Management

Ordnung: Basis für Zeitmanagement und Lebensqualität

„Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.“ Wenn es darum geht, Rechtfertigungen für unorganisiertes Arbeiten im Büro zu finden, dann scheuen sich einige Kollegen noch nicht einmal davor, hierfür berühmte Persönlichkeiten, wie eben zitierten Albert Einstein zu bemühen. Dabei ist Ordnung am Arbeitsplatz nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch Grundlage für effizienten Umgang mit der eigenen Zeit – und somit für mehr Lebensqualität.

Zeitmanagement – mehr als „nur“ Produktivität

Zeit, Zeitmanagement
Zeitmanagement – mehr als nur das Arbeitsvolumen eines zwölf-Stunden-Tages in das eines acht-Stunden-Tages zu packen. (Bild: Lupo / pixelio.de)

Viele, die das Wort „Zeitmanagement“ hören, denken in erster Linie an steigende Produktivität. Das heißt, innerhalb eines immer kürzer werdenden Zeitraums, eine zunehmende Anzahl an Aufgaben zu erledigen. So kann das Arbeitsvolumen eines zwölf-Stunden-Tages bequem in das eines acht-Stunden-Tages gepackt werden.

Mit Entschleunigung zu mehr Selbstbestimmung

Dabei beinhaltet das Thema Zeitmanagement viel mehr. Zum Beispiel Freiraum – unter anderem für Erholung, für Möglichkeiten zum Energie auftanken, Hobbys oder ähnliches. Schöne Worte, die relativ leicht dahin gesagt sind. Kaum einer weiß das besser als Prof. Dr. Lothar Seiwert. Im Interview mit AGITANO empfiehlt Europas führender Experte für Zeitmanagement fünf Schritte, die einem dabei helfen mit Zeit souveräner umzugehen: Fokussieren, Reduzieren, Entschleunigen, Balancieren und Selbstbestimmen.

Ordnung als erster Schritt

Als erster Schritt in Richtung mehr Zeit, kann durchaus die Ordnung dienen. Damit ist nicht gemeint, dass der Kugelschreiber im rechten Winkel zum Notizblock liegen muss. Es geht darum, sich seinen Arbeitsablauf (und nicht nur den Schreibtisch) dergestalt zu ordnen, dass man alltägliche, aber erfolgskritische Prozesse in kurzer Zeit und hoher Qualität ausführen kann.

Machen Sie das Unangenehme zuerst

Das Sofort- oder Direkt-Prinzip verdeutlicht, was gemeint ist. Dieses besagt, dass man jedes Blatt, jede E-Mail, jeden Vorgang nur ein einziges Mal pro Arbeitstag bearbeiten darf. Dabei sollten Sie sich das, was Ihnen am Unangenehmsten ist, sofort erledigen. Aufgaben dieser Art vor sich herzuschieben, verschlingt erfahrungsgemäß die meiste Zeit.

Das Internet als Hilfsinstrument

Ein weiterer Trick, um für die „schönen Dinge des Lebens“ mehr Zeit zu haben, ist das Internet für die Erledigung von Alltäglichem zu nutzen. Browserbasierte Firmenkalender, um Mitarbeiter automatisch an die unterschiedlichsten Aufgaben und Termine zu erinnern, Bürobedarf im Onlineshop bestellen oder via Webinare abteilungsübergreifende Unternehmenskonferenzen zur Entscheidungsfindung durchzuführen. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich.

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.