Wirtschaft

Langfristiger Schutz Ihrer Leitungssysteme dank Wasserenthärter

Mann arbeitet gerade an offengelegten Wasserleitungen in einer Wand.

Deutschland gehört zu den europäischen Ländern, in denen Leitungswasser bedenkenlos, direkt aus dem Hahn getrunken werden kann. Die Wasserqualität ist sogar besonders gut –so eine Untersuchung der Stiftung Warentest (Stand: 2016). Diese kommt zu dem Ergebnis, dass das deutsche Leitungswasser nicht nur unbedenklich, sondern sogar gesünder als die meisten gekauften Mineralwasser ist. So enthielten nur acht der 30 getesteten Wassermarken mehr Mineralstoffe als das im deutschen Durchschnitt mineralstoffärmste Leitungswasser. Und auch wer sich Sorgen wegen der Härte des eigenen Wassers macht, kann ganz beruhigt sein: Diese beeinflusst die Gesundheit in keiner Weise negativ. Warum Wasserenthärter dennoch eine sinnvolle Investition für die Zukunft sein können, darüber gibt dieser Beitrag Aufschluss.

Hartes Wasser ist sogar gesünder

Wir alle kennen die Wendung des besonders harten oder weichen Wassers. Doch was genau steckt hinter diesen Bezeichnungen? Der Grad der Wasserhärte gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Gehalt an Calcium-Magnesium-Verbindungen (=Calciumcarbonat) im Wasser ist. Diese entstehen, wenn sich die einzelnen Mineralstoffe mit dem im Wasser befindlichen Kohlendioxid verbinden. Hartes Wasser enthält mehr dieser Mineralstoffverbindungen und ist damit sogar gesünder als weiches Wasser. Schließlich kann der Körper über das Trinken von mineralstoffreichem Wasser mehr der notwendigen Mikronährstoffe aufnehmen.

Unterscheidung der Härtegrade

Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) unterscheidet drei Härtebereiche:

  • Weich: < 1,5 Millimol Calciumcarbonat / Liter
  • Mittel: 1,5-2,5 Millimol Calciumcarbonat / Liter
  • Hart: > 2,5 Millimol Calciumcarbonat / Liter.

Nach §9 sind Wasserversorgungsunternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, Verbraucher*innen einmal jährlich über den Härtegrad ihres Leitungswassers zu informieren.

Wasserenthärter als Schutzmaßnahme

Obwohl hartes Wasser gesundheitlich vollkommen unbedenklich ist, gibt es dennoch einige gute Gründe die für eine Enthärtung des Trinkwassers durch Wasserenthärter sprechen. Wahrscheinlich kenne Sie das Problem hartnäckiger Kalkflecken auf den Badarmaturen oder verkalkter Küchengeräte. Was hier im Kleinen gilt, trifft jedoch auch im Großen auf Leitungssysteme in Haushalten oder Betrieben zu: Denn je härter das Wasser, desto größer ist auch das Risiko, dass Rohre nach und nach verstopfen. Durch hartes Wasser kann sich in der gesamten Hausinstallation langfristig Kalk ablagern, der die Leitungen zu blockieren beginnt. Durch die Ablagerungen nimmt auch auch die Leistung von Tanks und Dampfkesseln auf Dauer gesehen stark ab, wodurch sich wiederum die Heizkosten erhöhen können.

Wer die Effizienz von Klimaanlagen, Heizsystemen und anderen mit Wasser betriebenen Systemen langfristig erhalten möchte, kann dies durch die Nutzung von Enthärtern unterstützen. Die zwei am weitesten verbreiten Verfahren für die Gewinnung von weichem Wasser sind:

  • Ionenaustausch: Hierfür werden die enthaltenen Mineralstoffe Calcium und Magnesium mithilfe eines speziellen Kunstharzes gebunden und durch einen anderen Stoff wie beispielsweise Natrium ersetzt.
  • Umkehrosmosetechnologie: Bei diesem Verfahren wird das Wasser mithilfe einer Osmosemembran gefiltert. Die Löcher der Polymer-Folie dieser Membran können nur von reinen Wassermolkülen passiert werden. Alle anderen Stoffe wie Kalkpartikel, Schwermetalle oder Pestizide bleiben aufgrund ihrer Größe hängen.

Osmoseanlagen sind für alle interessant sind, die besonders viel Wert auf eine gesunde Ernährung legen. Sie sind jedoch immer an einen Wasserhahn gekoppelt und deshalb nicht für die Installation an einem Hauswasseranschluss geeignet. Hierfür bietet sich die Methode des Ionenaustauschs als grundlegende Enthärtung an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.