Bauen & Wohnen

3 Tipps zum Badezimmer-Design: So machen Sie Ihr Bad zur Wohlfühloase

Ein helles großes Badezimmer mit vielen Holz und Glaselementen und einer Glastür im Hintergrund.

Einer Umfrage zufolge sind 83 Prozent der Deutschen der Meinung, dass ein Badezimmer zum Entspannen und Wohlfühlen einladen sollte. Doch nur 40 Prozent sprachen sich dabei für ein schickes Design aus. Schließen sich Wohlfühlfaktor und stilvolles Design also aus? Die Antwort lautet: Nein, denn gerade eine durchdachte und elegante Gestaltung Ihres Badezimmers kann dieses zu wahren Wohlfühloase werden. Für das persönliche Wohlbefinden sollte es das auch sein: Immerhin verbringt jeder Deutsche im Schnitt 40 Minuten am Tag im Badezimmer. Mit den folgenden Tipps erschaffen Sie sich mit Ihrem Bad einen Ort, an dem Sie Ihren Tag gerne beginnen – und auch wieder abschließen. Zum Schluss des Beitrags gibt es zudem drei Zusatzhinweise, wie Sie die Raumwirkung in Ihrem Badezimmer auch nachträglich und geringem Aufwand spürbar verbessern können.

Das Ziel: Ein Gefühl von Stimmigkeit

Beim Betreten einer Wohnung wird vielen Menschen sehr schnell klar, ob es ein Konzept dahinter gibt: Man kennt dieses „Gefühl von unaufdringlicher Stimmigkeit“ in der Wohnung. Dieses stellt sich häufig schon ein, noch bevor man sich genauer umgesehen hat. Entdeckt man dann kleine, geschickt eingebrachte Details, bestätigt sich das positive Gefühl umso mehr. Wie der Charme eines Raumes also tatsächlich ausfällt, hängt vom großen Ganzen ab, aber auch von den Feinheiten, die sich darin einfügen. Bei Räumen wie dem Wohnzimmer liegt das auf der Hand. Das Badezimmer hingegen nimmt einen wichtigen Stellenwert ein, der häufig verkannt wird, wenn es um diese Gesamtwahrnehmung geht.

Tipp 1: Achten Sie auf kleine Details im Design Ihres Badezimmers.

Bei der Badezimmer-Planung stehen meist einzelne Entscheidungen wie etwa die Wahl des richtigen Waschbeckens im Vordergrund, oder ob es eine freistehende Badewanne sein soll oder nicht. Wer vor der Aufgabe steht, ein Badezimmer beim grundlegenden Design zu gestalten, bleibt gedanklich häufig bei Wanne und Co. hängen. Neben diesen großen Elementen gehen in der Planungsphase allerdings andere Details leicht unter, mit denen man viel häufiger in Berührung kommt. Ein Beispiel: Im Vergleich werden Wannenarmaturen deutlich seltener benutzt als die Toilettenspülung. An diesem Punkt im Badezimmer bleibt jedoch mehrmals täglich der Blick hängen.

Hier bietet sich eine gute – und vor allem unterschätzte – Gelegenheit, einen stilvollen Design-Akzent zu setzen. Je nach individuellem Design im Badezimmer lässt sich das Gesamtbild beispielsweise mit Betätigungsplatten von Grohe gut abrunden. Dieses Design-Element wird bei Standard-Lösungen womöglich gar nicht bewusst wahrgenommen werden. Wenn Sie solche Feinheiten jedoch beim Badezimmer-Design von Anfang an im Blick behalten, verbessert dies die Raumwahrnehmung enorm. Beschäftigen Sie sich also gerade auch mit den kleinen Dingen, wenn Sie Ihr Badezimmer planen: Schließlich sind es die durchdachten Details, die uns im Alltag ein gutes Gefühl geben.

Tipp 2: Bringen Sie Ihre Persönlichkeit ein und berücksichtigen Sie Ihre Gewohnheiten.

Die Gestaltung von Räumlichkeiten ist auch immer eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Machen Sie sich also zunächst bewusst, was Ihnen in Ihrem Zuhause wichtig ist. Genießen Sie es zum Beispiel, während eines ausgiebigen Schaumbads zu lesen? Dann schaffen Sie sich Möglichkeiten, diesen persönlichen Genuss komfortabel in Ihren Alltag ohne großen Zusatzaufwand zu integrieren. Denn es macht einen erheblichen Unterschied, ob Sie zunächst einen kleinen Tisch aus einem anderen Raum holen müssen, oder ob eine passende Ablage neben der Badewanne schon bereitsteht oder einfach ausgeklappt werden kann.

Sammeln Sie alle Punkte, die Ihnen wichtig sind, bevor Sie mit der konkreten Einrichtung beginnen – dies gilt natürlich für alle Wohnräume, jedoch insbesondere für das Design Ihres Badezimmers. Schließlich sind gerade hier nachträgliche Veränderungen gegebenenfalls deutlich aufwendiger und kostenintensiver. Entscheiden Sie nach Ihrem Geschmack, welches Material für Sie infrage kommt, ob Sie sich nun mehr in Holz, Metall oder Glas am meisten wiederfinden. Haben Sie bestimmte Morgen- oder Abendrituale, dann berücksichtigen Sie auch diese beim Design und bei der individuellen Möblierung. Zusatztipp: Eine geschmackvolle und ebenfalls häufig unterschätzte Möglichkeit, Ihrem Badezimmer einen individuellen Anstrich zu geben, ist das Aufhängen von Bildern. Häufig bleiben diese jedoch den anderen Zimmern in der Wohnung vorbehalten.

Tipp 3: Bringen Sie Praktisches mit stilvoller Umsetzung zusammen.

Das richtige Licht im Badezimmer ist ein leidiges Thema. In Bestandswohnungen in gefragter Lage gibt es häufig kein Echtlicht – und wenn doch, ist auch die Wohlfühlatmosphäre in Tageslichtbädern vom wohlwollenden Schein der Sonne abhängig. Umso wichtiger ist der Einsatz von künstlichem Licht im Badezimmer. Diese Notwendigkeit lässt sich jedoch auch als Chance verstehen. Für den richtigen Wohlfühlfaktor erweisen sich optional dimmbare Leuchtmittel und die geschickte Installation von Lichtquellen als besonders gute Stellschrauben. Der Vorteil von stufenloser Dimmung: Je nach Lichtbedarf können Sie die Helligkeit individuell regulieren und genau Ihren aktuellen Bedürfnissen anpassen. Betrachten Sie Lampen nicht nur als funktionale Lichtquelle, sondern berücksichtigten Sie diese zugleich als dekoratives Element im Badezimmer: Richtig in Szene gesetzt können geschmackvolle Lampen ein positiver Blickfang sein.

Wie Sie auch im Nachgang den Wohlfühlfaktor in Ihrem Badezimmer verbessern

Nicht immer bietet sich nicht genügend Spielraum, um die oben genannten Design-Tipps umzusetzen. Deshalb folgen nun noch drei kurze Zusatztipps, wie Sie die Wohlfühlatmosphäre in Ihrem Badezimmer nachträglich verbessern können:

  • Geschlossene Stauräume lassen Räume optisch automatisch größer wirken und bieten zudem die Möglichkeit, optisch wenig ansprechende Gegenstände geschickt zu verstauen.
  • Die Anbringung von (zusätzlichen) Spiegeln kann das Zimmer weitläufiger wirken lassen. Wichtig ist die richtige Platzierung der Spiegel: Erstens mittig und abgestimmt auf weitere Elemente an der Wand; zweitens sollte der Spiegel möglichst viel Licht auffangen. Idealerweise spiegelt er eine helle Fläche des Raumes.
  • Mit einem kunstvoll gearbeiteten Rahmen für die Spiegel können Sie das Design Ihres Badezimmers großzügiger wirken lassen und zugleich einen stilvollen Akzent setzen.

Generell gilt: Achten Sie auch bei funktionalen Fragen darauf, welche gestalterischen Möglichkeiten Ihnen offenstehen. Lösungen müssen nicht immer entweder pragmatisch oder ansprechend sein – werden Sie kreativ!

Beate Greisel

Ein Kommentar zu “3 Tipps zum Badezimmer-Design: So machen Sie Ihr Bad zur Wohlfühloase

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