ITK-Technologie

Kommunikation: Vom Brief zur E-Mail, zur De-Mail

Längst gehört die E-Mail zu unserem Alltag. Das Technologie-Marktforschungsunternehmen The Radicati Group* geht davon aus, dass bis Ende 2015 weltweit 112,5 Milliarden Geschäfts-E-Mails verschickt und empfangen werden – pro Tag! Hinzu kommen 93,1 Milliarden E-Mails, die bis zum Ende dieses Jahres aus privatem Anlass verschickt beziehungsweise gelesen werden. Ebenfalls täglich, versteht sich. Dennoch hat die E-Mail ihre Grenzen. Mit der De-Mail werden diese überwunden.

Öffentliche Verwaltung schwört auf De-Mail

Zu dieser Schlussfolgerung gelang das Marktforschungsunternehmen Steria Mummert Consulting, das im Auftrag des Bundesministeriums des Innern eine Studie zur Resonanz auf De-Mail in der öffentlichen Verwaltung erstellte. Der Untersuchung zufolge planten bereits 2012 die Hälfte der Top-Entscheider in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, künftig auf die elektronische Variante des Papierbriefs zu setzen. Aber warum? Was ist eine De-Mail und was hat sie, das ihre durchaus erfolgreiche Vorgängerin, die E-Mail, nicht hat? Antworten auf diese Frage hat Leslie Romeo, Leiter De-Mail bei 1&1 im folgenden Video zusammengefasst.

Video: Einfach wie E-Mail, sicher wie ein Brief

[Anmerkung der Redaktion: Das hier eingebettete Video wurde (vorübergehend) entfernt, ist jedoch weiterhin hier zu finden: 1&1 Internet SE / YouTube.]

Fassen wir das Wesentliche der vier Antworten zusammen: De-Mail ist zunächst nichts anderes, als der Name eines auf E-Mail-Technik beruhenden Kommunikationsstandards. Der Unterschied liegt in den technisch getrennten Kommunikationsmitteln zur „sicheren, vertraulichen und meist nachweisbaren“ Kommunikation im Internet (vgl. § 1 Abs. 1 De-Mail-Gesetz). Für die technische Realisation von De-Mails und den damit verbundenen Sicherheitsstandards zeichnen sich in der Regel privatwirtschaftliche Unternehmen, E-Mail beziehungsweise De-Mail-Providern, wie eben 1&1, verantwortlich.

Wozu brauche ich das?

De-Mail
De-Mail ist nur für Unternehmen und die öffentliche Verwaltung interessant. (Bild: taner ardalı / unsplash.com)

Größeren Institutionen, wie Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen, sind die Vorteile, die mit dem De-Mail-Standard verbunden bereits seit Längerem bewusst. Einer Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zufolge nutzen bereits 20 Prozent der Unternehmen De-Mails für ihre interne und externe Kommunikation.** Der Grund: Viele Geschäftsdokumente konnten aufgrund der mangelnden Rechtssicherheit nicht via E-Mail, sondern mussten weiterhin via Postbrief, versendet werden. Der damit verbundene Zeitaufwand war enorm. Eine De-Mail bietet beides: Rechtssicherheit und Zeitersparnis.

Dem privaten Anwender sind die Vorteile auf dem ersten Blick nicht ersichtlich. Schließlich müssen sie vergleichsweise selten rechtssichere Dokumente versenden. Wer sich jedoch in einem Verein oder einer Wohltätigkeitsorganisation engagiert, darüber nachdenkt, selbstständig oder freiberuflich zu arbeiten, für den ist die De-Mail ebenfalls ein echter Zeitgewinn.

* Siehe auch auf statista.com: Schätzung zur Anzahl verschickter und empfangener E-Mails privat vs. geschäftlich pro Tag von 2014 bis 2019 (in Milliarden), Kurz-URL: http://bit.ly/S92KuT

** Vgl.: BVDW-Befragung: Nutzung und Trends in der E-Mail-Kommunikation deutscher Unternehmen, PDF-Download möglich unter folgender Kur-URL: http://bit.ly/1KTxdAK

Christoph Schroeder

Ein Kommentar zu “Kommunikation: Vom Brief zur E-Mail, zur De-Mail

  1. Obwohl ich meinen Kunden regelmäßig anbiete, vertrauliche Unterlagen verschlüsselt zu versenden, nimmt dieses Angebot nur selten jemand an. Da hilft auch der Hinweis nichts, dass eine gewöhnliche E-Mail im Grunde wie eine Postkarte für jeden einsehbar ist. Offenbar ist das Sicherheitsdenken noch nicht besonders ausgeprägt.

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