Management

Wie schreibt man einen guten Businessplan?

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Wer sich selbstständig machen will, kommt nicht an einem Businessplan vorbei. Schon allein um Investoren oder Geschäftspartner von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Das belegt auch eine aktuelle Studie mit 1000 US-amerikanischen Start-Ups: demnach waren Unternehmen mit Geschäftsplan rund 16 Prozent erfolgreicher als solche, die darauf verzichteten. Businessplan ist aber nicht gleich Businessplan. Damit Sie Erfolge feiern können, sollten Sie einige Faktoren beachten. Informieren Sie sich hier über das nötige Rüstzeug für ihren gelungenen Businessplan.    

Das Rückgrat jeder Unternehmung

Zugegeben: Das Schreiben eines Businessplans löst bei den wenigsten Entrepreneuren Freudensprünge aus. Denn die Erstellung ist meistens sehr aufwändig und mühevoll. Doch ein Businessplan ist das Rückgrat jeder Unternehmung. Allein weil er vier entscheidende Funktionen gleichzeitig erfüllt:

  • Die gedankliche Ordnung und Prüfung der Businessidee.
  • Die ausführliche Beschreibung der Geschäftsidee und der Zielgruppen.
  • Die frühzeitige Erkennung von Defiziten bei der Businessidee.
  • Die klare Überzeugung von Geschäftspartnern und Investoren.

Abgesehen davon kann ein gelungener Businessplan bis zu 70 Seiten stark sein – je nachdem, wie komplex Ihre Geschäftsidee ist. Aber auch die Ausführlichkeit der Wettbewerbs- und Marktanalyse sollte im Hinterkopf behalten werden. Damit Sie hier professionell auftreten, sollten Sie wissen, wie man das Marktvolumen berechnen kann. Falls Unsicherheit besteht, lohnen sich Tipps von spezialisierten Anbietern, damit Sie etwa die Marktgröße tatsächlich einschätzen können.

Wer sind die Zielgruppen des Geschäftsplans?

Zwar hilft Ihnen ein Businessplan, damit Sie sich über die eigene Geschäftsidee klar werden. Sie sollten jedoch auch an vier verschiedene Zielgruppen denken:

  • Investoren: Die Mehrheit der Geldgeber wie Business Angels entscheiden sich erst, wenn sie den Businessplan gründlich studiert haben. Darauf baut die Risikoprüfung (Due Diligence) auf, die vor jeder Unternehmensbeteiligung erfolgt.
  • Arbeitsagentur: Wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit starten, können Sie beim Arbeitsamt einen Gründungszuschuss beantragen. Vorausgesetzt, Sie können einen durchdachten Businessplan vorzeigen.
  • Businesspartner: Sie können Ihre Unternehmung auch mithilfe von Partnern finanzieren. In diesem Kontext hilft ein fertiger Geschäftsplan, die gegenseitigen Vorteile einer Partnerschaft aufzuzeigen und das Vertrauen des Businesspartners zu gewinnen.
  • Kreditinstitute: Sollten Sie zunächst auf Beteiligungen verzichten wollen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit der Finanzierung. Sie können beispielsweise eine Bürgschaft durch Banken beantragen. Diese verlangen in aller Regel einen ausgefeilten Geschäftsplan.

Selbst wenn Sie den fertigen Businessplan an verschiedene Zielgruppen vorlegen, sollten Sie allerdings an einen Aspekt denken: Sie schreiben den Plan für sich. So fertigen Sie aus einer vagen Businessidee ein hieb- und stichhaltiges Konzept, indem Sie Ihre Geschäftsidee und -ziele klar und nachvollziehbar zu Papier bringen.

3 häufige Fehler beim Businessplan schreiben

Fehler können selbstverständlich immer passieren. Schließlich sind wir alle Menschen. Allerdings gibt es drei Patzer, die Ihrer Unternehmung im schlimmsten Fall zum Verhängnis werden können. Dazu zählen:

  1. Falsche Informationen: Damit Sie einen gelungenen Businessplan schreiben, sollten Sie auf stichhaltige Informationen zurückgreifen. Denn eine falsche Einschätzung des Marktpotenzials oder eine falsch gedeutete Studie kann enorme Auswirkungen auf Ihre Unternehmung haben.
  2. Mangelnde Fähigkeiten: Erfolgreiche Entrepreneure sollten das notwendige Wissen besitzen, um das eigene Business auf- und auszubauen. Das muss im Businessplan ausdrücklich beschrieben werden, um potenzielle Geldgeber ins Boot holen zu können.
  3. Verschweigen von Risiken: Oft verschweigen Gründer mögliche Risiken, um den Blick der Zielgruppe auf die Vorteile zu richten. Doch das kann sich als großer Fehler entpuppen. Spätestens wenn Sie diese Risiken unvorbereitet treffen und Sie keine Lösungsstrategie zur Hand haben.

Angesichts dieser drei beispielhaften Fehler wird deutlich, dass das Schreiben eines Businessplans durchaus Mühe erfordert. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Denn es kann sich für Ihre Unternehmung auszahlen!

Karin Kreuzer

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