Gründer/innen

Der Start in die Selbstständigkeit – aber sicher!

Junge Menschen arbeiten konzentriert an Laptops in Start-up-Atmosphäre

Unvermindert viele Start-ups zeugen vom Traum zahlreicher Ausbildungs- und Studienabsolvent:innenen, ihr eigener Chef zu sein und alleine oder mit einigen Kolleg:innen die Gründung der eigenen Firma zu wagen. Dabei gibt es eine scheinbar unendliche Anzahl von Dingen zu beachten, die es den jungen Existenzgründer:innen nicht gerade einfach machen, wirklich an alles zu denken und nichts zu vergessen. Die Beschaffung eines finanzierten Budgets, Behördenwege, rechtliche Vorschriften und die Erstellung eines Business-Plans halten sie 24 Stunden am Tag in Atem. Da bleibt kaum Zeit zum Nachdenken darüber, welche Dinge formal nicht verlangt werden, und eigentlich unverzichtbar sind. Dazu gehört neben der genauen Ausrichtung auch die Backup-Strategie für wichtige Daten.

Unterschätzt: Das Backup gehört zu den Basics der Selbständigkeit

Nahezu für jeden Berufszweig gehört auch die Anschaffung der passenden Hardware und Software zu den ersten wichtigen Handlungen beim Firmenstart. Nach der Installation der Software können Sie endlich loslegen, Sie stürzen sich in das Marketing Ihrer Produkte und nehmen erste Kontakte mit möglichen Kund:innen auf, zum Beispiel per E-Mail. Schnell werden aus Dutzenden von E-Mails in wenigen Tagen Hunderte und Tausende, die ersten positiven Reaktionen von möglichen Kund:innen lassen Sie optimistisch in die Zukunft schauen. Bis womöglich Ihr Mail-Client oder Ihr Betriebssystem abstürzt. Dem ersten Schreck folgt die ernüchternde Realität, wenn auf Sie dasselbe zutrifft wie auf viele andere: Sie hatten noch kein Backup erstellt.

Hoffentlich kommt es erst gar nicht dazu. Idealerweise haben Sie sich bereits im Vorfeld mit IT-Sicherheitsmaßnahmen im Unternehmen befasst und eine sichere Backup-Strategie erstellt und umgesetzt, die Sie beruhigt schlafen lässt. Davon abgedeckt werden alle relevanten Informationen, wie zum Beispiel

  • Arbeits- und Buchhaltungs-Dateien
  • Programme und Installationseinstellungen
  • oder auch Dienstprogramme wie der Mail-Client.

Gerade Komplett-Programm-Pakete wie MS Office 365 verleiten zur fälschlichen Annahme, dass eine Datensicherung automatisch im Hintergrund läuft. Doch das ist nicht der Fall, denn das Backup ist Sache der User:innen. Wer dies automatisieren und auch hier keine Risiken eingehen möchte, kann dabei auf spezialisierte Anbieter zurückgreifen. Diese bieten teils umfassende Rundum-Sorglos-Pakete an, etwa in Form eines zugeschnittenen Office 365 E-Mail-Backups im Abodienst inklusive Support. Erfahrungsgemäß empfiehlt es sich, eine solche Sicherungsstrategie nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn gerade in den ersten Wochen und Monaten kann ein Verlust der geschäftlichen E-Mails für Firmengründer:innen existenzbedrohend sein. Je nach Ausrichtung, Prozessen und Unternehmensstruktur kann dieser Verlust sogar ein schlagartiges Aus bedeuten oder einen kompletten Neustart erfordern.

Noch ein Schritt zurück: Start-Ideen für das Start-up

„Als was soll ich mich selbstständig machen?“, oder „Welche Branche hat Zukunft?“ Diese Fragen stellt sich jede:r junge Gründer:in am Anfang der eigenen Tätigkeit. Hier scheint es unmöglich, eine oder mehrere Patentrezepte zu finden. Was heute „in“ ist, kann in einer von schnellen Wechseln geprägten Welt morgen bereits „out“ sein. Daher empfiehlt sich: Machen Sie sich genau mit der Tätigkeit selbstständig, für die Sie privat am meisten brennen und für die Sie bereits Leidenschaft und Geschicklichkeit mitbringen. Denn nur für diese werden Sie bereit sein, die Arbeitslast zu stemmen, wenn es hart auf hart kommt. Insbesondere in der schwierigen Anfangsphase ist es keine Seltenheit, auch einmal deutlich über zwölf Stunden am Tag zu arbeiten und Wochenenden im Büro zu verbringen, während Freund:innen andernorts ihrer Freizeit frönen.

Gerade das erste Jahr ist voll von Entbehrungen. Statt schneller Gewinne wächst der Druck durch die Kosten, Kredite und unerwarteten Schwierigkeiten, die Sie zu meistern haben. Doch keine Sorge: Durch diese Phase gingen absolut alle Firmengründer:innen, auch so erfolgreiche wie Steve Jobs oder der Tesla-Inhaber Elon Musk, der für sein Motto „Keine Pausen, kein Urlaub, kein Essen – nur Arbeit“ bekannt wurde. So extrem müssen Sie es natürlich nicht halten. Erfahrungsgemäß ist der Traum von der Selbstständigkeit dennoch recht weit von einer 40-Stunden-Woche entfernt.

Fazit: Selbständigkeit mit Strategie angehen

Deshalb ist es umso wichtiger, in einem Bereich aktiv zu werden, für den eine gewisse Begeisterung bereits vorhanden ist. Das erleichtert auch die längere Arbeitszeit an sich. Kreative Berufe, etwa in der bildenden Kunst, Schriftstellerei oder Fotografie, bieten sich dafür an. Auch in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Eventbereich gibt es viele interessante Berufsfelder, die für Abwechslung sorgen und nicht nur Schreibtischarbeit verlangen. Ein weiteres Beispiel: Die Fashion-Industrie bietet immer wieder viele interessante Tätigkeitsfelder für junge Kreative mit künstlerischen Fähigkeiten. Wichtig dabei bleibt jedoch natürlich dennoch,

Für alle Herausforderungen findet sich ein Weg. Wichtig ist, sich die Zeit zu nehmen, bereits im Vorfeld alle potenziellen Risiken abzustecken und Lösungsstrategien zu entwerfen. Tipp: Um das Arbeitsaufkommen zu reduzieren – und auch beim Thema E-Mails besser durchzukommen – erhalten Sie einige wertvolle Hinweise im AGITANO-Beitrag „Wie Sie der E-Mail-Flut trotzen – Interview mit Thomas Kiefer“.

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