Empfehlung

Mit der richtigen Kleidung sich in Szene setzen

Die Impulsgeberin für authentische und kompetente Kleidung, Elisabeth Motsch, erklärte uns im ersten Interview „Mit Stil gelangt man leichter ans Ziel“, warum Stil für das Erklimmen der Karriereleiter unverzichtbar ist. Im zweiten Interview „Die Frau bietet dem Mann das Du-Wort an – immer!“ ging es um die korrekte Verwendung des Du-Worts im Businesskontext. Im heutigen dritten – und finalen – Teil der Interviewreihe „Karriere mit Stil“ sprachen wir mit ihr über den Umgang mit dem Handy in unterschiedlichen Situationen, das Zuspätkommen in Meetings und den Small-Talk. Zum Abschluss gibt uns Elisabeth Motsch Tipps für die richtige Selbstdarstellung und ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch an die Hand.

 

Karriere mit Stil – WebTalk und Buchverlosung

Am Donnerstag, 26. Juni 2014, führten wir mit Elisabeth Motsch den AGITANO-WebTalk “Karriere mit Stil” durch. In diesem konnten die Teilnehmer unter anderem erfahren, wie sie mit Stil und guten Manieren den Grundstein für ihre erfolgreiche Karriere legen. => hier geht es zur Aufzeichnung: „Karriere mit Stil“.

Unsere AGITANO-Leser haben die Chance auf den Gewinn eines von drei Buchexemplaren zu „Karriere mit Stil – Der Ratgeber für eine erfolgreiche Zukunft: Top-Umgangsformen im Business!“. => hier der Link zur Buchverlosung.

 

AGITANO-Interview mit Elisabeth Motsch (3) zu Handy, Meetings, Small-Talk, Kleidung und Bewerbungsgespräche

Schönen Guten Tag Frau Motsch, schrilles Läuten von Mobiltelefonen und nervendes Piepsen von SMS-Nachrichten unterbrechen leider sehr oft wichtige Besprechungen.

Was sind Ihre Experten-Tipps zum Handy-Gebrauch in Meetings und beim Business-Mittagessen?

iPhone, Smartphones, Mobile Internet
Ein absolutes No-Go: das Geschäftstelefonat am Tisch zu führen. (Photo: “Reading News on iPhone5S GOLD” original by Viktor Hanáček / picjumbo.com)

Der zu sorglose Umgang mit Mobiltelefonen und SMS Nachrichten unserer Mitmenschen ist ärgerlich. Es sollte heute selbstverständlich sein, dass Handys in einem Meeting auf lautlos gestellt sind und SMS nicht sofort beantwortet werden. In manchen Unternehmen wird ein kleiner Beitrag erhoben, sollte das Mobiltelefon im Meeting klingeln oder SMS geschrieben werden. Respektlos den Anderen gegenüber ist auch das ständige Starren auf das Display, um ja nichts zu versäumen. Die Aufmerksamkeit sinkt, man ist mit den Gedanken nicht bei der Sache ist und überhört so manch wichtige Information im Meeting. Ein absolutes No Go ist es, bei Geschäftsessen das Telefonat bei Tisch zu führen. Wer ein wichtiges Gespräch in einem Meeting oder einem Geschäftsessen erwartet, teilt dies vorher mit und geht nachher mit einer kleinen Entschuldigung aus dem Raum, um das Gespräch woanders zu führen.

Was ist die korrekte Vorgangsweise für jemanden, der zu spät in ein Meeting kommt? Reihum grüßen oder einfach so diskret wie möglich einen freien Platz einnehmen?

Sollten Sie sich verspäten, rufen Sie vorher an – oder informieren einen Kollegen – und geben Sie unter Angabe von Gründen Bescheid, warum Sie sich verspäten. Sobald Sie den Sitzungsraum betreten, suchen Sie den nächsten freien Stuhl, belassen es bei einem kurzen „Entschuldigung“, verzichten auf das Begrüßen jedes Einzelnen sowie auf wortgewaltige Erklärungen. Versuchen Sie so wenig wie möglich zu stören. In der Pause können Sie sich beim Sitzungsleiter persönlich für Ihre Verspätung entschuldigen.

Bei uns in Bayern und auch bei Ihnen in Österreich verwenden wir ja oft das herzhafte Wort „Mahlzeit“ als Mittagsgruß. Ist dies auch heute noch zeitgemäß beziehungsweise stilvoll?

Das Wort „Mahlzeit“ hat sich als Ritual in vielen Unternehmen eingebürgert. Stilvoll war es noch nie. Wo es zum guten Ton in Unternehmen gehört, ist es sicher angebracht. Früher wünschte man sich „gesegnete Mahlzeit“. Das war die Schrumpfform des Tischgebets. Von 10:00 Uhr Vormittags bis 15:00 Uhr Nachmittags hören Sie dieses Wort durch die Gänge schallen. Sogar auf der Toilette begegnet man sich mit „Mahlzeit“ und da sollte man es sich am allerwenigsten wünschen. Besser, Sie begegnen einander mit „Grüß Gott“ oder „Guten Tag“ oder „Grüß dich“, wenn Sie per Du sind. Wenn Mahlzeit die Grußformel in Ihrem Unternehmen ist, können Sie mitmachen oder stattdessen die üblichen Grußformeln verwenden.

Manche brauchen es, manche mögen es gar nicht, und nur wenige wissen, wie es geht. Welche Rolle spielt Small Talk im geschäftlichen Umfeld beziehungsweise wie wird man ein Meister dieser leichten, aber doch manchmal wichtigen Art der Gesprächsanbahnung?

Small Talk ist das kleine Gespräch, das große Verbindungen schafft. Dabei wird beim Small Talk viel geredet, aber nicht viel gesagt. Es ist ein beiläufiges, spontanes Gespräch, das in die Tiefe gehen kann, aber nicht muss. Man plaudert mit Bekannten und Unbekannten und muss mit Menschen können. Doch so zwanglos, wie es klingt, ist es nicht immer. Beim Small Talk geht es darum, Themen und Gemeinsamkeiten zu finden, über die Sie nett plaudern können und die Sie interessant machen. Meiden Sie schlechte Nachrichten und konfliktträchtige Themen. Ganz besonders wichtig ist es, keinen Monolog zu halten, sondern im Dialog Gemeinsamkeiten und Interessantes zu entdecken.

Zum Abschluss Ihre zehn wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch.

Ein guter erster Eindruck ist für den positiven Verlauf eines Bewerbungsgesprächs unerlässlich. Die Kleidung ist das erste, das Ihr Gegenüber von Ihnen zu sehen bekommt, und somit auch das erste, nachdem Sie – bewusst oder unbewusst – vorbewertet werden.

Dieses scheinbar einfache, aber hocheffektive Mittel zur Selbstdarstellung sollte also keinesfalls außer Acht gelassen werden. Ein gepflegtes Äußeres wird von jedem potenziellen Arbeitgeber vorausgesetzt – wird diese Erwartung nicht erfüllt, kann die Chance auf eine Anstellung dadurch schon verspielt werden, bevor Sie die Gelegenheit bekommen, Ihre Inhalte zu präsentieren. Wer auch noch über gute Umgangsformen verfügt, hat die besseren Karten im Gespräch.

Das sind aus meiner Sicht die zehn wichtigsten Stil-Tipps für das Bewerbungsgespräch:

1. Informieren Sie sich über den Dress Code, der im Unternehmen herrscht und kleiden Sie sich entsprechend.

2. Die Kundenerwartung in Bezug auf die Kleidung ist bei Banken, Versicherungen und anderen Branchen, die einen Vertrauensvorschuss genießen, nach wie vor sehr traditionell. Auch in der betont unkonventionellen IT-Branche zeichnet sich inzwischen eine Umkehr zum konservativen Look ab. Generell gilt jedoch: Je höher die angestrebte Position, desto wichtiger ist passende Business-Kleidung.

3. Seien Sie überaus pünktlich!

4. Ein fester Händedruck ist ein Muss!

5. Agieren Sie höflich und respektvoll im Gespräch , unterbrechen Sie Ihr Gegenüber nicht, stellen aber trotzdem überzeugend Ihre Expertise dar.

6. Behaupten Sie nur Dinge Ihren Lebenslauf betreffend, die auch vollinhaltlich korrekt sind, bei unserer heutigen Transparenz bleibt nichts geheim.

7. Hören Sie aufmerksam zu und nicken Sie im Gespräch gelegentlich.

8. Sie haben die Füße fest am Boden und sitzen mit geradem Rücken komplett auf dem Stuhl. Denn Sitzen nur auf der vorderen Kante eines Stuhles zeigt Fluchtverhalten an: „Ich möchte nicht bleiben!“.

9. Wer richtig sitzt, ist entspannt und verfällt dadurch auch nicht so schnell in eine angespannte, stimmlich hohe Tonlage.

10. Vermeiden Sie als Frau das „Mädchen-Schema“ – ein schief gelegter Kopf, Dauerlächeln, eine säuselnde Stimme und das Hin- und Herdrehen der Schulter strahlen Unsicherheit aus.

Frau Motsch, herzlichen Dank für Ihre interessanten Ausführungen. Vor allem die Hinweise zu Handynutzung, Small-Talk und Kleidung sowie zum Bewerbungsgespräch fand ich sehr hilfreich. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Das Interview mit Frau Motsch führte Oliver Foitzik, Herausgeber von AGITANO und dem HCC-Magazin.

 

Stil, Kelidung, Business, Dresscode
(Foto: © Hannelore Armstorfer)

Über Elisabeth Motsch

Gerade sind Ihre Bücher „Karriere mit Stil – Top-Umgangsformen im Business“ und „Meine Gäste meine Fans“ im Trauner Verlag erschienen. Im September 2014 erscheint ihr nächstes Buch: „Stil.Punkt“ Persönlichkeit als Marke – Kleidung als Statement, gemeinsam mit dem Branding-Experten Jon Christoph Berndt aus München. Sie ist Mitautorin des Buches der GSA-Edition: „Die besten Ideen für eine starke Persönlichkeit“, herausgegeben von Jörg Löhr.

Als Impulsgeberin motiviert sie in den verschiedensten Branchen Mitarbeiter und Führungspersönlichkeiten, sich authentisch und kompetent zu kleiden und aufzutreten. Ihre vielen Kunden in Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol bestätigen ihre hohe fachliche Kompetenz und ihre Fähigkeit, Menschen mit diesen sensiblen Themen zu begeistern.

Mehr Informationen über Elisabeth Motsch im AGITANO-Expertenprofil und im Internet auf: www.motsch.at.

 

Oliver Foitzik

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