Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 22. Mai

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 22. Mai.

 

337: Der römische Kaiser Konstantin der Große stirbt. In den folgenden Monaten ermorden hohe Militärs alle erwachsenen männlichen Verwandten des Kaisers mit Ausnahme seiner Söhne Konstantin II., Constantius II. und Constans, deren Herrschaft damit gesichert werden soll. Nur Julian und Gallus, die Söhne des Julius Constantius, überleben auf Grund ihrer Jugend das Massaker.

1200: Im Vertrag von Le Goulet söhnen sich König Philipp II. von Frankreich und der englische König Johann Ohneland aus.

1246: Nach der Absetzung Kaiser Friedrichs II. durch Papst Innozenz IV. wird Heinrich Raspe IV. von einer Minderheit der Fürsten in Veitshöchheim zum Gegenkönig gewählt.

1455: Die Erste Schlacht von St Albans markiert den Beginn der Rosenkriege. Das Haus York unter Richard Plantagenet, 3. Duke of York und Richard Neville, 16. Earl of Warwick, siegen dabei in St Albans über die Lancastrianer unter Edmund Beaufort, 2. Duke of Somerset, der dabei getötet wird.

1499: In der Schlacht an der Calven besiegen während des Schwabenkrieges die Truppen der Drei Bünde mit Unterstützung der Eidgenossen ein Heer des Schwäbischen Bundes im Vinschgau.

1526: Nur zwei Monate nach seiner Freilassung nach dem Frieden von Madrid gründet der französische König Franz I. mit Papst Clemens VII. sowie Francesco II. Sforza, dem Dogen von Venedig, Andrea Gritti, und Florenz die Liga von Cognac gegen Kaiser Karl V.

1629: Die Unterzeichnung des Lübecker Friedens durch den dänischen König Christian IV. bewirkt im Dreißigjährigen Krieg das Ausscheiden Dänemarks als Kriegspartei.

1762: Schweden und Preußen schließen während des Siebenjährigen Krieges den Frieden von Hamburg. Der Frieden von Sankt Petersburg zwischen Preußen und Russland am 5. Mai hat den Abschluss des Vertrags, der durch Vermittlung der schwedischen Königin Luise Ulrike von Preußen zustande gekommen ist, beschleunigt.

1768: Der erste französische Weltumsegler, Graf Louis Antoine de Bougainville, entdeckt auf seiner Reise mit der Fregatte La Boudeuse die später von James Cook benannte Pentecost-Insel in der Südsee.

1809: In der zweitägigen Schlacht bei Aspern nahe Wien sinkt Napoleon Bonapartes Nimbus der Unüberwindbarkeit seiner Truppen dahin. Die Österreicher unter Erzherzog Karl gewinnen die Schlacht des Fünften Koalitionskrieges. Den Sieg auszunutzen, rasch an das rechte Ufer überzugehen und die erschöpften Franzosen zu vernichten, bevor sie Verstärkungen erhalten, wagt Erzherzog Karl bei der Erschöpfung der Truppen und dem Mangel an Munition jedoch nicht.

1810: Auf Druck der Kreolen unter Juan José Castelli und Nicolás Rodríguez Peña wird in Buenos Aires während der Mai-Revolution im Vizekönigreich des Río de la Plata ein Cabildo abierto (offene Bürgerversammlung) abgehalten.

1815: Der sächsische König Friedrich August I. verzichtet auf das Herzogtum Warschau und entbindet die polnischen Untertanen von ihrem Treueeid. Der König steht als Verbündeter Napoleon Bonapartes nach den Befreiungskriegen auf der Verliererseite.

1848: Zwei Monate nach der Märzrevolution tritt im Haus der Berliner Sing-Akademie die Preußische Nationalversammlung erstmals zusammen.

1856: Senator Preston Brooks prügelt im Senat der Vereinigten Staaten Senator Charles Sumner fast zu Tode. Dieser hat am 20. Mai in Zusammenhang mit den gewalttätigen Vorgängen in Kansas eine Rede im Kongress gehalten, in der er die Verhältnisse im Süden scharf angegriffen und Senator Andrew Butler, Brooks’ Cousin, beleidigt hat.

1859: König Franz II. folgt im Königreich beider Sizilien seinem verstorbenen Vater Ferdinand II. als neuer Regent.

1875: In Gotha beginnt der Vereinigungsparteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, aus dem die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, die heutige Sozialdemokratische Partei Deutschlands, hervorgehen wird.

1939: Das Deutsche Reich und Italien schließen den Stahlpakt, ein Militärbündnis, das vom deutschen Außenminister Joachim von Ribbentrop und seinem italienischen Kollegen Galeazzo Ciano im Beisein Adolf Hitlers in Berlin unterzeichnet wird.

1946: Yoshida Shigeru, der sich 1945 mehrere Monate lang in Haft befunden hat, wird nach dem Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei in den ersten Nachkriegswahlen Japans Premierminister. Mit der Yoshida-Doktrin versucht er in der Folge eine rasche wirtschaftliche Erholung des Landes durch enge Anlehnung an die Vereinigten Staaten zu erreichen.

1963: Der griechische Politiker und Friedensaktivist Grigoris Lambrakis wird bei einer Friedenskundgebung in Saloniki von Rechtsextremisten mit einem Lieferwagen überfahren und stirbt fünf Tage später. Der scheinbare Unfall wird im Zuge der Untersuchungen von Untersuchungsrichter Christos Sartzetakis als Mordkomplott enttarnt, in das ranghohe Mitglieder von Polizei und Armee verwickelt sind.

1972: Unter der sozialistischen Premierministerin Sirimavo Bandaranaike gibt sich Ceylon eine neue Verfassung und wird eine Republik unter dem Namen Sri Lanka. Die Bindung an die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien wird darin fast zur Gänze gelöst.

1988: János Kádár, seit der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands 1956 Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, tritt zurück. Sein Nachfolger wird der überzeugte Kommunist Károly Grósz.

1990: Die Republik Jemen entsteht aus der Jemenitischen Arabischen Republik und der Demokratischen Volksrepublik Jemen unter Präsident Ali Abdullah Salih. Eine tatsächliche Vereinigung der Verwaltung kann jedoch lange Zeit nicht erreicht werden.

2001: Delegationen aus 122 Ländern unterzeichnen die Stockholmer Konvention, Verbots- und Beschränkungsmaßnahmen für gewisse langlebige organische Schadstoffe.

2001: Die Innenminister mehrerer mitteleuropäischer Staaten unterzeichnen die „Gemeinsame Erklärung“, in der Organisation und Tätigkeiten der Mitteleuropäischen Polizeiakademie, einer gemeinsam getragene Bildungsinstitution zur Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten aus dem mittleren Polizeimanagement, geregelt werden.

2004: Nach der Ablehnung des Amts durch Sonia Gandhi wird überraschend Manmohan Singh zum Premierminister von Indien gewählt. Als Angehöriger der Religionsgemeinschaft der Sikh ist er der erste Nichthindu in diesem Amt.

2005: Die SPD verliert nach 39 Jahren ihr Stammland Nordrhein-Westfalen bei den Landtagswahlen. Franz Müntefering und Gerhard Schröder kündigen Neuwahlen zum Deutschen Bundestag im Herbst an.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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