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5 Tipps für eine smarte Lageroptimierung

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Um wirklich Erfolge zu verbuchen, sind effiziente Arbeitsprozesse das A und O für jede Abteilung eines Unternehmens. So weit, so klar. Doch gerade in Materiallagern fehlt es nicht selten am Nötigsten: Struktur und Ordnung. Das verlangsamt nicht nur den Suchvorgang nach Waren. Auf längere Sicht können so weitreichende Konsequenzen für die ganze Wertschöpfungskette entstehen und Kunden vergrault werden. Damit das nicht eintritt, helfen schon einfache Änderungen, wie Ihnen unsere 5 Tipps für eine smarte Lageroptimierung aufzeigen.

Tipp #1: Platzieren Sie Ihre Waren effizient

Damit Sie die Arbeitsabläufe innerhalb des Lagers optimieren, hilft schon die richtige Anordnung der Waren. Diese gilt es an die aktuellen Prozesse anzupassen. Denn selbst wenn Sie schon über eine ausgeklügelte Ordnungsstruktur verfügen, ist diese nicht für alle Zeit gültig. Die Bedürfnisse der Kunden oder das Sortiment können sich im Laufe der Zeit ändern. Platzieren Sie daher oft benötigte Bauteile oder Waren möglichst schnell zugreifbar am Anfang eines Lagerganges. Seltene Sondergrößen oder -modelle sollten dagegen in anderen Lagerbereichen untergebracht werden, um die Arbeitsprozesse zu beschleunigen. In diesem Zusammenhang ist auch die Kennzeichnung der Waren wichtig. Denn die beste Anordnung nützt wenig, wenn die Ware in der Praxis nicht gefunden werden können. Hier können sich Magnettaschen als eine effektive Lösung erweisen. Deren Hüllen lassen sich einfach an Regalen oder Gitterboxen anbringen, bieten Platz für Zettel oder Dokumente und überstehen Transporte.

Tipp #2: Lassen Sie sich kleine Mengen zuliefern

De facto ist das Lager in vielen Unternehmen ein großer Kostenfaktor. Denn ähnlich zu den Immobilienpreisen steigen auch die Mieten für Lager- und Logistikflächen seit Jahren. Deren Flächenumsatz in Deutschland belief sich 2017 auf rund 6,5 Millionen Quadratmeter, welche verkauft, vermietet oder verleast wurden. Um die eigene Lagerfläche möglichst effizient zu nutzen, sollten Sie sich einmal deren Größe vor Augen führen. Ist das Lager zu groß, zahlen Sie höhere Raumkosten als notwendig und binden dazu zu viel Kapital. Darüber hinaus ist die Dauer der Lagerung wichtig. Das heißt, je kürzer Waren oder Bauteile bei Ihnen gelagert werden, desto geringer sind Ihre Lagerkosten. Eine Lageroptimierung könnte so darin bestehen, diesen Zeitraum zwischen An- und Auslieferung gering zu halten. Vereinbaren Sie hierfür mit Ihren Zulieferern, die Waren häufiger in kleineren Mengen zuzustellen.

Tipp #3: Sorgen Sie für Lageroptimierung mit moderner IT

Sollten Sie über ein größeres Lager verfügen, können innovative Techniken einen beträchtlichen Unterschied bei der Verwaltungseffizienz machen. Denn digitale Systeme ermöglichen es, die Lagerbestände übersichtlich, zeitnah und korrekt zu erfassen. Das erleichtert es Ihnen, Aufträge anzunehmen, die Suchzeiten erheblich zu verkürzen und etwaige Fehlbestände einzukalkulieren. Das kann auch bei der Inventur von Vorteil sein. Dank der digital abrufbaren Kennzahlen erhalten Sie diese zu jedem gewünschten Zeitpunkt, ohne dass dafür die laufenden Lagerprozesse unterbrochen werden müssen.

Tipp #4: Prüfen Sie Outsourcing-Optionen

Daneben ist Outsourcing eine lohnenswerte Überlegung in Sachen Lageroptimierung. Gerade wenn Ihr Absatz saisonale Schwankungen zeigt. Denn dann steht der personelle Aufwand häufig nicht im Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen eines eigenen Lagers. Deutschlandweit bieten dazu eine ganze Reihe von Logistik-Dienstleistern ihre spezialisierten Lösungen an, womit Sie beispielsweise auf moderne Hochregal-Lösungen mit smarter Technologie zurückgreifen können. Ein Outsourcing des Lagers bietet sich auch speziell für junge Unternehmen an. Das gewährt Ihnen die Freiheit, sich verstärkt auf die Kernkompetenzen zu fokussieren, wie die Entwicklung und die Vermarktung von Waren.

Tipp #5: Checken Sie Ihre Technik- und Personalkosten

Ein grundsätzlicher Tipp, der sich nicht nur auf die Lageroptimierung beschränkt: Prüfen Sie, ob sich Ihre Investitionen auch sinnvoll verteilen. Denn in der Regel verursacht bereits ein durchschnittliches Euro-Paletten-Lager etwa 20 Prozent an Regalkosten. Daneben fallen rund 40 Prozent der Kosten auf Personal- und Gebäudeausgaben zurück, die Sie einkalkulieren sollten. Angesichts dessen ist es ratsam, sich in regelmäßigen Abständen ein Bild über die Kostenverteilung im Unternehmen zu machen. Sollten Ihnen bei der Durchsicht markante Abweichungen auffallen, können Sie die einzelnen Posten und Abteilungen so effizienter auf Einsparungspotenzial prüfen.

Karin Kreuzer

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