Einsichten & Ansichten

Margit Hertlein: Humor in der Wirtschaft (19): Prinz Peinlich

Einer, der es wissen muss, ist Richard Wiseman von der Universität Hertfordshire. Der Brite hat 40.000 Witze analysiert, die ihm zwei Millionen Menschen aus über 40 Länder zugeschickt haben. Eines der Ergebnisse: „Männer mögen aggressiven Humor, der sie selbst gut aussehen lässt und andere herabsetzt. Frauen hingegen lachen lieber über Wortwitze und Sprachspiele.“ Das ist nicht gottgegeben, sondern gesellschaftlich bedingt. Dass Frauen eher den leisen, indirekten, feinsinnigen Humor schätzen, hängt mit der gesellschaftlichen Ordnung der vergangenen Jahrhunderte zusammen. Offensiver Humor in der Öffentlichkeit galt bis in die 1980er-Jahre als gar nicht damenhaft. Nur tut man sich im 21. Jahrhundert eben bedeutend leichter, sein weibliches Leben gesellschaftlich akzeptiert abseits des Status einer Dame zu verbringen.

Lieber Vorsicht als Gewagtes

Die jahrhundertealten Unterschiede zwischen dem Humor der Geschlechter sind wegen einem halben Jahrhundert Emanzipation längst nicht eingeebnet. So lachen Männer gerne von oben nach unten. Das bedeutet, sie lachen gerne über eine Gruppe oder über einen Menschen. Weiblicher Humor ist dagegen versöhnlicher und dient eher der Unterhaltung. Einer der wesentlichsten Unterschiede im Humorverständnis zwischen Männer und Frauen ist die Sexualität. Frauen können Zoten nicht ab, bei Herrenrunden sind sie nach wie vor gemeinsschaftsstiftend.


Lesen Sie auf Seite 4: Unterschiede zwischen den Geschlechtern wird es in punkto Humor immer geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.