Wirtschaft

Wasserenthärtung in der Industrie: Welche Risiken birgt hartes Wasser?

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Wasser ist nicht nur ein lebensnotwendiges Grundnahrungsmittel. Es spielt auch in der Industrie eine wichtige Rolle. So wird jährlich über 13 Prozent des verbrauchten Wassers in Deutschland für das Gewerbe benötigt, zur Herstellung von Glas, bei der Nahrungsmittelverarbeitung oder als Kühlmittel. Dabei kommt es auch auf den Härtegrad des Wassers an. Denn die Wasserhärte kann die Produktqualität sowie die Lebensdauer von Maschinen entscheidend beeinflussen. Erfahren Sie daher im folgenden Beitrag grundlegendes über Wasserhärte, welche Folgen hartes Wasser auslöst und wie Sie sich vor diesen mit einer Wasserenthärtung schützen können.   

Was versteht man unter Wasserhärte?

Generell gibt die Wasserhärte Aufschluss darüber, wie hoch das Vorkommen von Calcium- und Magnesiumionen im Wasser ist. Vereinfach gesagt zeigt die Wasserhärte an, wie viel Kalk im Leitungswasser vorhanden ist. Angegeben wir das mit dem „Grad deutscher Härte“, kurz ° dH. Man unterscheidet zwischen drei Bereichen:

  • Geringer als 8,4° dH: „Weicher“ Wasserhärtegrad
  • Zwischen 8,5° dH und 14,6° dH: „Mittlerer“ Wasserhärtegrad
  • Höher als 14,6° dH: „Harter“ Wasserhärtegrad

In Deutschland sind alle Wasserversorger dazu verpflichtet, den Härtegrad des bereitgestellten Wassers anzugeben. Dementsprechend lohnt sich oft ein Websitebesuch des Wasseranbieters, um den Härtegrad herauszufinden.

Welche Folgen hat zu kalkhaltiges Wasser?

Hartes Wasser stellt für zwar kein ernstes Gesundheitsrisiko. Denn Calcium und Magnesium sind wichtige Mineralstoffe, die der menschliche Organismus zum Knochen-, Muskel- und Zahnaufbau braucht. Eine zu hohe Kalkkonzentration im Wasser hat dennoch weitreichende Auswirkungen, gerade in der Industrie. So bewirkt hartes Wasser

  • Gravierende Geschmacksunterschiede bei verarbeiteten Speisen und Getränken.
  • Einen erhöhten Bedarf an Reinigungsmitteln, um Kalkrückstände zu entfernen.
  • Eine deutlich verkürzte Lebensdauer von Maschinen, durch die Kalkablagerungen.
  • Einen erhöhten Stromverbrauch bei Anlagen.

Angesichts dieser negativen Folgen lohnt es sich für Unternehmen, frühzeitig für Schutz gegen hartes Wasser zu sorgen.

Was kann man gegen hartes Wasser tun?

Der Härtegrad des Wassers sollte im besten Fall bereits klar sein, bevor sich Unternehmer für einen bestimmten Standort entscheiden. Hierzu lohnt es sich, fundierte Informationen von regionalen Wasserversorgern einzuholen. Falls das versäumt wurde, kann man auch bezüglich Wasserenthärtung nachzurüsten. Das geht zum Beispiel mit einer Wasserenthärtungsanlage. Dafür lohnt es sich, spezialisierte Anbieter für Wasserenthärter zu engagieren. Diese verfügen über das notwendige Geschick sowie das Know-how, um die Geräte sachgemäß zu installieren und an die bestehenden Wasserleitungen zu integrieren.

Karin Kreuzer

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