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Bitte lächeln! Polizei verschenkt teure Fotos beim Blitzmarathon

Blitzmarathon, Pendler, Autofahrer

Was 2012 in Nordrhein-Westfalen entstand, hat sich nun europaweit etabliert: Der Blitzmarathon. Zum vierten Mal dieses Jahr erhalten Temposünder, am 21. April von 6 bis 22 Uhr, einen Schnappschuss beim Autofahren. 14 Bundesländer – ohne Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz –  und 20 europaweite Staaten nehmen am Marathon teil und möchten damit auf die Gefahren im Straßenverkehr hinweisen.

Zwei Jahre unseres Lebens verbringen wir im Auto

Liest man sich diese Aussage durch, klingt es im ersten Moment vergleichsmäßig wenig, wenn man bedenkt, dass alleine ein Stau gefühlt zwei Jahre dauert. Im Stau stehen wir aber nur ein halbes Jahr, während wir dann neun Monate in die Arbeit fahren. Damit diese Zeit nicht langweilig wird, sollten wir sie sinnvoll und verantwortungsvoll nutzen.

  • Organisieren Sie sich Mitfahrer. Bilden Sie Fahrgemeinschaften mit Ihren Kollegen. Gerade auf langen Strecken ist dies ein effektiver Faktor, um nicht einzuschlafen. Sind es nette Kollegen, machen sie auf versteckte Blitzer aufmerksam, die man alleine übersehen würde. Vor allem beim kommenden Blitzmarathon sind Mitfahrer eine super Hilfe.
  • Fahren Sie nicht, wenn Sie gestresst sind. Einen anstrengenden Arbeitstag kann jeder einmal haben, doch lassen Sie diese Aggressionen in der Arbeit – im Auto haben sie nichts zu suchen. Genug Verkehrsteilnehmer sind vom Geschehen abgelenkt, weil sie diesen Tipp nicht berücksichtigen. Seien Sie ein Vorbild und beherzigen Sie diesen Ratschlag.
  • Sie haben keine Mitfahrer gefunden, brauchen aber trotzdem Unterhaltung. Musik ist natürlich immer eine Möglichkeit, die Müdigkeit zu überwinden. Wie wäre es, wenn Sie es mal mit einem Hörbuch versuchen? Wer kann bei einem spannenden Krimi schon einschlafen?

Polizei warnt vor steigenden Zahlen von Verkehrstoten

Der Blitzmarathon wurde nicht ohne Grund gestartet. Auf Deutschlands Straßen sind täglich 43 Millionen Pendler unterwegs – zahlreiche Staus und eine erhöhte Unfallgefahr sind daher vorprogrammiert. Eine aktuelle EU-Statistik zeigt, dass im Jahr 2015 das erste Mal seit 2001 die Zahl der Verkehrstoten gestiegen ist. Trotz hoher Geschwindigkeit, ist die Gefahr auf Autobahnen nicht so hoch als auf Landstraßen. Von den 26.000 Verkehrstoten in 2015 starben 38 Prozent im Stadtverkehr und 55 Prozent in ländlichen Gegenden. Aus diesem Grund wird der Blitzmarathon am 21. April 2016 verstärkt auf Landstraßen durchgeführt.

Ob der Blitzmarathon tatsächlich etwas bringt, sei dahin gestellt. Ein bundesweiter Aufruf zu mehr Sicherheit im Verkehr einmal jährlich ist bei der Vielzahl an Autofahrern sicherlich nicht genug. Wer es weiß, fährt gezielt langsamer und vergisst die Blitzer am nächsten Tag schon wieder. Vielleicht sollten wir in Bayern uns ein Beispiel an unseren Nachbarn in Baden-Württemberg nehmen, wo fixe Blitzer in den Straßenverkehr integriert sind. Die Bewohner kennen diese Stellen und fahren automatisch langsamer und sicherer. Weniger Unfälle und mehr Vorsicht im Straßenverkehr resultieren.

Hier finden Sie Hinweise zum Blitzmarathon

Wenn Sie gerne einmal schneller fahren, sich nicht merken können, wo der nächste Blitzer im Blitzmarathon steht, und somit die Falle tappen, gibt es den Bußgeldrechner. Tragen Sie einfach Ihre gefahrene sowie die erlaubte Geschwindigkeit ein und sehen Sie, mit welchem Betrag Sie rechnen dürfen.

Die Messstellen für den Blitzmarathon in Augsburg stehen fest. Hier finden Sie alle Blitzer in der Region. Tappen Sie nicht in die Falle und fahren Sie vorsichtig!

Lydia Hagen

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