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Weihnachtsurlaub: Mit Plan oder lieber kurzfristig?

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Wie hätten die Deutschen am liebsten ihren Weihnachtsurlaub? Eine europaweit durchgeführte Verbraucherstudie liefert Antworten – und bestätigt dabei das eine oder andere Klischee.

Stressfrei durch die Weihnachtszeit. Das wünschen sich wohl die meisten von uns. Nicht wenige fliehen aus diesem Grund in den Weihnachtsurlaub. Doch wie plant der Deutsche seinen am liebsten? Die Marketingplattform Rocket Fuel machte sich auf die Suche nach Antworten und führte hierzu jüngst eine europaweite Studie zum Konversions- und Buchungsverhalten von Verbrauchern durch. Im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse.

Kein Plan, keine Erholung?

Dem Deutschen sagt man gerne Verlässlichkeit nach. Dementsprechend langfristig plant er seinen Urlaub schon im Voraus. Mit 49 Tagen vor Reiseantritt liegen sie auf Platz zwei, gefolgt von den US-amerikanischen Reisenden, die sich im Durchschnitt 39 Tage vorher entscheiden. Nur die Franzosen buchen noch länger im Voraus: Durchschnittlich 54 Tage vor Reiseantritt.

Der Preis entscheidet

„Geiz ist geil!“, so einst der Slogan einer großen Elektronikkette. Jedoch: auf den Preis achten nicht nur die Deutschen. Insgesamt war für 73 Prozent der Befragten der Preis bei der Wahl des Hotels der wichtigste Faktor.

Frühbucher brauchen länger bis zur Conversion

Auf den ersten Blick paradox: Während die langfristigen Planer aus Frankreich, Deutschland und den USA im Durchschnitt bereits acht Tage nach dem ersten Kontakt mit einer Anzeige konvertieren, sind die kurzfristigen Entscheider aus dem Vereinigten Königreich, Italien und Spanien erst zehn bis elf Tage nach dem Erstkontakt zur Conversion bereit.

Früh- und Spätbucher achten auf unterschiedliche Dinge

Der frühe fängt den Wurm beziehungsweise der Frühbucher erhält den besten Preis? Jedenfalls legen Reisende, die sich sehr früh mit der Buchung eines Hotels beschäftigen, ihren Fokus hierbei auf die Kosten (+29 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt). Zudem legen sie Wert auf die Location (+28 Prozent) und Rezensionen (+ zehn Prozent) der gewünschten Unterbringung.

Jene, die sich eher kurzfristig für ein Hotel entscheiden, geben an, besonderen Wert auf den Namen und die Marke des Hotels (+41 Prozent), den entsprechenden Service (+18 Prozent) und Food & Drinks (+24 Prozent) zu legen.

Erhebliche Unterschiede bei den Conversions

Ein elementarer Bestandteil der Studie ist die Untersuchung und Zuordnung von Conversions. Ausgesprochen viele Conversions erfolgen laut der Studie von Rocket Fuel über Anzeigen, die auf Reiseseiten ausgespielt werden. In Deutschland und den USA ist die Wahrscheinlichkeit für eine Conversion im Zeitraum zwischen der sechsten und neunten ausgespielten Ad am größten. Im Vereinigten Königreich und Italien wiederum wird am wahrscheinlichsten nach der 18. bis 33. Ad konvertiert.

Zwei Drittel der Verbraucher konvertieren in den ersten sieben Tagen nach der erstmaligen Sichtung einer Anzeige. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit für die Konvertierung stetig und geht nach vier bis fünf Wochen sogar gegen null. Während Reisende aus Vereinigten Königreich im Schnitt 14,0 Anzeigen sehen müssen und zehn Tage verstreichen lassen, um zu konvertieren, benötigen die Deutschen durchschnittlich 8,1 Tage und 11,5 Anzeigen, um sich zu entscheiden. Am konvertierungsfreudigsten zeigen sich die Reisenden aus den USA, die sich laut Umfrage schon nach 7,3 Anzeigen und acht Tagen überzeugen lassen.

Mobil suchen, auf dem Desktop buchen

Urlauber, die in Hotels nächtigen, suchen und vergleichen die Unterkünfte mittlerweile verstärkt auf mobilen Endgeräten (48 Prozent), führen die Buchung jedoch letztendlich auf dem Desktop aus. Daher ist es für die Unternehmen der Reisebranche essenziell, die potenziellen Kunden auf allen Endgeräten wiedererkennen zu können und ihnen die Gestaltung ihrer Buchung so einfach und komfortabel wie möglich zu machen. Allein in Deutschland sind es bereits 16 Prozent der Conversions, die über mobile Endgeräte generiert werden. Ganze 53 Prozent der Nutzer, die mobil nach Hotels suchen, buchen diese auch über das mobile Endgerät.

Vergleichsportale und hoteleigene Webseiten dominieren

Die Suche nach dem richtigen Hotel erfolgt sowohl über Vergleichsportale (66 Prozent), als auch direkt über die hoteleigenen Webseite (56 Prozent) und 45 Prozent der Suchenden nutzen beide Optionen. 63 Prozent der Deutschen gaben an, die Unterkunft für ihren nächsten Urlaub auf einem Vergleichsportal buchen zu wollen. Ausschlaggeben sei hierbei vor allem der Preis. 56 Prozent aller Nutzer würden von diesem Entschluss abweichen, wenn die hoteleigene Webseite einen besseren Preis bietet.

Über Aufbau und Inhalt der Studie:

Die Ergebnisse beruhen auf der Auswertung von Rocket Fuel Kampagnen in EMEA & US Hotel und Accommodation-Kampagnen zwischen Juni und August 2015, sowie auf einer Verbraucherumfrage unter 1.500 Reisenden aus den USA, Irland, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich im August 2015.

Weiterführende Informationen zur Studie finden am Thema Interessierte im Internet unter: www.info.rocketfuel.com/Hotel-Study-DE.html

 

 

Christoph Schroeder

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