Einsichten & Ansichten

Wahlkampf 2.0: Wirksamkeit von Social Media untersucht

Die Verwendung von Facebook, Twitter & Co erfreut sich auch unter deutschen Wahlkampf-Strategen steigender Beliebtheit. Doch wie kommen die Parteien mit ihrem Wahlkampf 2.0 vor allem bei den internetaffinen Wählern zwischen 17 und 30 Jahren an? Dieser Frage gingen Master-Studierende der Universität Hohenheim nach. Sie untersuchten wie wirksam die Social Media-Auftritte der Parteien wirklich sind – mit teils überraschenden Erkenntnissen.

„High Potentials“ fällt die Wahlentscheidung immer schwerer

„High Potentials“, Wähler zwischen 17 und 30 Jahren mit höherem Bildungsabschluss, gelten als die Entscheidungsträger von morgen – doch die Entscheidung zwischen den politischen Parteien fällt ihnen zunehmend schwer. „1953 traten gerade einmal 13 Parteien zur Bundestagswahl an. Heute sind es 34. Ein unverwechselbares Profil zu entwickeln und bei der jungen Generation zu punkten wird für alle Parteien immer schwieriger“, so Prof. Dr. Voeth vom Lehrstuhl Marketing I an der Universität Hohenheim zu den Hintergründen für diese Entwicklung. „Eine weitere Herausforderung ist die sinkende Parteienbindung. Den großen Volksparteien laufen die Mitglieder davon und immer mehr Menschen entscheiden sich erst sehr kurzfristig anhand von Medienberichten für eine bestimmte Partei.“

Über 800 Probanden befragt

Aus diesem Grund werde Marketing, vor allem Social Media-Marketing für die politischen Parteien immer wichtiger. Anlass genug für Studierende des Master-Seminars „Politik-Marketing“  insgesamt 814 Probanden zu Social Media-Auftritten, Claims, aber auch zur allgemeinen Wahrnehmung von Parteien und Spitzenkandidaten zu befragen. Im Fokus des Interesses standen Wähler zwischen 17 und 30 Jahren mit Abitur oder Hochschulabschluss. „Diese Gruppe der sogenannten ‚High Potentials’ ist für alle Parteien besonders interessant, da diese Gruppe die Stammwähler und Meinungsführer von morgen sind“, so Prof. Dr. Voeth.

Lesen Sie auf Seite 2 mehr zu den Resultaten der Untersuchung.

Christoph Schroeder

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