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Generation Y am Arbeitsplatz: Neue Studie wirft Vorurteile über Board

Welche Einstellungen und Verhaltensweisen prägen die Unternehmer der Generation Y? Im Rahmen einer global angelegten Studie wurden im Sommer diesen Jahres die Meinungen von jungen Startup-Unternehmerinnen und -Unternehmern abgefragt. Die Macher der Studie gelangten zu durchaus interessanten Erkenntnissen. Denn wie die Ergebnisse zeigen, sollte das eine oder andere Vorturteil unbedingt über Board geworfen werden.

Was will die Generation Y?

Die Generation Y ist inzwischen fester Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes. Mit anderen Worten, die heute 18- bis 34-jährigen sind für die deutsche Gesellschaft aktuell Gegenwart und Zukunft zugleich. Folgerichtig beschäftigen sich immer mehr Akteure aus Wirtschaft, Politik und Forschung mit der Frage: Was will die Generation Y? Das wollte auch der Softwareanbieter Sage wissen und hat dazu eine weltweite Studie durchgeführt.* Dabei stellt sich heraus: Die Untersuchung hat durchaus interessanteste Erkenntnisse zutage gefördert, die den einen oder anderen dazu motivieren dürfte, so manches Vorurteil gegen die Generation Y über Board zu werfen.

Vorurteil Nr. 1: Der Generation Y ist Geld egal

Hartknäckig hält sich das Gerücht, das insbesondere für die Generation Y Geld nicht alles im Leben sei. Erstens, sollte für jede Generation gelten, dass man nich alles dem schnöden Mammon unterordnet. Zweitens, ist gerade Unternehmern, die dieser Generation angehören in einem Punkt besonders wichtig. Nämlich dann, wenn sie für eine erbrachte Dienstleistung bezahlt werden möchten. Kaum etwas nervt Startup-Unternehmer mehr, als wenn Kunden zu spät oder gar nicht zahlen (s. Abb. 1).

Infografik ueber die Hauptmotivationskiller Startup-Unternehmer der Genaration Y
Abbildung 1 zeigt: Für Unternehmer der Generation Y sind nicht zahlende Kunden einer der beiden Hauptmotivationskiller. (Bild: © Sage GmbH)

Was jedoch Generation Y-Unternehmern wichtig ist sind Werte. 61 Prozent der weltweit Befragten würden ihren Verdienst opfern, um ihren Werten treu zu bleiben. In Südafrika sind es sogar 78 Prozent und in den Vereinigten Staaten 70 Prozent. In Deutschland sind lediglich 49 Prozent der Befragten der Meinung, dass Werte wichtiger als Geld seien.

Vorurteil Nr. 2: Leben geht vor Arbeit

Das ist eines jener Vorurteile, welche durch die Umfrageergebnisse anscheinend bestätigt werden. Gut 66 Prozent der weltweit Befragten betonen, dass ihnen ihr Leben wichtiger sei als die Arbeit. Den größten Abstand zwischen der Priorisierung „Leben versus Arbeit“ findet man in Spanien (79 Prozent versus 21 Prozent). In Deutschland ist dieses Verhältnis bei 61 Prozent versus 39 Prozent (s. dazu auch Abb. 2 und 3).

Wie viele der Generation koennen es sich vorstellen NIHCT zu arbeiten? Antworten in dieser Infografik
Abbildung 2 zeigt, wie viele Unternehmer der Genaration Y es sich vorstellen können NICHT zur Arbeit zu gehen. (Bild: © Sage GmbH)
Workaholic oder Work-Life-Balance? Fuer viele der Genaration Y ist das die Frage aller Fragen
Abbildung 3 zeigt: Viele der Generation Y wünschen sich Work-Life-Balance. (Bild: © Sage GmbH)

Vorurteil Nr. 3: Lieber armer Chef als reicher Angestellter

Wer sich schon einmal die Höhle der Löwen angesehen hat weiß: Manche Deals kommen nicht zustande, weil ein Gründer einfach sein eigener Herr bleiben möchte. Damit stehen diejenigen, die ihr Business in der TV-Show vorstellen, bei weitem nicht allein da. Mehr als jeder dritte (34 Prozent) der weltweit befragten Startup-Unternehmer, die zur Generation Y zu zählen sind, betonen: Uns leitet der Wunsch, unser Schicksal in die eigene Hand zu nehmen!

Vorurteil Nr. 4: Sozial vor Kapital

Die Studienergebnisse zeigen, dass es vor allem Unternehmern aus Südafrika wichtig scheint, sich sozial zu engagieren. 80 Prozent der dort Befragten gab an, genau das tun zu wollen. In Brasilien sind es gar 81 Prozent. In Deutschland scheint dies nur für 63 Prozent wichtig zu sein.

*Über die Studie:

Die Studie basiert auf 7.400 Online-Befragungen von Unternehmern im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, welche in 16 Ländern im April 2016 durchgeführt wurden. Der gesamte Studien-Report „Walk With Me“ einschließlich weiterer Statistiken ist in englischer Sprache hier erhältlich. Die deutschen Studienergebnisse (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Über Sage:

Sage ist Anbieter für integrierte Buchhaltungs-, Lohnabrechnungs- und Bezahlsysteme. Mehr über das Unternehmen, seine Produkte und Dienstleistungen, erfahren am Thema Interessierte im Internet unter: www.sage.de.

Christoph Schroeder

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