Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 16. April

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 16. April

 

1346: Stefan Uroš IV. Dušan lässt sich zum „Kaiser Serbiens und des Römerreichs“ krönen. Da er mit dem Patriarchen von Konstantinopel in Fehde liegt, hat er dazu vorher in einem Konzil den Erzbischof von Peć zum Patriarchen von Serbien erheben lassen.

1520: In der Residenzstadt Toledo bricht der Comuneros-Aufstand unter der Führung von Juan de Padilla gegen die Herrschaft des Habsburgers Karls I./V. in Spanien los. Die Aufständischen wollen Karls Mutter Johanna auf den Thron setzen.

1525: Graf Ludwig von Helfenstein wird im Deutschen Bauernkrieg gegen den Willen des gemäßigten Bauernführers Wendel Hipler durch aufständische Bauern unter Jäcklein Rohrbach und der Schwarzen Hofmännin vor Weinsberg getötet. Für Martin Luther ist die Weinsberger Bluttat Anlass für seine Schrift Wider die mörderischen Rotten der Bauern.

1525: Großbottwar wird zu einem Zentrum des Aufstands im Deutschen Bauernkrieg. Die Bürger und Bauern der Stadt und ihrer Umgebung wählen den Wirt und Ratsherrn Matern Feuerbacher auf dem Wunnenstein zu ihrem Anführer.

1582: Der Konquistador Hernando de Lerma, Gouverneur der Provinz Tucumán gründet im Auftrag von Vizekönig Toledo die Stadt Ciudad de Lerma en el valle de Salta, um den Verbindungsweg zum Vizekönigreich Peru zu sichern.

1746: Englische Regierungstruppen unter William Augustus, Duke of Cumberland vernichten das Heer von Charles Edward Stuart in der Schlacht bei Culloden in Schottland, und beenden damit den Aufstand der Jakobiten.

1799: Am Berg Tabor wird bei Napoleons Ägyptenfeldzug ein osmanisches Heer von den französischen Soldaten in die Flucht geschlagen.

1809: In der Schlacht von Sacile zwingen im Fünften Koalitionskrieg österreichische Truppen im Friaul die französische Italienarmee zum Rückzug vom Schlachtfeld.

1846: Der frühere Forstwärter Pierre Lecomte verübt mit einer Doppelflinte ein Attentat auf Frankreichs Bürgerkönig Ludwig Philipp I. beim Schloss Fontainebleau. Die in einer Kutsche heimkehrende königliche Familie bleibt unverletzt. Der Attentäter wird am 8. Juni hingerichtet.

1856: Am Rande der Pariser Friedenskonferenz wird die Pariser Seerechtsdeklaration geschlossen. Darin wird Kaperei international geächtet und das Prisenrecht eingeschränkt.

1866: Der russische Revolutionär Dimitri Karakosow verübt ein Attentat auf Zar Alexander II. in St. Petersburg. Es misslingt durch das Eingreifen des Bauern Kommissarow.

1867: Der verfassungsgebende Reichstag nimmt die Verfassung des Norddeutschen Bundes an, die im Wesentlichen mit der exakt vier Jahre später verabschiedeten Reichsverfassung identisch ist.

1871: Die Bismarcksche Reichsverfassung wird als Gesetz verabschiedet und zur Rechtsgrundlage für das deutsche Kaiserreich. Sie besteht aus der Zusammenfassung vieler Einzelverträge wie der Novemberverträge inklusive der Schlussprotokolle sowie der Verfassungsänderung bezüglich der Bezeichnungen Deutsches Reich und Deutscher Kaiser.

1888: Das Deutsche Reich annektiert die vom Nauruischen Stammeskrieg gebeutelte Pazifikinsel Nauru. Häuptling Auweyida und dessen Gemahlin Eigamoiya werden als König und Königin eingesetzt. Die Eroberung wird von der Jaluit-Gesellschaft mitfinanziert.

1916: Die türkische Armee und Bevölkerung verlassen die Stadt Trapezunt. Drei Tage danach steht Trapezunt mit dem Einzug der russischen Soldaten mehr als 450 Jahren nach dem Ende des alten gleichnamigen Staates erneut unter der Verwaltung eines orthodoxen Kaiserreiches.

1917: Lenin kehrt nach der Februarrevolution in Russland aus dem Schweizer Exil nach Petrograd zurück. Die mehrtägige Zugfahrt durch Deutschland, Schweden und Finnland ist mit Unterstützung der deutschen Obersten Heeresleitung zustande gekommen.

1917: Die Franzosen beginnen an der Westfront mit der Schlacht an der Aisne eine Großoffensive gegen deutsche Stellungen auf dem Höhenzug Chemin des Dames.

1922: Mit dem von den Außenministern Walther Rathenau und Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin geschlossenen Vertrag von Rapallo zwischen dem Deutschen Reich und der Russland verzichten beide Länder auf den Ersatz der Kriegskosten und die Begleichung der Kriegsschäden der anderen Seite.

1925: Bulgarische Kommunisten verüben mit sowjetischer Hilfe einen Bombenanschlag auf die Kathedrale Sweta Nedelja in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, bei dem mehr als 150 Menschen sterben, darunter hochrangige Politiker und Militärs.

1934: Die im März erfolgte Rettung der Besatzung des am 13. Februar in der Tschuktschensee gesunkenen sowjetischen Expeditionsschiffes Tscheljuskin, die sich auf eine Eisscholle haben retten können, führt in der Sowjetunion zur Schaffung des Titels Held der Sowjetunion.

1945: Mit dem Angriff auf die Seelower Höhen durch die durch polnische Truppen verstärkte Rote Armee gegen die gerade aus dem Boden gestampfte Heeresgruppe Weichsel beginnt im Zweiten Weltkrieg die Schlacht um Berlin.

1947: Der US-amerikanische Finanzier und Politiker Bernard Baruch verwendet in einer Rede den Begriff „Kalter Krieg“ erstmals vor einem größeren Publikum und macht ihn damit bekannt.

1949: Im Rahmen der Berliner Luftbrücke nach West-Berlin werden an einem einzigen Tag 12.849 Tonnen Versorgungsgüter von den West-Alliierten in die blockierte Stadt eingeflogen. Diese Menge wird bei allen anderen Flügen nicht erreicht.

1987: Eine Sendung des Schwedischen Rundfunks deckt den Bofors-Skandal auf. Bei einem Rüstungsgeschäft mit dem schwedischen Unternehmen Bofors sollen Schmiergelder in Millionenhöhe an Politiker in Indien geflossen sein.

1987: Im Marinestützpunkt Coronado in San Diego, Kalifornien, wird das United States Naval Special Warfare Command aufgestellt, das Führungskommando für die Spezialeinheiten der US Navy.

1992: Nach Vermittlung durch die UNO tritt Mohammed Nadschibullah als Regierungschef Afghanistans zurück und gibt die Macht an die vor Kabul stehenden Mudschahedin ab. Der afghanische Bürgerkrieg ist damit jedoch nicht beendet, da sich die Mudschahedin-Gruppen unter Ahmad Schah Massoud, Gulbuddin Hekmatyar, Burhanuddin Rabbani und Abdul Raschid Dostum in der Folge gegenseitig bekämpfen.

1993: Mit der Resolution 819 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen wird Srebrenica im Bosnienkrieg zur UN-Schutzzone erklärt.

1994: Hutu-Soldaten beginnen in Ruanda damit, das Massaker von Nyarubuye unter den Tutsi anzurichten. Einschließlich des folgenden Tages sterben bis zu etwa 2.000 Menschen in der Stadt bei diesem Akt des Völkermords.

2002: Vier Wochen vor den Parlamentswahlen tritt die niederländische Regierung unter Wim Kok wegen der Mitverantwortung der niederländischen „Blauhelme“ von Dutchbat für das Massaker von Srebrenica im Bosnienkrieg 1995 zurück.

2003: Die Staats- und Regierungschefs der bisherigen fünfzehn EU-Staaten und der zehn neuen ost- und südosteuropäischen Mitgliedsländer unterzeichnen in Athen den Beitrittsvertrag zur EU-Osterweiterung. Der Beitritt der Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern erfolgt mit 1. Mai 2004.

2004: José Luis Rodríguez Zapatero von der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei wird vom Parlament in Madrid zum Ministerpräsidenten von Spanien gewählt. Damit löst er den Konservativen José María Aznar ab, der aufgrund seiner Informationspolitik im Zusammenhang mit den Madrider Zuganschlägen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist und damit die Wahlen von vor einem Monat deutlich verloren hat.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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