Gesundheit

3 Tipps für ein besseres Sprachbewusstsein

„Sprachbewusstsein – wozu soll das denn gut sein?“ fragen Sie sich jetzt vielleicht. Aber machen Sie sich bewusst: Worte und Sprache sind mächtig, sie können beflügeln oder verletzen. Wie Ihre Botschaften bei Ihren Mitmenschen ankommen, das können Sie am besten steuern, indem Sie Ihr Sprachbewusstsein schulen. Sonja Volk gibt Ihnen drei Tipps für ein besseres Sprachbewusstsein.

In Ihrem heutigen Beitrag zur wöchentlichen Themenserie „Erfolg beginnt im Kopf“ zeigt Sonja Volk, welche Rolle das Gehirn bei der Erfassung von Botschaften spielt – und wie Sie das durch Sprachbewusstsein nutzen können.

 

Worte sind Reize

Ist Ihnen schon einmal BEWUSST aufgefallen, wie unterschiedlich die Wirkung von Worten sein kann? Haben Sie sich schon mal überlegt woran das liegt?

Worte sind Trigger. Das bedeutet, Worte sind Reize, die von anderen Personen und von uns selbst wahrgenommen werden. Einerseits können Sie mit Worten Liebeserklärungen zaubern und Menschen Zuversicht, Optimismus und gute Gefühle vermitteln, andererseits kann ein falsches Wort zur falschen Zeit einen Streit auslösen, jemanden verletzen oder „falsch ankommen“.

Jemand meint vielleicht etwas im Spaß und dennoch kann es bei uns ein unangenehmes Gefühl auslösen, was sich auf unserer Festplatte, also im Gehirn, einbrennt. Worte und Sprache haben somit Macht! Worte sind wie Pfeile. Sie können viel anrichten, wenn man nicht weiß, wie man damit richtig umgeht oder sie können gut tun, beflügeln, verzaubern oder aufbauen.

Der Sprecher vermittelt die Botschaft

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„Lauf nicht auf die Straße“ – der Satz zeugt von wenig Sprachbewusstsein. (Bild: Dennis Schmitt / pixelio.de)

Es hängt also vom Sprecher ab, was gesendet und vermittelt wird. Erinnern Sie sich nur mal an die gut gemeinten Tipps und Bitten ihrer Eltern wie zum Beispiel „Lauf nicht auf die Straße, nicht dass dir etwas passiert“, „…nicht, dass du dir einen Sonnenbrand holst“ usw. Fällt Ihnen etwas auf? Es handelt sich immer um NICHT-FORMULIERUNGEN.

Unser Gehirn kann aber das Wort „nicht“ nicht übersetzen. Oder probieren Sie mal, auf gar keinen Fall, also nicht!, an einen superschönen weißen Sandstrand und türkises Meer zu denken. Sie merken, das geht nicht!

Sagen Sie nicht „nicht“!

Das liegt daran, dass unser Gehirn, genau genommen die rechte Hirnhälfte, in Bildern denkt und das Wort „nicht“ oder auch das Wort „kein“ kein Bild auslöst. Während Sandstrand, Ferrari oder Weihnachtsbaum klare Bilder hervorrufen. Die rechte Hirnhälfte ist für unsere Gefühle zuständig und die linke für unseren Verstand und unsere Logik. Evolutionär bedingt ist die rechte „Gefühlsgehirnhälfte“ immer stärker als unser Verstand. Deswegen kommt es bei „nicht-Formulierungen“ zu einer Irritation in unserem Gehirn. Links sagt „ja nicht dran denken“, rechts sieht allerdings bereits das Bild.

Formulieren Sie positiv!

Daher sollten Sie sich in Kommunikation mit anderen, aber auch mit sich selbst darüber klar werden, was Sie WIRKLICH ausdrücken wollen. Und das dann in dieser Positivformulierung auch aussprechen, damit unser Unterbewusstsein „das Richtige“ versteht.
Wenn Sie beispielsweise zu ihrem Kind sagen wollen, dass es nicht auf die Straße laufen soll, sollten Sie gehirnfreundlich formulieren „Bleib bitte stehen“ oder „pass auf“ statt in Nicht-Formulierungen für „falsche“ Botschaften zu sorgen. Denn das Gehirn tilgt das Wort „nicht“ und würde aus der anderen Aufforderung NICHT auf die Strasse zu laufen sofort das Bild erzeugen von „auf die Straße laufen“.

Entwickeln Sie also Sprachbewusstsein, um das was Sie sagen wollen, besser ausdrücken zu können. Worte sind Ausdruck der Gedanken- und Gefühlswelt. Somit lassen sich aus Worten und Formulierungen leicht Rückschlüsse ziehen, wie jemand „tickt“.

Drei Tipps für mehr Sprachbewusstsein

  1. Überlegen Sie, was Sie WIRKLICH zum Ausdruck bringen wollen.
  2. Formulieren Sie ohne die Worte „nicht“ und „kein“ in POSITIVEN Formulierungen, was sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollen, worum es ihnen also geht.
  3. Beobachten und reflektieren Sie immer wieder anhand der Reaktion Ihres Gegenübers, aber auch nach Ihrem eigenen Gefühl, wie ihre Wortwahl war.

Sie werden angenehm überrascht sein, wie sich durch Ihr geschultes Sprachbewusstsein Ihre Beziehungen zu anderen Menschen und zu sich selbst verbessern wird.

Ich wünsche Ihnen eine bewusste Woche!

Ihre
Mentalcoach Sonja Volk

Wingwave-Lehrtrainerin Sonja Volk
Sonja Volk ist Wingwave-Coach (Foto: © Sonja Volk)

Über Sonja Volk

Sonja Volk ist Expertin für Emotionspsychologie und auf die Auflösung von mentalen, emotionalenund körperlichen Blockaden spezialisiert. Sie ist zertifizierte wingwave®-Coach & -Lehrtrainerin, Mentalcoach, NLP-Lehrtrainerin, Gesundheitspädagogin für Stressmanagement i.A., zertifizierte Work-Health-Balance Coach, Businesscoach, Leistungssportlerin, Rednerin (GSA) und zudem Inhaberin ihres eigenen Trainings- und Coachingunternehmens „ErVOLKreich“ in Düsseldorf. Sie begleitet, motiviert, und inspiriert Unternehmen und Privatpersonen auf ihrem individuellen Weg zum Erfolg.

Mehr zu ihrer Person finden Sei auf dem AGITANO-Expertenprofil von Sonja Volk.

Katja Heumader

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