Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 12. Mai

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 12. Mai.

 

113: Auf dem Trajansforum in Rom wird die Trajanssäule eingeweiht.919: Heinrich wird die Königs-krone angetragen (histor. Gemälde)

919: In Fritzlar wird Heinrich der Vogler durch die Stämme der Franken und Sachsen als Heinrich I. zum ostfränkischen König gewählt. Eberhard, der Bruder des im Dezember verstorbenen Königs Konrad I. überreicht ihm die Reichsinsignien. Damit ist erstmals ein Sachse König des Ostfrankenreichs.1525: Georg Truchsess von Waldburg-Zeil

1525: Im Deutschen Bauernkrieg werden in der Schlacht bei Böblingen die Württemberger Bauern vom Söldnerheer des Schwäbischen Bundes unter Georg Truchsess von Waldburg-Zeil vernichtend geschlagen. Ihr Anführer Matern Feuerbacher flieht daraufhin nach Süden.

1588: Der Führer der katholischen Heiligen Liga, Henri I. de Lorraine, duc de Guise, initiiert einen scheinbar spontanen Volksaufstand im mehrheitlich katholischen Paris gegen König Heinrich III., welcher in seinen Augen den Hugenotten zuneigt. Der König wird am Tag der Barrikaden aus der Stadt vertrieben.

1641: Thomas Wentworth, 1. Earl of Strafford, wichtigster Vertrauter des englischen Königs Charles I., der dessen absoluten Herrschaftsanspruch durchsetzen wollte, wird auf Grund einer Bill of Attainder des House of Commons durch Enthauptung hingerichtet.

1689: England und die Niederlande treten der am 9. Juli 1686 als Defensivbündnis gegen König Ludwig XIV. von Frankreich gegründeten Augsburger Allianz bei und erweitern sie damit zur Wiener Großen Allianz. Ziel des Bündnisses ist die Wahrung der Vereinbarungen des Westfälischen Friedens und des Pyrenäenfriedens.

1743: Nachdem sie die Ansprüche des Wittelsbachers Karl Albrecht von Bayern im Österreichischen Erbfolgekrieg militärisch zurückgewiesen hat, wird die Habsburgerin Maria Theresia drei Jahre nach dem Tod ihres Vaters Karl VI. als dessen Nachfolgerin zur böhmischen Königin gekrönt.

1780: Nach mehrwöchiger Belagerung muss der amerikanische General Benjamin Lincoln kapitulieren und die Stadt Charleston in South Carolina an die Briten unter Henry Clinton übergeben. Es handelt sich um die schwerste Niederlage der Amerikaner im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

1789: In New York City gründet William Mooney den politisch aktiven Klub Society of St. Tammany mit dem Versammlungsort Tammany Hall. Die sich zur Partei entwickelnde Vereinigung fällt später durch Skandale, Vorteilsverschaffung ihren Mitgliedern und Korruption auf.

1797: Der letzte Doge von Venedig, Ludovico Manin, dankt ab und der Große Rat der Lagunenstadt hält seine letzte Sitzung ab. Am Festland vor der Stadt liegen die in die Republik Venedig eingedrungenen Truppen Napoleon Bonapartes. Die Ära der Serenissima neigt sich ihrem Ende zu, Venedig wird später im Frieden von Campo Formio österreichischer Besitz.

1814: Kurz nach seinem Einzug in Paris entlässt König Ludwig XVIII. als Maßnahme der Restauration in Frankreich die 300.000 Mann starke napoléonische Armee nach Hause.

1864: Im Deutsch-Dänischen Krieg tritt ein in London ausverhandelter Waffenstillstand in Kraft, der jedoch nur von kurzer Dauer ist, da die Kriegsparteien sich nicht auf eine Grenzziehung in Schleswig einigen können.

1865: Über einen Monat nach der offiziellen Kapitulation der Konföderierten Staaten von Amerika beginnt in Texas die zwei Tage währende Schlacht auf der Palmito Ranch, die letzte Schlacht des Sezessionskrieges.

1870: Das kanadische Parlament beschließt den Manitoba Act. Mit dessen Inkrafttreten am 15. Juli werden die 1869 von der Hudson’s Bay Company gekauften Gebiete Nordwest-Territorien und Ruperts Land dem kanadischen Staatsgebiet einverleibt und innerhalb dieses Gebietes die Provinz Manitoba geschaffen.

1873: Nach dem Tod seines Bruders Karl XV. im Vorjahr wird Oskar II. in der Nikolaikirche in Stockholm zum König von Schweden gekrönt.

1881: Nach dem Einmarsch französischer Truppen wird das bisher dem Osmanischen Reich zugehörige Tunesien durch den Vertrag von Kasr el Said, auch Bardovertrag genannt, zu einem Protektorat Frankreichs, auch wenn der Bey von Tunis, Muhammad III. al-Husain, formal Herrscher des Landes bleibt.

1885: Während der Nordwest-Rebellion in den kanadischen Nordwest-Territorien beginnt die entscheidende Schlacht von Batoche zwischen der North West Mounted Police unter Frederick Middleton und den Métis unter Louis Riel und Gabriel Dumont. Sie dauert bis zum 15. Mai.

1916: Der Gewerkschafter James Connolly ist einer der letzten, die als Anführer des Osteraufstandes in Irland im Kilmainham Gaol in Dublin hingerichtet werden. Die Erschießungen enden am Folgetag auf Grund des großen internationalen Drucks.

1925: Paul von Hindenburg wird als zweiter Reichspräsident der Weimarer Republik vereidigt.

1926: Mit der Besetzung der Warschauer Brücken durch die dortige Garnison beginnt in Polen der Maiputsch von Marschall Józef Piłsudski gegen Ministerpräsident Wincenty Witos. Ein Vermittlungsversuch von Staatspräsident Stanisław Wojciechowski scheitert. Die Kämpfe dauern bis zum 15. Mai.

1937: Nach der Abdankung seines Bruders Edward VIII. wegen der Affaire mit Wallis Simpson am 10. Dezember des Vorjahres wird George VI. zum König von Großbritannien und Nordirland gekrönt.

1940: Mit dem ersten Bombenangriff der Royal Air Force auf deutsche Städte mit 35 Bombern auf Mönchengladbach beginnt der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland.

1942: Während des Kriegs gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg startet die Rote Armee eine Offensive gegen die von der Deutschen Wehrmacht gehaltenen Stadt Charkow. Die Zweite Schlacht bei Charkow dauert bis zum 28. Mai.

1943: Dem viertägigen Massaker von Changjiao durch die Kaiserlich Japanische Armee im Zweiten Japanisch-Chinesischer Krieg fallen in der chinesischen Provinz Hunan etwa 30.000 Zivilisten zum Opfer.

1949: Die Sowjetunion beendet auf Basis des am 4. Mai geschlossenen Jessup-Malik-Abkommens die elfmonatige Blockade Berlins.

1949: Die drei westlichen Militärgouverneure in Deutschland verkünden förmlich das Besatzungsstatut, das am 21. September in Kraft treten wird. Es eröffnet der entstehenden Bundesrepublik Deutschland begrenzte Souveränität.

1958: Die Vereinigten Staaten und Kanada unterzeichnen als Reaktion auf den Sputnikschock im Kalten Krieg ein Abkommen zur Gründung des North American Aerospace Defense Command, einer gemeinsamen Einrichtung, die den Weltraum überwachen und vor Angriffen mit Interkontinentalraketen warnen soll.

1965: Die Bundesrepublik Deutschland und Israel nehmen diplomatische Beziehungen auf. Auslöser dafür ist der Staatsbesuch des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht vom 24. Februar bis 2. März in Ägypten.

1975: Mit der Kaperung des US-Containerschiffs SS Mayaguez im Golf von Thailand etwa 60 Seemeilen vor der Küstenlinie Kambodschas durch die Roten Khmer beginnt der drei Tage dauernde Mayaguez-Zwischenfall.

1985: Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erringt die SPD unter Ministerpräsident Johannes Rau mit 52,1 % der Stimmen ein Rekordergebnis.

1991: Die Sowjetunion zerstört in Erfüllung des INF-Abkommens die letzte ihrer Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20.

1997: Mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages durch den russischen Präsidenten Boris Nikolajewitsch Jelzin und den tschetschenischen Präsidenten Aslan Alijewitsch Maschadow endet der Erste Tschetschenienkrieg. Der politische Status Tschetscheniens wird in dem Vertrag allerdings nicht geklärt.

1998: Das Landgericht Hamburg verkündet ein Urteil zur Haftung für Links im Internet, auf das in der Folge zahllose Website-Disclaimer Bezug nehmen.

1998: Nachdem es seit dem 6. Mai zu Grenzkonflikten zwischen Eritrea und Äthiopien gekommen ist, besetzt Eritrea das dort gelegene Yirga-Dreieck. Damit eskalieren die Zwischenfälle zum Eritrea-Äthiopien-Krieg um den von den europäischen Kolonialmächten in den 20er Jahren festgelegten Grenzverlauf.

2004: Die EU-Kommission legt ein Strategiepapier zur Europäischen Nachbarschaftspolitik vor. Dabei soll Ländern ohne eine Beitrittsperspektive durch eine stärkere Anbindung an die Europäische Union Anreize zur Modernisierung ihrer Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gegeben werden, um „einen Ring stabiler, befreundeter Staaten“ zu schaffen.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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