Studien

Cybercrime boomt und schadet KMU

Cybercrime hat sich für die hiesige Wirtschaft zu einem ernsthaften Problem entwickelt. Allein zwischen 2013 und 2014 fielen vier von zehn Unternehmen in Deutschland einer Form von Copmuterkriminalität zum Opfer , so die Studie „e-Crime 2015“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaf Klynveld, Peat, Marwick und Goerdeler (KPMG). Die durchschnittliche Gesamtschadenssumme belief sich dabei auf rund 370.000 Euro. Im Folgenden zeigen wir auf, wie und mit welchen Arten von gestohlenen Daten im Internet besonders gerne gehandelt wird und wie man sich als auch als kleines beziehungsweise mittleres Unternehmen (KMU) gegen Cybercrime schützen kann.

Infografik: Durchschnittliche Schadenshöhe für Unternehmen pro Cybercrime-Fall

Cybercrime und die Kosten für Unternehmen in Deutschland
Die oben eingefügte Infografik zeigt, wie teuer deutschen Unternehmen Cybercrime zu stehen kommt. (Quelle: statista.com / CC BY-NC-ND 3.0)

Das Bemerkenswerte an der Inofgrafik: Der von vielen befürchtete Datendiebstahl verursacht zwar hohe Kosten (im Schnitt 348.000 Euro), doch bei weitem nicht die höchsten. Dieser liegt sogar unter der eingangs erwähnten Gesamtschadenssumme von 370.000 Euro. Weitaus teurer sind für Unternehmen die Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen (609.000 Euro). Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch derartige Vorfälle verursacht wird, beläuft sich, Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge auf 51 Milliarden Euro – pro Jahr! Siehe passend dazu unseren Bereicht auf AGITANO Spionage: Nicht nur im Film, sondern auch im Mittelstand!

Gerade KMU sind interessant

Einen Einblick, wie und mit welchen Arten von gestohlenen Daten im Internet gehandelt wird, bietet der Intel Security-Bericht „The Hidden Data Economy“. Darunter zählen unter anderem:

  • Zahlungskarten-Daten, inklusive Benutzername und jeweiliges Passwort für das Online-Banking.
  • Konten für Onlinebezahldienste,
  • Online Premium Content-Dienste, zum Beispiel zu Online-Video-Streaming-Diensten,
  • Bonusprogramme und Community-Konten, zum Beispiel zu Hotelbonusprogrammen …

Vor allem KMU sind für die Cybercrimebranche eine Goldgrube. Sie sind oft leichter zu attackieren, bieten aber dafür umso interessantere Daten, weil sie in ihren jeweiligen Branchen die besonders innovativen Mitstreiter sind. Daher im folgenden vier Tipps & Tricks wie sie sich vor Cybercrime schützen.

Tipp 1: Für jedes Gerät eine Firewall

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Neben dem Firmencomputer müssen auch andere Geräte vor Cybercrime-Aktivitäten geschützt werden. (Bild: Viktor Hanáček / picjumbo.com / Using iPhone6 and MacBook Pro on a Business Meeting)

Immer mehr Geräte sind mit dem Internet beziehungsweise dem internen Unternehmensnetzwerk verbunden. Auch Tablets und Smartphones müssen mit einer Firewall und einem Virenschutzprogramm ausgestattet sein. So wird sichergestellt, dass Viren und Schadsoftware keine Chance haben.

Tipp 2: Regelmäßige Updates

Cyberkriminelle zeichnen sich durch eines aus: Ausdauer. Unermüdlich arbeiten an neuen Schadprogrammen. Nur dank regelmäßiger Updates können Unternehmen sicher stellen, dass sie gegen die neuesten Computerviren geschützt sind.

Tipp 3: Möglichst nur einem Hersteller vertrauen

Konkurrenz belebt das Geschäft. Das hilft, wenn es darum geht, die Schutzsoftware mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Ist sie gefunden, sollte möglichst auf keinen weiteren Dienstleister gesetzt werden. Unterschiedliche Virenschutzprogramme bekämpfen sich oft nur gegenseitig und können damit ein System zum Absturz bringen.

Tipp 4: Externe Festplatten für die Datensicherung

Manchmal gewinnt der Cybercrime doch und verursacht Systembeschädigungen, die zwischen 2013 und 2014 immerhin Schäden in Höhe von fast einer Viertelmillion verursacht haben (siehe Infografik, oben). Für diesen Fall ist es gut, wenn man zumindest die wichtigsten Daten in der Hinterhand hat. Speichern Sie diese in regelmäßigen Abständen auf externen Festplatten ab.

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