Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 20. Januar

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 20. Januar.

 

649: Der betagte Westgoten-König Chindaswinth erhebt seinen Sohn Rekkeswinth zum Mitregenten, um die gewünschte Nachfolge zu sichern.

1265: Simon V. de Montfort zwingt den englischen König Heinrich III., ein Parliament einzuberufen, dem erstmals auch Bürgerliche angehören – ein Vorläufer des Unterhauses.

1320: In Krakau wird Władysław I. Ellenlang zum polnischen König gekrönt.

1356: Edward Balliol verzichtet zugunsten Davids II. auf Thronansprüche als König von Schottland. Dafür erhält er vom englischen König Eduard III. eine Rente.

1523: Nach dem Verlust der schwedischen Königskrone an Gustav I. Wasa wird König Christian II. nun auch zur Abdankung als König von Dänemark und Norwegen gezwungen.

1567: Die am 1. November 1555 von Nicolas Durand de Villegagnon gegründete französische Kolonie France Antarctique zwischen den heutigen Städten Rio de Janeiro und Cabo Frio wird von den Portugiesen unter Estácio de Sá zerschlagen.

1613: Der Frieden von Knäred beendet den seit 1611 andauernden Kalmarkrieg zwischen Dänemark und Schweden. Schweden verliert das Baltikum und die Finnmark und zahlt eine Million Reichstaler, um die Festung Älvsborg behalten zu können.

1649: In England beginnt nach seiner Niederlage im Englischen Bürgerkrieg der Hochverratsprozess gegen König Karl I. vor dem Rumpfparlament auf Betreiben Oliver Cromwells.

1663: In Regensburg beginnt zur Beratung der Bedrohung durch das Osmanische Reich ein Reichstag, aus dem der Immerwährende Reichstag hervorgehen wird.

1745: Der Tod des römisch-deutschen Kaisers Karl VII. bringt im Kurfürstentum Bayern seinen Sohn Maximilian III. Joseph an die Macht. Als Kaiser folgt dem Verstorbenen am 13. September Franz I. Stephan nach.

1812: Eine britisch-portugiesische Armee unter dem Kommando Arthur Wellesleys beendet während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel die Belagerung von Ciudad Rodrigo mit dem Erstürmen der von Franzosen gehaltenen Festung.

1839: In der Schlacht von Yungay im Peruanisch-Bolivianischer Konföderationskrieg besiegt General Agustín Gamarra mit seinen Truppen und der Hilfe Chiles das Heer der Allianz aus Peru und Bolivien unter Andrés de Santa Cruz, der damit sein Amt als Protektor der peru-bolivischen Republik verliert. General Gamarra wird erneut Präsident Perus.

1841: Großbritannien besetzt im Ersten Opiumkrieg gegen China die Insel Hongkong.

1848: In Dänemark verkündet König Friedrich VII. die Einführung der parlamentarischen Monarchie.

1874: Mit dem Vertrag von Pangkor zwischen Großbritannien und dem Raja Abdullah von Perak beginnt der britische Einfluss auf malaiische Staaten.

1880: Nach einem Erdbeben taucht in der Caldera Ilopango in San Salvador eine Insel auf.

1922: Der im Ersten Weltkrieg gegründete pazifistische Bund Neues Vaterland, dem unter anderem Albert Einstein, Stefan Zweig und Ernst Reuter angehören, wird in Anlehnung an das französische Vorbild Französische Liga für Menschenrechte in Deutsche Liga für Menschenrechte umbenannt.

1934: Mit dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit wird nachträglich die im Vorjahr erfolgte Gründung der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront formal legitimiert. In den Wirtschaftsunternehmen wird damit das Führerprinzip eingeführt. Ihrem Vorgesetzten gegenüber werden Mitarbeiter zu absolutem Gehorsam verpflichtet.

1936: Mit dem Tod Georgs V. wird dessen ältester Sohn Eduard VIII. britischer König.

1937: Franklin D. Roosevelt ist zu Beginn seiner zweiten Amtszeit der erste US-Präsident, der an diesem Tag seinen Amtseid ablegt. Ab diesem Jahr werden alle regulär gewählten Präsidenten an diesem Tag statt wie bisher am 4. März in ihr Amt eingeführt.

1942: Am Großen Wannsee in Berlin beginnt eine von Reinhard Heydrich einberufene Konferenz, bei der über die administrative Durchführung der „Endlösung der Judenfrage“, den Holocaust beraten werden soll. Protokollführer der Konferenz ist Adolf Eichmann.

1945: Franklin D. Roosevelt, der 32. US-Präsident, wird als einziger Präsident zum vierten Mal vereidigt.

1961: Aus einem Treffen in Madrid zwischen Jean-Jacques Susini, General Raoul Salan und Pierre Lagaillarde entsteht die OAS, die französische Untergrundbewegung in der Endphase des Algerienkriegs. Durch Terroraktionen will sie die sich abzeichnende Unabhängigkeit Algeriens konterkarieren.

1969: Mit Ellinor von Puttkamer wird die erste Frau in der Geschichte des Diplomatischen Dienstes der Bundesrepublik Deutschland Botschafterin. Sie leitet die deutsche Vertretung beim Straßburger Europarat.

1976: Im Libanesischen Bürgerkrieg verüben Palästinenser– und moslemische Milizen das Massaker von Damur, wobei mutmaßlich etwa 330 Menschen getötet werden. Es ist die Reaktion auf das Massaker von Karantina durch Phalangisten an mehreren Hundert Zivilisten zwei Tage davor.

1981: Mit der Freilassung der in der US-amerikanischen Botschaft festgehaltenen Geiseln endet die 444 Tage andauernde Geiselnahme von Teheran.

1990: Die Deutsche Soziale Union wird in Leipzig gegründet.

1996: Jassir Arafat wird zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde gewählt.

2001: Nach einem Korruptionsskandal um den letzten Präsidenten Joseph Estrada wird die umstrittene Gloria Macapagal-Arroyo als Staatspräsidentin auf den Philippinen vereidigt.

2009: Der am 4. November des Vorjahres gewählte Demokrat Barack Obama wird von Chief Justice of the United States John Roberts als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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