Interviews

Mit Mini-Zeitbudget Monitoring erfolgreich einsetzen – Interview mit Birgit Schultz

Ob Ihre Postings den gewünschten Effekt bewirken, wird erst mithilfe von Statistiken klar. Daher ist regelmäßiges Zahlen-Tracking das A und O bei zielgerichtetem Social Media Marketing. Doch welche Zahlen haben welche Aussagen? Und wie kann man den Zeitaufwand beim Monitoring gering halten? Erfahren Sie Antworten darauf beim Social Media Sommer-Camp 2019: Social Media-Marketing Expertin Birgit Schultz verrät, wie Sie mit möglichst wenig Zeitaufwand Monitoring betreiben und wie Sie Zahlen zu Ihren Freunden machen.

Anmerkung der Redaktion: Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket und informieren Sie sich unter Social Media Sommer-Camp 2019!

Hoffnungsmarketing adé mit Monitoring

Schönen guten Tag Frau Schultz, Sie sind Online-Marketing-Expertin und unterstützen insbesondere Solopreneurinnen. Um erfolgreich auf den Social Media-Plattformen aktiv zu sein, empfehlen Sie, Aktivitäten entsprechend zu überwachen. Warum ist das entscheidend?

Nur wenn ich kontinuierlich überwache, welche meiner Maßnahmen erfolgreich sind, kann ich meine Zeit und Energie effizient einsetzen. Meine Kundinnen und Kunden sind ja nicht hauptberuflich im Marketing tätig, sondern müssen die Vermarktung ihrer Dienstleistungen und anderen Angebote neben ihrer eigentlichen Arbeit und Selbstständigkeit stemmen. Darum ist es wichtig, kontinuierlich zu überwachen, was bei den Fans und Followern gut ankommt – und was vielleicht eben auch nicht.

Wenn Sie Monitoring betreiben, also Ihre wichtigsten Kennzahlen regelmäßig beobachten, auswerten und Ihre Schlüsse daraus ziehen, bekommen Sie unglaublich viele Informationen über Ihre Zielkunden. Dann können Sie Entscheidungen auf der Basis von Fakten fällen und außerdem können Sie noch dazu viel Zeit sparen. Das Faszinierende ist, dass nun endlich auch kleine Unternehmen nicht mehr nur Hoffnungsmarketing betreiben müssen. Sie haben endlich auch die Chance, faktenbasiert Maßnahmen umsetzen zu können.

Welche Kennzahlen sollte ich monitoren? Was können mir diese Zahlen vor Augen führen?

Oh, dafür reicht die Zeit hier nicht aus! Aber ich gebe gern ein Beispiel: Noch immer sind Fan- und Followerzahlen wichtige Kennzahlen. Dabei sind sie kein Selbstzweck und die reine Zahl an sich sagt auch vergleichsweise wenig aus. Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich auf Facebook beispielsweise nur 250 oder 2500 Fans habe. Bei nur 250 Fans wird es schwierig, mit den eigenen Posts Sichtbarkeit und Reichweite zu erlangen. Schon ab 1000 Fans kann durchaus die Menge erreicht sein, die erforderlich ist, um aus diesem Pool auch Kunden zu generieren.

Wichtiger als die nackte Fanzahl ist aber die Zahl der Interaktionen, die ich erreiche. Ich bleibe mal beim Beispiel Facebook: Ein einfacher Like, also ein Daumen, zählt nicht mehr viel. Die anderen Interaktionen werden von Facebook viel höher gewichtet. Also, wenn ich es schaffe, dass meine Fans mir Herzchen, lachende, traurige oder wütende Smileys schenken, wertet Facebook dies wegen des höheren Aufwands auch höher. Die Königsklasse sind aber Kommentare. Wenn ich mit meinen Fans ins Gespräch komme, ist das einerseits sehr aufschlussreich für mich. Andererseits mag das auch Facebook und verschafft dem Post mit den vielen Kommentaren auch mehr Reichweite.

Allein diese Kennzahl „Fans“ sagt bereits eine Menge aus. Wie entwickeln sich meine Fanzahlen? Steigen sie an? In welchem Tempo über welchen Zeitraum? Gibt es vielleicht Posts, die dafür gesorgt haben, dass meine Fanzahlen gesunken sind? Gab es Posts, die viral gingen und mir viele neue Fans verschafft haben? Steigt die Interaktionsrate auch mit steigenden Fanzahlen – oder sinkt sie? Aus all dem kann ich für mein Handeln auf diesem Kanal meine Schlüsse ziehen und Entscheidungen treffen.

Die meisten Menschen tun sich mit Statistiken und deren Interpretation schwer beziehungsweise haben kein Faible für Zahlen. Was können Sie diesen mitgeben?

Ganz ehrlich: Ich bin auch kein Zahlenmensch! Doch Monitoring ist kein Hexenwerk. Durch die grafischen Aufbereitungen, die wir selbst mit den „Bordmitteln“ der Social Media Kanäle erhalten, sind auch visuelle Menschen schnell in der Lage, Sachverhalte zu erkennen und ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Noch dazu gibt es Drittanbieter, die – zumindest abgespeckt – oft auch kostenlos genutzt werden können und die Zahlenwerte noch mal ganz anders aufbereiten und in andere Bezüge setzen. Aber Sie haben schon Recht, man muss sich damit auseinander setzen und manchmal auch etwas quer denken, um den Zahlen Leben einzuhauchen.

Auswertungen kosten oft Zeit. Wie kann ich meinen Aufwand für Social Media Monitoring auf ein Minimum reduzieren?

Für meine Kundinnen und Kunden ist es nicht so wichtig, aufwendige und umfangreiche Zahlen hin und her zu schaufeln und eindrucksvolle Präsentationen daraus zu erschaffen. Hier  geht es um einen pragmatischen, regelmäßigen Umgang mit dem Zahlenmaterial. Vor allem ist es wichtig, sich die Statistiken regelmäßig anzuschauen, dann entwickelt man auch sehr schnell ein Gespür für Abweichungen – sowohl für positive wie auch für solche, die eher negativ fürs Unternehmen sind.

Und darum geht es: Die Statistiken geben uns ein Instrument an die Hand, mit dem wir im Social Media Marketing Tagesgeschäft schnelle kleine aber effektive Kurskorrekturen vornehmen können. Bei der jährlichen Überprüfung der eigenen Social Media Strategie sind zudem dann nicht nur nackte Zahlen vorhanden, sondern auch eine Menge auf Fakten basierendes Bauchgefühl – das bekanntermaßen häufig schneller und besser entscheidet als der rationale Kopf.

Was erwartet die Teilnehmer außerdem am 22. Juli von 11:00-12:00 Uhr bei Ihrem Webinar „Mit Mini-Zeitbudget Monitoring erfolgreich einsetzen“ im Rahmen des Social Media Sommer-Camps 2019?

Ich zeige den Teilnehmern, auf welche Zahlen und Kennzahlen sie achten sollten und wie sie diese interpretieren und nutzen können. Dabei werde ich Einblicke in meine eigenen Statistiken geben und zeigen, was sich daraus ablesen lässt.

Vielen Dank, Frau Schultz, für Ihre spannenden Ausführungen zum Thema Social Media Monitoring.

Das Interview mit Birgit Schultz führte Karin Kreuzer, AGITANO-Redakteurin.

agitano, social media sommer-camp2019, Monitoring
Wie wichtig Monitoring ist, weiß die Social Media-Marketing Expertin Birgit Schultz. (Bild: © Birgit Schultz)

Das Social Media Sommer-Camp 2019: Werden Sie Teilnehmer!

Vom 22.-26. Juli bekommen Sie von Sabine Piarry und ihrem hochkarätigen Expertenteam – darunter Birgit Schultz – viele wertvolle Denkanstöße und Tipps, um Social Media effektiv anzuwenden. Dazu geben Ihnen insgesamt 15 Experten die wertvolle Möglichkeit, in spannende Themenbereiche einzutauchen und Ihren Social Media Auftritt zum Glänzen zu bringen.

Das Gesamtprogramm sowie Tickets und die Direktanmeldung finden Sie unter Social Media Sommer-Camp 2019.

Über Birgit Schultz

Birgit Schultz von Marketing-Zauber begleitet Solopreneurinnen bei ihrem Online-Marketing. Ihr Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Ihr Ziel ist es, ihre Kundinnen und Kunden zu befähigen, selbst aktiv zu werden und nicht auf Agenturen und Berater angewiesen zu bleiben.

Karin Kreuzer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.