Deutschland

Forscher sehen deutsche Wirtschaft im Aufwärtstrend

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2013 mit einem Plus von 0,4 Prozent zwar kaum gewachsen, dennoch blicken Konjunkturexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. optmistisch in die nahe Zukunft. Hoffnungen macht ihnen, neben der Erholung der US-amerikanischen Wirtschaft, vor allem die zu erwartende Entwicklung des privaten Konsums in Deutschland. Voraussetzung allerdings sind steigende Löhne und Beschäftigungsaufbau.

USA beleben deutsches Exportgeschäft

„Die Krise im Euroraum hat vor allem zum Jahresauftakt die exportabhängige Industrie belastet“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Seit dem Frühjahr 2013 wurde das Bruttoinlandsprodukt aber bereits wieder moderat ausgeweitet. Diese Erwartung einer moderaten Aufwärtsbewegung wurde durch weitere wichtige Indikatoren, wie etwa die Industrieproduktion untermauert.

Die Weltkonjunktur zieht nach und nach an, vor allem aus den Industrieländern, wie etwa den USA, erwarten die Konjunkturexperten spürbare Impulse. Das belebt nicht nur die Exporte, die im vergangenen Jahr kaum zugelegt haben, sondern stimuliert nach und nach auch die Investitionen. Diese waren im Zuge der sich verschlechternden Absatzaussichten für den Euroraum, zum Teil aber auch für wichtige Schwellenländer, im vergangenen Jahr deutlich zurückgefahren worden. „Die Investitionszurückhaltung wird sich aber im Laufe dieses Jahres lösen“, so DIW-Konjunkturexperte Simon Junker.

Privater Konsum als wesentlicher Wachstumstreiber

Vor allem der private Konsum hat, Angaben der DIW-Konjunkturexperten zufolge, im Jahr 2013 maßgeblich zum Wachstum beigetragen. Dabei hatte die konjunkturelle Flaute nicht nur die Gewinneinkommen merklich gedämpft, auch die Lohneinkommen fielen in der Summe nicht mehr so kräftig aus wie in den vorangegangenen Jahren. In diesem Jahr dürften die privaten Haushalte dagegen von der konjunkturellen Erholung profitieren: ein spürbarer Anstieg der Löhne sowie  Aufbau von Beschäftigung vorausgesetzt. Damit wird der private Verbrauch in diesem Jahr wohl etwas deutlicher zulegen als im vergangenen.


(cs / DIW)

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