Bildung

Anteil der Privatschulen in Deutschland deutlich unter OECD-Durchschnitt

Der Anteil der Schüler und Studierenden, die eine private Bildungseinrichtung besuchen lag im Jahr 2011 weit unter dem OECD-Durchschnitt. Dabei gibt es je nach Region und Bildungsbereich teils deutliche Unterschiede. Diese Ergebnisse enthält die vom Statistischen Bundesamt und von den Statistischen Ämtern der Länder veröffentlichte Studie „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“.

Mehr als jeder 5. Hamburger Student lernt an einer Privathochschule

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte unter den Bundesländern Hamburg mit 22 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil Studierender an privaten Hochschulen. Es folgten das Saarland, Berlin und Hessen (jeweils neun Prozent). Dagegen betrugen die Anteile in Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ein Prozent und weniger.

Auch im Primarbereich war der Anteil der Schüler/-innen an privaten Schulen mit vier Prozent in Deutschland deutlich niedriger als im OECD-Durchschnitt (11 Prozent). Dasselbe gilt für den Sekundarbereich I (Deutschland: neun Prozent; OECD: 14 Prozent) und für den Sekundarbereich II (Deutschland: acht Prozent; OECD: 19 Prozent).

Innerhalb Deutschlands deutliche regionale Unterschiede

Die Spanne zwischen den Bundesländern bei den Anteilen an Privatschüler/-innen reichte im Primarbereich von zwei Prozent in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis zu 13 Prozent in Hamburg, das damit sogar den OECD-Durchschnitt übertraf.

Im Sekundarbereich I wurden in Schleswig-Holstein vier Prozent und in Thüringen sechs Prozent der Schüler/-innen in Privatschulen unterrichtet. Die entsprechenden Anteile betrugen im Saarland und in Baden-Württemberg jeweils zehn Prozent und in Bayern 14 Prozent.

Lediglich zwei Prozent der Schüler/-innen im Sekundarbereich II in Schleswig-Holstein und vier Prozent in Mecklenburg-Vorpommern besuchten eine private Schule. In Nordrhein-Westfalen (zehn Prozent) sowie in Baden-Württemberg und Sachsen (jeweils neun Prozent) waren es dagegen deutlich mehr.


Lesen Sie auf Seite 2: Deutschland im Tertiäbereich B und Elementarbereich sogar über dem OECD-Schnitt.

Christoph Schroeder

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