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Kontaktlos Bezahlen: Wie Sie zukünftig smart einkaufen können

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Endlose Schlangen an den Supermarktkassen könnten schon bald der Vergangenheit angehören: mithilfe von Kreditkarten und Smartphones! Denn das kontaktlose Bezahlen ist weltweit auf dem Vormarsch. Hierzulande sind bereits rund 35 Millionen Bankkarten mit der Funktion ausgestattet, innerhalb von Sekunden, bargeldlos und ohne PIN-Eingabe einzukaufen. Doch die Technik weckt bei vielen Menschen Skepsis, nicht zuletzt was die Sicherheit der eigenen Konto- und Kreditdaten angeht. Informieren Sie sich hier, was die Innovation kennzeichnet und was Sie beim kontaktlos Bezahlen beachten sollten.

Welche Technik steckt hinter dem kontaktlos Bezahlen?

Allem voran steckt eine zentrale Idee dahinter: Smart shoppen – ohne Geld, Unterschrift oder PIN-Eingabe. Das lässt sich mithilfe von besonderen Lesegeräten umsetzen, die die Near Field Communication (NFC) Übertragungsart bieten. Hält man ein kompatibles Smartphone oder eine speziell dafür geeignete Kreditkarte wenige Zentimeter an ein derartiges NFC-Kartengerät, lässt es sich der Bezahlvorgang kontaktlos innerhalb weniger Sekunden abwickeln. Die Summe wird dann vom dazugehörigen Konto abgebucht.

Innovativ einkaufen – mit Kreditkarte oder Smartphone

Ob Ihre Kreditkarte dafür einsetzbar ist, erkennen Sie leicht an einem Chip. Dieser ähnelt dem bekannten WLAN-Zeichen und befindet sich in der Regel auf der Kartenvorderseite. Auf den Produkten der beiden weltweit bekanntesten Kreditkarten-Anbieter – Visa und Mastercard – befindet sich diese Technik bereits seit einiger Zeit. Diesen Service erhalten nun auch Kunden von hiesigen Bankinstituten, wie Volks- und Raiffeisenbanken. Seit dem 13. August 2018 bieten diese nahezu flächendeckend an, kontaktlos in Sekunden per Kreditkarte zu bezahlen, siehe Quelle.

Auf Smartphones soll der Einkauf im Vorbeigehen mithilfe eines Android Betriebssystems möglich sein – ähnlich zu Google Pay. Zusätzlich ist dann die Installation einer sogenannten Wallet-App erforderlich. Diese kostenlose App speichert die Kontodaten des Nutzers. Solche Anwendungsprogramme simulieren eine Kreditkarte und schließen den Kaufvorgang schließlich durch die NFC Technik ab.

Wie sicher ist der kontaktlose Einkauf?

Beruhigend scheint allem voran, dass generell keine persönlichen Daten übermittelt werden. Vielmehr tauschen Lesegerät und Kreditkarte beziehungsweise Smartphine ausschließlich notwendige Informationen über die Zahlung und verschlüsselte Kontodaten aus. Ferner ist die Anzahl der Kaufvorgänge, die aufeinanderfolgend kontaktlos getätigt werden können, auf 150 Euro beschränkt. Wird das überschritten, ist eine PIN-Eingabe erforderlich.

Wird der Bezahlvorgang per Smartphone abgewickelt wird, sorgt beispielsweise eine innovative Verschlüsselungstechnologie für zusätzliche Sicherheit. Hier werden echte Daten durch eine digitale Komplementärwährung, die Token, ersetzt. Diese werden im Geschäft über die Funktechnik NFC wiederum verschlüsselt übermittelt. Davon ausgenommen sind neben persönlichen Daten auch detailliertere Konto- oder Kreditdaten, die nicht für den Kauf relevant sind.

Die Vorkehrungen bieten zwar ein gewissen Maß an Sicherheit. Aber sie schützen Sie nicht vor einem Diebstahl oder einem Verlust. Ist die Kreditkarte weg, sollten Sie sie deshalb in jedem Fall schnellstmöglich sperren lassen. Wird damit in der Zwischenzeit bargeldlos bezahlt, beläuft sich die Haftung je nach Bank oder Kreditinstitut auf maximal 50 Euro. Manche Anbieter nutzen zudem spezielle Sicherheitstools, wie etwa Detection Schemes. Diese beobachten Zahlvorgänge und sind in der Lage, Ihre Karte automatisch zu sperren, wenn auffallende Unregelmäßigkeiten – wie das Abbuchen vieler Beträge in sehr kurzer Zeit – passieren sollten.

Karin Kreuzer

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