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Immobilien: Wieso Fassadensanierungen nicht aufgeschoben werden sollten

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Erhalt, energetische Modernisierung oder schlicht eine Verschönerung des Gebäudes: Gründe für eine Fassadensanierung gibt es viele. Denn eine verfallende Fassade schreckt nicht nur potenzielle wie tatsächliche Mieter ab. Sie kann sogar zu weiterem Vandalismus ermutigen. Eine Instandhaltung ist also nicht nur im Interesse der Bewohner, sondern auch von Vermieter und Stadt. Doch wann ist eine Fassadensanierung notwendig? Und wann reicht eine Renovierung? Dieser Beitrag bringt ein wenig Licht ins Dunkel und gibt Antworten auf diese Fragen.

Warum Aufschieben zur teuren Angelegenheit werden kann

In Berlin steht derzeit zur Debatte, einige sogenannte „Geisterhäuser“ – also Häuser, die dem Verfall überlassen werden – vorübergehend zu enteignen. Denn die oft jahrelang leerstehenden Gebäude sind wegen herabfallender Fassadenteile eine Gefahr für Passanten. Ziel der Diskussion ist daher, eine Sanierung zu erzwingen. Die Kosten der teuren Renovierung trägt in solchen Fällen der Eigentümer. Wäre die Fassadensanierung in Berlin regelmäßig durchgeführt worden, hätten die Immobilieninhaber weniger Kosten aufbringen müssen, als jetzt auf sie zukommen.

Auslöser für eine Fassadenbeschädigung

Eine allmähliche Verwitterung der Fassade ist kaum zu vermeiden. Deswegen sind regelmäßige Ausbesserungen bei jedem Gebäude notwendig. Neben dem Dach ist die Fassade der Teil des Hauses, der den stärksten Belastungen ausgesetzt ist. Umwelteinflüsse wie Niederschlag, Sonne, aber auch Schadstoffe aus der Luft und Vandalismus können die Außenwand beschädigen. Dazu kommen nicht selten Putzrisse. Diese entstehen konstruktionsbedingt, durch Feuchtigkeit oder Temperaturunterschiede. Häufig treten die Risse beim Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Baustoffen auf. Rissweiten unter 0,2 mm gelten als ungefährlicher, rein optischer Mangel. Sind die Risse jedoch breiter als dieser Wert, ist dringender Handlungsbedarf gegeben.

Fassadensanierung oder Fassadenrenovierung?

Ob lediglich eine Fassadensanierung oder eine Renovierung notwendig ist, hängt vom Beschädigungsgrad der Außenwand ab. Werden lediglich  rein ästhetische Ausbesserungen vorgenommen, spricht man von einer Fassadenrenovierung. Bei einer Fassadensanierung hingegen werden auch Erneuerungen am Mauerwerk durchgeführt. Eine Sanierung schließt damit selbstredend optische Korrekturen mit ein.

Präventionstipp: vermeiden Sie tiefergehende Schäden, bevor sie entstehen!

Generell ist eine Fassadensanierung kostenintensiver und aufwendiger als eine Fassadenrenovierung. Je länger ein Gebäude ungehindert den Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist, desto umfangreicher wird auch die Fassadensanierung. Aus diesem Grund sind regelmäßige Kontrollen und ein neuer Fassadenanstrich alle fünf bis zehn Jahre das A und O, um das Mauerwerk zu schützen. Die neue Farbe bildet eine Schutzschicht für die Fassade. Sie mildert Einflüsse von Wind und Wetter. Das unterbindet das Eindringen von Feuchtigkeit und die Bildung von Schimmel, die den Immobilienwert senken.

Karin Kreuzer

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