixt zum Kassenschlager. Denn es bietet alles, was die Social-Media-Community braucht, um einen Spot viral werden zu lassen. Es überrascht, es ist lustig, und ein wenig fremdschämen ist immer hilfreich.

[Anmerkung der Redaktion: Das hier eingebettete Video wurde (vorübergehend) entfernt, ist jedoch weiterhin hier zu finden: Video mit Roberto Blanco (Quelle: YouTube / Roberto Blanco für Sixt).]

Ähnliche Emotionen wurden bei dem Video „First Kiss“ von Tatia Pilieva ausgelöst: Fremde Menschen treffen zum ersten Mal aufeinander und küssen sich unter Kamerabeobachtung. Das Video wurde innerhalb der ersten Tage auf Vimeo eine halbe Million Mal angeklickt, bei YouTube sogar dreieinhalb Million Mal. Unternehmen sollten sich daran ein Beispiel nehmen und folgende Tipps bei ihrem Videomarketing beachten:

  • Jedes Unternehmen – vom Supermarkt bis zur staatlichen Lotterie-Einnahme – kann seine Dienstleistung kreativ darstellen und damit Interesse wecken. Lassen Sie sich zum Beispiel von NKL Boesche überraschen.
  • Das Video sollte unbedingt Emotionen ansprechen.
  • Die Community muss sich austauschen können; Kommentare und Reaktionen sollten möglich sein.
  • Nur ein Video reicht nicht. Unternehmen sollten in regelmäßigen Abständen Videos veröffentlichen, so entsteht eine nachhaltige Kundenbindung.
  • Veröffentlichen Sie das Video nicht nur auf einer Plattform. Als Unternehmen möchten Sie so viel Aufmerksamkeit wie möglich erregen. Nutzen Sie daher neben YouTube und Facebook auch Seiten wie Google+, MyVideo oder Clipfish. Außerdem sind gezielte Keywords im Titel und in der Beschreibung von Nutzen.
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Ohne Soziale Medien funktioniert das Video-Marketing nicht. (Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)

Zahlen belegen: ein Video wird geteilt

Prestige, ein Marketingunternehmen aus Kanada, hat unlängst eine Infografik auf den Markt gebracht. Diese verdeutlicht, dass (gute) Videos die Besucherzahl einer Website um bis zu 55 Prozent steigern können. Können Videos kommentiert und weitergeleitet werden, so erhöht dies die Interaktion um 33 Prozent. Fast jeder Mobilnutzer (92 Prozent) teilt gern ein gut gemachtes Video mit seinen Freunden auf Facebook und Co. Und ist dieses Video in einem Post auf Twitter etc. eingebunden, so erzeugt dieser dreimal mehr eingehende Links – ein Potenzial, das jedes Unternehmen für sich nutzen sollte!

Katja Heumader

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