Gesundheit

Präventionsgesetz: 5 Fragen & 5 Antworten

BGM, Präventionsgesetz, Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein wichtiger Bestandteil jedes Betriebs in der heutigen Zeit. Durch den demografischen Wandel gilt es, sich vermehrt auf die Generation 50Plus zu konzentrieren. Diese Generation unterstützt die Unternehmen durch ihre lange Berufserfahrung sowie ihr Know-how in vielen Bereichen. Altersspezifische Mentoring- und Weiterbildungsprogramme sowie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sollten deshalb in den Unternehmen nicht vernachlässigt werden.

Welche Ziele verfolgt das Präventionsgesetz?

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention, kurz das Präventionsgesetz, ist bereits am 10. Juli 2015 in Kraft getreten. Seit Anfang 2016 hat es nun auch Auswirkungen auf die Bundesbürger sowie die Krankenkassen. Das Gesetz soll das Ziel verfolgen, durch gezielte Gesundheitsvorsorge die modernen Volkskrankheiten früher zu erkennen, zu vermindern sowie einzudämmen. Dazu gehören Depression, Diabetes Typ 2, Tabakkonsum, Brustkrebs, Gesundheit im Alter und Alkoholkonsum.

Für wen ist das Gesetz bestimmt?

Die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU) hat hierauf die passende Antwort: „Mit dem Präventionsgesetz stärken wir die Gesundheitsförderung direkt im Lebensumfeld – in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz und im Pflegeheim. Außerdem werden die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterentwickelt, und der Impfschutz wird verbessert.“ Außerdem wurde mit dem Präventionsgesetz eine Basis für die Pflegeversicherung gelegt, da die Pflegebedürftigkeit in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels enorm steigen wird.

Welche Themen beinhaltet das Präventionsgesetz?

Das Gesetz hat zur Aufgabe, die Zusammenarbeit der Akteure in der Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken. Dazu gehören die gesetzliche Krankenversicherung, Rentenversicherung und Unfallversicherung sowie die Unternehmen der privaten Krankenversicherung. Die soziale Pflegeversicherung soll sich in Zukunft auch um Menschen in Pflegeeinrichtungen kümmern. Außerdem soll der Impfschutz verbessert werden. Bei der Anmeldung in Kitas muss nun eine Erklärung des Arztes über eine ausführliche Aufklärung vorliegen. Durch eine Erhöhung der Zahlungen, erhalten Krankenkasse mehr als 500 Millionen Euro für die Gesundheitsförderung, ebenso wurde die Kasse der gesundheitlichen Selbsthilfe auf 30 Millionen Euro erhöht. Dieses Geld wird den Versicherten in Selbsthilfegruppen zur Verfügung gestellt.

Den vollständigen Gesetzestext finden Sie hier.

Welche Auswirkungen hat das Gesetz auf die Bundesbürger?

Um die Prävention ausreichend zu gewährleisten wurde beschlossen, dass die gesetzlichen Krankenkassen von nun an die Leistungen um mehr als die Hälfte verdoppeln. Demnach erhalten Versicherte für die persönliche Prävention nicht mehr nur 3,09 Euro, sondern sieben Euro. Auch die Unterstützung für pflegende Angehörige hat sich deutlich erhöht. Der Krankenkassenzuschuss wurde von 13 auf 16 Euro erhöht, der Zuschuss für chronisch kranke Kinder von 21 Euro auf 25 Euro.

Allerdings gibt es auch negative Auswirkungen. Der Bundeszentrale wurde eine für die Politiker zu wichtige Rolle zugeteilt. Die Krankenkassen sollen jährlich 3 Millionen Euro der Bundeszentrale zur Verfügung stellen. Im Präventionsgesetz wurde die private Krankenversicherung vernachlässigt.

Wie schaut die Umsetzung im Unternehmen aus?

Durch das Präventionsgesetz erhält auch das betriebliche Gesundheitsmanagement eine extrem positive Unterstützung. Trotz der Millionenbeträge, die von nun an in die Prävention im Lebensumfeld der Bürger fließen, ist eine Umsetzung in kleinen und mittelständischen Unternehmen weiterhin schwierig. Gerade deshalb ist es wichtig, die Mitarbeiter rechtzeitig ausreichend über neue Möglichkeiten der Gesundheitsförderung zu informieren und sie auf Schulungen und Weiterbildungen zu diesem Thema aufmerksam zu machen. Nur so kann das nötige Know-how bereitgestellt und umgesetzt werden.

 

Wenn auch Sie mit Ihrem Expertenwissen bezüglich Prävention sowie der betrieblichen Gesundheitsförderung die Mitarbeiter und Personalleiter unterstützen möchten, dann werden Sie ein Teil des Expertenkompendiums “50Plus” der FOMACO GmbH.

Lydia Hagen

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