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Kostenfreier BITKOM-Leitfaden zur Software-Entwicklung spart Zeit und Kosten

Agiles Software-Entwicklung spart Zeit und Kosten

Ob Smartphones, Infotainment-Center im Auto oder moderne Kühlschranke – in den meisten Geräten stecken mehrere zehntausend Zeilen Computercode. Zudem werden immer mehr Systeme miteinander vernetzt. Die Folge: Die Software-Entwicklung ist deutlich komplexer geworden, die Anforderungen an das Projektmanagement höher. Mit Ansätzen der agilen Software-Entwicklung kann es dennoch gelingen, Zeit- und Kostenpläne einzuhalten. Der neue BITKOM-Leitfaden „Agiles Software Engineering Made in Germany“ gibt Tipps, wie Software-Projekte nach diesen Ansätzen umgesetzt werden können. „Agile Software-Entwicklung hilft die Komplexität von Software-Projekten in den Griff zu bekommen und so Zeit und Kosten zu reduzieren“, sagt Manuel Fischer, Software-Experte beim BITKOM.

Unter agiler Software-Entwicklung werden Ansätze zur Planung, Umsetzung und Steuerung von Software-Projekten verstanden, die effizienter und schneller zu lauffähigen Resultaten führen. Bei der herkömmlichen Vorgehensweise werden zunächst sämtliche Anforderungen und Funktionen des Programms definiert, bevor es erstellt wird. Anschließend wird überprüft, ob die Software wie geplant funktioniert. Bei der agilen Software-Entwicklung wird hingegen deutlich schneller ein erstes funktionsfähiges Programm erstellt. Nach und nach werden dann weitere Funktionen hinzugefügt. Dadurch steigt die Komplexität des Programm-Codes in kleinen Schritten, Fehler können schneller erkannt und behoben werden. Zudem ermöglichen agile Ansätze, flexibler auf die Wünsche von Auftraggebern bei der Software-Entwicklung einzugehen. Veränderte oder zusätzliche Funktionen lassen sich im Laufe der Entwicklung einfacher hinzufügen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Software-Entwicklung lassen sich Fehler so schneller finden und beheben.

Aus dem Leitfaden „Agiles Software Engineering Made in Germany“

Der Siegeszug der IT in allen Lebensbereichen hält an: Jeder ist überall und jederzeit erreichbar und kann von überall seine E-Mails prüfen. Immer mehr Geräte können via IT angesprochen, angesteuert und abgefragt werden. Aus immer mehr kleineren IT-Applikationen und -Diensten werden durch geschickte Interoperabilität und Vernetzung immer größere Systeme. Die Verortung einzelner Systembausteine spielt scheinbar eine immer unwichtigere Rolle.

Die Entwicklung großer IT-Systeme verändert sich entsprechend rasant und stellt insbesondere die deutsche IT-Branche vor eine Vielzahl neuer Herausforderungen. Diese moderne Softwareentwicklung verändert sich aktuell entlang unterschiedlicher Dimensionen:

– organisatorisch
– ökonomisch
– technisch
– vertraglich
– menschlich

Jede dieser Dimensionen liefert eine Vielzahl von Schlagwörtern, die es zu berücksichtigen gilt: agile Softwareentwicklung, Lean Organisation, Industrialisierung, Engineering und Projektmanagement. Kaum ein Monat, in dem nicht ein weiteres Schlagwort hinzukommt, das für jeden IT-Verantwortlichen dahingehend bewertet werden muss, ob es relevant und erfolgsversprechend oder nur ein kurzer »Hype« ist.

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BITKOM-Leitfaden

Dieser Leitfaden möchte ein Rahmenwerk aufzeigen, das hilft, die unterschiedlichen Bereiche, aus denen diese Schlagwörter entstammen, zu strukturieren. Er unterstützt konkrete Projekte dabei, sich aus dem Baukasten der vielen verfügbaren Konzepte, Verfahren und Techniken die am besten geeignetsten auszuwählen. Insbesondere hilft dieser Leitfaden aber zu verhindern, dass die Bereiche im Unbestimmten verbleiben und so z. B. die Einführung agiler Methoden ohne eine entsprechende Qualifikation des Personals oder ohne eine passende Projektmanagement-Methode erfolgt. Ebenso hilft er, überbestimmte Selektionen zu verhindern, in dem aus einem Bereich mehrere, evtl. sogar konkurrierende Lösungen gewählt werden.

Zum kostenfreien Download: Leitfaden Agiles Software Engineering Made in Germany

(BITKOM 2013)

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Marc Brümmer

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