Tipps & Tricks

Kündigung mit Stil: Fünf Tipps

Mit Stil gelangt man leichter ans Ziel. Das gilt auch für die Kündigung. Egal, aus welchen Gründen Sie Ihrem Arbeitgeber den Rücken kehren… er hat es verdient, dass man ihm mit Respekt „Adieu“ sagt. Folgende fünf Tipps helfen Ihnen dabei, ihren Abschied so zu gestalten, dass sich alle Parteien auch nach der Kündigung in die Augen sehen können.

Stress und andere Kündigungsgründe

Viele Arbeitnehmer sagen zu Stress am Arbeitsplatz – nein, danke! Zu diesem Ergebnis kam die Jobbörse monster.de, die im Rahmen einer Untersuchung 6.700 ihrer Nutzer nach den Beweggründen für eine Kündigung fragte. Demnach kündigt weit mehr als ein Drittel (36 Prozent) aufgrund ständiger Überforderung und permanenten Zeitdruck. Weiterer 32 Prozent denken zumindest darüber nach, sich etwas anderes zu suchen, weil ihnen der Stress am Arbeitsplatz zu groß wird. Doch egal, ob man nun wegen der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf, einen Wohnortwechsel oder aufgrund eines drohenden Burnouts geht. Folgende fünf Tipps sollte man beherzigen.

Tipp 1: Der Chef erfährt es zuerst

Kündigung, Handschlag, Beziehungen
Eine Kündigung will gelernt sein. Schließlich sieht man sich auch im Berufsleben immer zweimal. (Bild: Stephanie Hofschlaeger)

Und zwar immer! Selbst Kollegen, mit denen man gut befreundet ist, werden in Bezug auf die eigenen Kündigungspläne erst informiert, sobald es der Vorgesetzte beziehungsweise der für Sie Hauptverantwortliche weiß. Erst dann dürfen auch die Mitarbeiter etwas davon mitbekommen.

Tipp 2: Je früher die Kündigung desto besser

Was halten Sie von Arbeitgebern, die Ihnen, aus welchen Gründen auch immer, von jetzt auf nachher kündigen? Nicht viel! Umgekehrt gilt es genauso. Wer bereits Wochen oder Monaten im Voraus um seinen beruflichen Wechsel weiß, muss seinen Arbeitgeber umgehend davon in Kenntnis setzen. Schließlich muss Ersatz gefunden werden und je mehr Zeit der Arbeitgeber dafür hat, desto wahrscheinlicher ist, dass dieser auch adäquat sein wird. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Belegschaft einer ihrer wichtigsten Erfolgsressource.

Tipp 3: „Danke“ sagen

Ein Berufswechsel ist stets eine Medaille, die zwei Seiten besitzt. Zum einen freut man sich auf die mit dem neuen Job verbundenen Herausforderungen und Aufgaben. Allerdings wohnt jedem Neuanfang ein Abschied von inzwischen lieb gewonnenen Kollegen inne. Die beste Art, sich zu verabschieden heißt „Danke“ sagen. Für die schöne zeit, aber auch die Erfahrungen und Kompetenzen, die man im Laufe seiner Tätigkeiten erworben hat. Haben Sie Kollegen, denen Sie mal die Meinung geigen möchten? Machen Sie das nicht! Wenn überhaupt, dann nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Tipp 4: Gas geben statt Dienst nach Vorschrift

Eine Kündigng erfolgt nicht ohne Grund. Doch gearde wenn Ihre bisherige Anstellung mit Tätigkeiten verbunden waren, die nicht Ihren ursprünglichen Vorstellungen entsprachen, sollte Sie jetzt auf keinen Fall lediglich Dienst nach Vorschrift machen. Neben einem ersten Eindruck, gibt es auch einen letzten, den man hinterlässt. Beide sollten möglichst gut sein. Nicht nur wegen dem Arbeitszeugnis, sondern darüber hinaus, weil auch in der Arbeitswelt nun einmal gilt: „Man sieht sich (mindestens) zweimal im Leben!“

Tipp 5: Für einen reibungslosen Übergang sorgen

„Jeder ist ersetzbar!“ lautet eine der meist verbreiteten Unwahrheiten. Denn jedes Unternehmen hat so seine Eigenheiten. Und diese erst einmal kennenzulernen, bedarf Einarbeitungszeit. Daher sollte man es seinen Kollegen leicht machen, indem es seinem Nachfolger leicht macht. Der erste Schritt hierzu ist oben erwähnter Tipp Nr. 2. Schließlich sollte der Nachfolger, sofern möglich, frühzeitig in seine neuen Aufgaben eingearbeitet werden. Welche Tätigkeiten sollten für ihn die höchste Priorität besitzen, was braucht er, damit er sich möglichst schnell im Betrieb zurecht findet und an wen kann er sich wenden, falls er auf Hindernisse stößt? Am besten steht man da auch nach dem Anstellungsverhältnis seinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite.

Christoph Schroeder

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