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Arbeitsschutz: modisch UND sicher!

Arbeitsschutz ist Chefsache! Wer als Unternehmer in Deutschland dieses Credo ignoriert, für den kann es brenzlig werden. Denn laut Arbeitsschutzgesetz ist jeder Arbeitgeber hierzulande dazu verpflichtet, in seinem Betrieb eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Reduktion festgestellter Risiken vorzunehmen. Doch das nutzt dem Angestellten nichts, wenn er sich – beispielsweise aus modischen Gründen – weigert die im Betrieb erforderlichen Maßnahmen auch umzusetzen. Dabei muss sich Mode und Arbeitsschutz nicht gegenseitig ausschließen.

Gefährdungen begrenzen

Darüber hinaus gilt es für Unternehmer beziehungsweise deren Sicherheitsbeauftragten zu ermitteln, ob diese Gefährdungen begrenzt werden können. Vor allem durch das Tragen von Arbeitskleidung. Sollte das der Fall sein, so hat der Arbeitgeber die Pflicht, diese bereitzustellen, mit anderen Worten, die Kosten für die Anschaffung eben solcher zu übernehmen. Aber Vorsicht: auch Arbeitnehmer stehen in der Verantwortung!

Arbeitsschutz nimmt beide Seiten in die Pflicht

Das ist vor allem dann der Fall, wenn Angestellte mit ihrem Arbeitgeber ausmachen, Sicherheitsschuhe und weitere für die Tätigkeiten erforderlichen Berufsbekleidungen selbst anzuschaffen. Dann nämlich steht der Arbeitnehmer in der Pflicht zu prüfen, ob die von ihm gekauften Ausrüstungen den jeweiligen Sicherheitsanforderungen seines Arbeitsplatzes entsprechen. Die Kosten allerdings trägt weiterhin der Arbeitgeber.

Ernsthaften Konsequenzen zum Trotz – manche pfeifen auf den Arbeitsschutz

Obwohl bei Nichteinhaltung es für beide Seiten teuer werden kann, wird in manchen Betrieben auf den Arbeitsschutz gepfiffen. So sparen manche Arbeitgeber am falschen Ende und statten ihre Mitarbeiter entweder gar nicht oder nur unzureichend mit Sicherheitsausrüstung aus. In diesem Fall drohen ihnen nicht nur kostenintensive, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen. Dem Arbeitnehmer wiederum droht die Kündigung, sollte er mehrmals auf das Tragen seiner Arbeitskleidung verzichten. Im Schadensfall riskiert er sogar den Versicherungsschutz.

Arbeitsschutz und Mode – kein Gegensatz

Und dennoch beobachtet man gerade unter jungen Berufsanfängern, dass sie beispielsweise auf das Tragen von Sicherheitsschuhen verzichten. Gefragt nach den Gründen, antworten viele: „Die sehen einfach nicht gut aus.“ Dabei muss Arbeitsschutz und Mode nicht zwangsläufig ein Gegensatzpaar bilden. Das zeigte auch die A+A in Düsseldorf, die größte Messe für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, im November vergangenen Jahres. Selbst Schutzschuhe der höchsten Schutzkategorie, bestellbar auf für den Arbeitsschutz spezialisierten Internetportalen wie zum Beispiel arbeitsschutz-express.de, sind mittlerweile dank moderner Farben und wegen ihres geringen Gewichts von modischen Freizeitschuhe kaum noch zu unterscheiden.

Christoph Schroeder

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