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DGFP-Studie: unkomplizierter Wiedereinstieg nach Elternzeit

Studie der DGFP zur Elternzeit
[Bild: DGFP]

Den Wiedereinstieg nach der Elternzeit so angenehm wie möglich zu gestalten –  laut einer aktuellen Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. scheint das das erklärte Ziel vieler Unternehmen zu sein. So bieten alle befragten Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit gesammelt haben, gezielte Maßnahmen an, um diesen reibungsloser zu gestalten.

Laut DGFP greifen immerhin 99 Prozent der befragten Unternehmen auf flexible Arbeitszeitmodelle zurück, um den betroffenen Mitarbeitern die Rückkehr in das Unternehmen nach der Elternzeit zu erleichtern. Zwar verfügt nur rund die Hälfte der befragten Unternehmen über einen standardisierten Prozess für den Zeitraum der Elternzeit und die Maßnahmen für die Rückkehr, dennoch werden in über 70 Prozent der Fälle die beruflichen Perspektiven vor und während der Elternzeit besprochen. Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorganisation, sowie eine gezielte Unterstützung bei der Kinderbetreuung sind die Top drei der Maßnahmen, die aus Unternehmenssicht zu einem erfolgreichen Wiedereinstieg führen.

Positiver Trend für Wiedereinstiegs-Maßnahmen

Insgesamt lässt sich ein positiver Trend verzeichnen: Die Anzahl der Unternehmen, die gezielte Maßnahmen für den Wiedereinstieg nutzen, hat sich durchschnittlich um 10 bis 15 Prozent erhöht. Dabei stellen gesetzliche Vorschriften nur für knapp ein Drittel der Unternehmen die Hauptmotivation dar. Für 96 Prozent steht dabei die Mitarbeiterbindung im Vordergrund, gefolgt von 76 Prozent, die sich durch die Maßnahmen eine schnellere Einarbeitung ihrer Rückkehrer erhoffen.

Sowohl positive Effekte, als auch Probleme nach Elternzeit

Der Einsatz scheint sich für die Unternehmen dabei durchaus zu lohnen. So stellen rund Dreiviertel der Befragten eine erhöhte Loyalität und eine erhöhte Flexibilität der Arbeitnehmer fest. Doch trotz der größtenteils sehr positiven Resonanz und dem vermehrten Angebot an Möglichkeiten, stellen die Unternehmen auch Probleme nach dem Wiedereinstieg aus der Elternzeit fest. Das wohl größte Manko besteht in der reduzierten zeitlichen Flexibilität ihrer Arbeitsnehmer (66 Prozent). Auch das Finden einer geeigneten Stelle innerhalb der Firma stellt 60 Prozent der Unternehmen vor eine Herausforderung, gefolgt von dem Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung der Rückkehrenden (54 Prozent).

Dank Elterngeld mehr Männer in Elternzeit

Auch die Einführung des Elterngeldes scheint einen Einfluss auf die Elternzeit auszuüben. So ist der Anteil der Frauen, die nach der Elternzeit in das Unternehmen zurückkehren, seit der Einführung des Elterngeldes in jedem vierten Unternehmen gestiegen. In Dreiviertel der Unternehmen ist der Anteil an Männern, die in Elternzeit gehen, sogar deutlich angestiegen.

Weiterführende Informationen

Die Befragung hat die DGFP in Kooperation mit dem Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. 129 Personalmanager haben sich an der Befragung beteiligt. Der ausführliche Ergebnisbericht wird Ende Mai 2013 im DGFP-Portal veröffentlicht. Die Präsentation der Studienergebnisse ist unter folgendem Link verfügbar.

(sb/ mit Informationen der DGFP)

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Christoph Schroeder

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