Vertrieb & Verkauf

5 Fragen – 5 Antworten rund um Amazon FBA

Person hält vier unterschiedlich große Päckchen im Arm und betätigt eine Türklingel

Ein eigenes Unternehmen aufzubauen ist der Traum von vielen – und immer mehr haben auch die Möglichkeit dazu. Denn in der Tat wird das Gründen immer günstiger und schneller: So dauerte die Unternehmensgründung 2004 noch ganze 49 Tage, 2018 bereits nur noch rund 20 Tage. Zudem sanken die Kosten in demselben Zeitraum um 74 Prozent. Diese Entwicklung hängt auch mit den zahlreichen Möglichkeiten zusammen, wie eine Unternehmensgründung abgewickelt werden kann und welche Abwicklungsoptionen für alle zahlreiche Prozesse zur Verfügung stehen. Möchte man beispielsweise in den Bereich E-Commerce einsteigen, können Services wie etwa Amazon FBA den Einstieg erleichtern und einige Prozesse vereinfachen.

Was ist Amazon FBA?

Bei diesem Begriff steht „FBA“ für „Fulfillment by Amazon“. Diese Option steht Händler*innen zur Verfügung, die Amazon als Vertriebskanal nutzen. Bei Amazon FBA übernimmt der Konzern sozusagen zahlreiche Aspekte, die zwangsläufig anfallen, wie etwa

  • Lagerung
  • Versand
  • Retourenmanagement
  • Customer Service.

Gerade im Rahmen von Neugründungen von Unternehmen ist diese Option sehr attraktiv, da ressourcenintensive Aktivitäten von Amazon übernommen werden.

Für wen eignet sich Amazon FBA?

Letztendlich steht diese Option jeder Person offen, die eine Produktidee hat und dieses Produkt über Amazon anbieten möchte, unabhängig davon, ob sie bereits unternehmerisch tätig ist oder nicht. Die Idee an sich muss noch nicht einmal vollständig ausdifferenziert sein, um die ersten Schritte zu planen. Für einen Startpunkt ist es jedoch zumindest hilfreich, die angestrebte Produktnische vor Augen zu haben, um sich daran orientieren zu können.

Sobald eine grobe Richtung feststeht, besteht der nächste Schritt in einer Produktrecherche. Welche Produkte gibt es bereits? Welcher Bedarf besteht? Welches Problem kann ich mit dem Produkt lösen? Anhand solcher grundlegenden Fragen können angehende Händler*innen damit beginnen, gezielt geeignete Amazon FBA Produkte zu recherchieren. Dabei ist es sinnvoll, bereits mehrere Optionen für ein mögliches Portfolio im Kopf zu haben. Entscheidend ist allerdings der Startpunkt mit einigen wenigen Produkten, von dem ausgehend das Sortiment nach und nach aufgebaut werden kann. Der nächste Schritt ist dann, die potenzielle Marge zu kalkulieren und – wenn sich das Produkt lohnt – einen passenden Hersteller zu finden.

Wie lässt sich ein Business via Amazon FBA strukturiert aufbauen?

Es ist wie bei jeder Unternehmensgründung und Projekten ganz allgemein: Strategie ist das A und O. Denn nur so lässt sich die Reihenfolge der Schritte identifizieren, die Gründer*innen jeweils konzentriert angehen sollten. Dazu eine weitere Zahl: Etwa zehn Prozent der Unternehmen verschwinden vom Markt – pro Jahr. Einer der maßgeblichen Gründe für diese Entwicklung findet sich häufig in einer fehlenden soliden Strategieplanung.

Zunächst gilt es also – passend zur jeweiligen Geschäftsidee – sich einen umfassenden Überblick über alle notwendigen Schritte zu verschaffen. Ebenfalls naheliegend, jedoch häufig übersehen: Nutzen Sie die Ressourcen, die bereits verfügbar sind! Gerade bei Modellen wie Amazon FBA ist es ratsam, sich nach Anbietern umzusehen, die bereits erfolgreich in diesem Umfeld tätig sind. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, und eine Amazon FBA Anleitung erweist sich gerade beim Start als ausgesprochen hilfreich.

Was spricht für den Online-Handel via Amazon?

Ein großes Pro-Argument für Amazon ist, dass es bereits fest am Markt etabliert hat. Auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist es letztendlich ein Marktteilnehmer, der für viele nicht mehr wegzudenken ist. Die Bestellzahlen im Online-Handel erreichten in den vergangenen Wochen vorweihnachtliche Dimensionen – wovon natürlich auch die Händler*innen profitierten. Zudem ist es ein bewährtes System, das funktioniert – sofern man diese Option mit Plan angeht.

Worauf sollten Händler*innen achten?

Rechtliche „Stolperfallen“ können sich je nach Produktnische und Unternehmensausrichtung stark unterscheiden. Letztendlich gilt auch hier ein simples Grundgebot: Insbesondere Neugründer*innen sollten sich genauestens mit den Vorgaben auseinandersetzen – von allen Seiten, allgemein rechtlich wie auch von Amazon vorgegeben – um alle Themen sauber abzubilden und rechtliche Graubereiche von Vornherein zu vermeiden.

Ein Thema, das sich nicht umgehen lässt, ist der Widerruf. Ein gewisses Restrisiko für den Handel bleibt bei Widerruf, Retouren, Haftung et cetera letztendlich immer bestehen. Deshalb besteht eine Empfehlung von Trusted Shops beispielsweise darin, in puncto Widerrufsrecht besondere Sorgfalt walten zu lassen.

Beate Greisel

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