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Kommunikation am Arbeitsplatz – Der richtige Umgang mit dem Faulpelz

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Der Faulpelz legt gerne mal die Füße hoch. (Bild: Ryan McGuire / gratisopgraphy.com)

Kein cholerischer oder stiller Kollege, nicht einmal der Dauerredner, nervt so sehr, wie der Faulpelz im Team. Wegen ihm bleibt Arbeit liegen, wird auf die anderen Kollegen umgewälzt oder ganze Arbeitsprozesse kommen zum Stillstand. Das wirklich Schlimme daran: Der Faulpelz hat meistens auch noch ein astreines Image beim Chef. Unfair, sagen Sie? Damit haben Sie recht. Wir geben Ihnen sechs Tipps, wie Sie mit dem Faulpelz besser umgehen können.

 

Sechs Tipps für den Umgang mit dem Faulpelz im Team

 

1) Versuchen Sie den Faulpelz zu verstehen. Warum genau bleibt die Arbeit liegen? Liegt es vielleicht nicht einmal daran, dass der vermeintliche Faulpelz einfach keine Lust auf Arbeiten hat, sondern vielmehr daran, dass er seine Aufgaben nicht versteht? Braucht er eventuell ein genaues Briefing oder eine To-Do-Liste, weil er sich selbst schwer strukturieren kann? Versuchen Sie herauszufinden, woran genau es liegt und kommen Sie Ihrem Kollegen zur Not entgegen.

2) Machen Sie minutengenaue Terminvorgaben. Erklären Sie dem Faulpelz präzise bis wann Sie die Zuarbeit von ihm benötigen. Halten Sie das schriftlich fest und schicken Sie ihm eine E-Mail. Setzen Sie gerne auch Ihren Chef CC, dann ist er gleichzeitig informiert und der Druck auf den Kollegen wächst.

3) Statt immer nur nörgelnde E-Mails an den Faulpelz zu schicken, sprechen Sie ihn persönlich an. Machen Sie deutlich, dass Sie auf seine Zuarbeit angewiesen sind um Termine einzuhalten. Machen Sie klar, dass Sie im Team arbeiten und er ein wichtiger Teil davon ist. Ein paar persönliche Worte haben schon so manch einen Faulpelz motiviert. Verwenden Sie dabei unbedingt Ich-Botschaften. Damit sprechen Sie mehrere Kommunikationsebenen an.

4) Lernen Sie „Nein“ zu sagen. Oftmals bleibt unerledigte Arbeit liegen, landet auf Ihrem Schreibtisch oder wird ganz dreist vom Faulpelz an Sie delegiert. Sagen Sie „Nein“. Denn Arbeit haben sie wahrscheinlich selbst genug. Sagen Sie auch gegenüber Ihrem Pflichtbewusstsein „Nein“, denn die Aufgaben vom Faulpelz zu übernehmen, gehört nicht in Ihr Arbeitsgebiet. Nur so werden auch Vorgesetzten Mängel im Ablaufprozess und Fehlverhalten bewusst.

5) Ihr Kollege versucht seine Aufgaben auf Sie abzuwälzen? Lehen Sie ab, oder verteilen auch Sie Ihre Aufgaben an den Faulpelz. Delegieren Sie Arbeiten geschickt zurück. Damit signalisieren Sie, dass Liegengebliebenes nicht einfach so auf Sie abgewälzt werden kann.

6) Auch wenn es schwer fällt, versuchen Sie selbst motiviert zu bleiben. Faulheit ist ansteckend. Machen Sie sich diesen Zusammenhang bewusst und übernehmen Sie nicht die schlechten Angewohnheiten Ihres Kollegen. Auf lange Sicht könnte sich das nämlich auch nachteilig auf Sie auswirken. Bleiben Sie bei Ihrer gewohnten Arbeitsweise, denn früher oder später wird der Faulpelz einen schlechte Ruf für sein Verhalten ernten, der sich wiederum positiv auf Ihr Image auswirken wird.

 

Sie wollen mehr über den Umgang mit Ihren Kollegen lesen? Ralf Schmitt schreibt auf AGITANO „Von der Wertschätzung gegenüber den Kollegen.“

Claudia Zesewitz

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