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„Leistungsglück entsteht, wenn wir freiwillig und gerne unser Bestes geben“ – Gabriel Schandl im Interview

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In seinen Vorträgen will Schandl dazu motivieren, Sinn und Inhalt im Arbeitsalltag zu erkennen. (Bild: © Gabriel Schandl)

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Überall ist von Druck, Stress und Burnout die Rede, wenn wir von Leistung sprechen. Aber wir können auch Glück empfinden, wenn wir Höchstleistungen bringen – nämlich dann, wenn wir unsere Arbeit als sinnvoll empfinden. Dann entsteht das Leistungsglück, das Gabriel Schandl sagen lässt: „Montag, Gott sei Dank!“

Auf dem Motivationsding in Altötting am 21. Oktober hält Gabriel Schandl einen Vortrag mit dem Titel „Das Beste geben – Wege zum Leistungsglück“.

 

 

Hinweis der Redaktion: AGITANO-Leser können noch bis Freitag, 16. Oktober, an der Verlosung von 3 x 2 Freikarten für „Das Motivationsding“  in Altötting teilnehmen!

 

„Leistung und Glück muss man nicht trennen“ – Gabriel Schandl über Leistungsglück

Hallo Herr Schandl, Sie sind Autor des Buches „Das Beste geben: Wege zum Leistungsglück“. Was verstehen Sie unter Leistungsglück?

Wenn wir unser Bestes gerne geben. Und freiwillig. Dann entsteht es, das Leistungsglück. Bisher haben wir diese Begriffe oft und gerne getrennt, auf der einen Seite die Leistung, die musste anstrengend sein auf der anderen Seite das (private) Glück. Nachdem wir aber den Großteil unserer Wachzeit im Beruf verbringen: Warum nicht das eine mit dem anderen kombinieren? Das war die Ausgangsidee und im Buch bringe ich viele Beispiele, was das bedeutet und wie es gehen kann.

Wenn ich an den Begriff „Leistung“ denke, merke ich gleich wie der Druck auf meinen Schultern wächst – Wie kann Leistung Spaß machen?

Genau das ist das Problem: Leistung hat einen negativen Beigeschmack bekommen. Die einzige Möglichkeit ist, sich zu überlegen: Was kann ich gut und was macht mir Freude? Wenn wir dann anschließend unseren Beruf um die Antworten auf diese Frage gestalten, haben wir die Chance, wieder glücklich zu werden in dem, was wir tun. Das hat dann auch einen anderen Erfolg, eine ganz andere Energie. Davon wünsche ich mir mehr. Für jeden Einzelnen von uns.

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Gabriel Schandl hat sein Leistungsglück gefunden. (Bild: © Gabriel Schandl)

Sie sagen, dass es kein Standardrezept für „Leistung, die Spaß macht“ gibt. Wie kann ich herausfinden, was am besten für mich funktioniert?

Was würden Sie auch ohne Bezahlung tun? Was würden Sie tun, wenn Sie nur noch ein Jahr zu leben hätten? Was sagen andere, dass Sie gut können? Auf all diese Fragen gibt es gute Antworten, dazu brauchen wir allerdings etwas Zeit. Um uns diesen Fragen zu stellen und die Antworten darauf zu entwickeln. Wir glauben oft, wir haben diese Zeit nicht (mehr). Das stimmt nicht: Wir nehmen sie uns nur nicht. Waren Sie schon mal so mit Autofahren beschäftigt, dass Sie keine Zeit hatten zu tanken? Aber wenn es um uns selber geht werden wir manchmal nachlässig und wundern uns, dass uns die Freude abhanden kommmt. Das muss nicht so sein. Es gibt Wege raus aus der Frustrationsfalle und dem Hamsterrad. Alles beginnt im Kopf und das Denken wird bekanntlich durch die Fragen, die wir uns stellen, gesteuert.

Und im Alltag? Wie können mir diese Tipps da zu einer positiveren Einstellung zum Thema Leistung helfen?

Manche Menschen setzen sich gerne Ziele und freuen sich, wenn sie diese erreicht haben. Dann gibt es auch Feier-Rituale, die wir oft vergessen. Wir hetzen von einem Projekt zum nächsten und vergessen, uns zwischendurch auch mal zu belohnen. Anderen Gutes zu tun ist auch etwas ganz Wunderbares. Manchmal gibt es Tage, da überlege ich, für welchen Buchautor ich eine Rezension schreiben könnte auf Amazon. Wenn ein Buch gut ist, mache ich das gerne – eigentlich bringt es mir nichts, aber den anderen freut es immer sehr und mich dann auch. Ein Erfolgstagebuch zu führen, in dem ich auch meine Misserfolge aufschreibe – allerdings als Lernerfahrung – ist auch eine gute Idee, die alleine beim Durchblättern wieder frische Energie gibt. Sich mit Schönem umgeben, was auch immer einem gut tut.

Und zu guter Letzt natürlich der sinnvolle Arbeitsinhalt, der nicht ersetzt werden kann, durch keine der oben genannten Tipps, aber sehr wohl verstärkt. Denn es gibt Zeiten, da sind wir nicht so gut drauf und das gehört auch zum Menschsein dazu. Wir sind und werde keine Roboter – und das ist gut so.

Sie sind beim Motivationsding in Altötting als Referent mit dabei. Was wollen Sie den Teilnehmern mitgeben?

Die bisher genannten Ansätze und Ideen. Und was ein Cocktail damit zu tun hat. Mehr wird noch nicht verraten aber schon mal vorweg: Es wird sich lohnen teilzunehmen. Denn es wird ein Ideen-Buffet werden, von dem sich jede und jeder etwas mitnehmen kann, für den ganz eigenen Alltag.

Herr Schandl, vielen Dank für ihre Tipps zum positiven Umgang mit Leistung. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und gute Kontakte auf dem Motivationsding in Altötting.

Das Interview führte Claudia Zesewitz, Redakteurin AGITANO.

 

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Gabriel Schandl ist Certified Speaking Professional. (Bild: © Gabriel Schandl)

Über Gabriel Schandl

Gabriel Schandl ist Genießer, Trendscout, Vortrags-Redner, Weiterbildungs-Profi mit 20-jähriger Erfahrung und Experte für Leistungsglück. Der gebürtige Salzburger ist Buchautor und lehrt an der Fachhochschule Puch-Urstein. Zu seinen Leidenschaften zählt das Reisen und Entdecken, privat ist er verheiratet, Vater von fünf Kindern und lebt mit seiner Familie in Bayern. Er ist einer der wenigen Berufs-Redner, die mit der höchsten Auszeichnung innerhalb der Branche anerkannt wurden, dem „CSP“ (Certified Speaking Professional).

 

Katja Heumader

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