Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 24.April

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 24.April.

 

1521: Juan de Padilla und andere Anführer des Comuneros-Aufstandes in Spanien werden einen Tag nach der Niederlage gegen die Truppen von König Karl I. in der Schlacht von Villalar hingerichtet.

1530: Der römisch-deutsche Kaiser Karl V. unterschreibt in Bologna die Lehensurkunde, die Malta zu einem souveränen Herrschaftsgebiet des Johanniterordens macht. 

1547: Das Heer des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen wird in der Schlacht bei Mühlberg von den Truppen Kaiser Karls V. und des Herzog von Alba, überrascht und vernichtend geschlagen. Der Kurfürst gerät in Gefangenschaft, der Schmalkaldische Krieg ist für ihn verloren.

1671: Der russische Bauern- und Kosakenführer Stenka Rasin, der kurzzeitig weite Teile Südrusslands kontrolliert hat, wird von Kosaken aus seinem eigenen Gefolge gefangengenommen.

1723: Der Rebell Jean Daniel Abraham Davel, der versucht hat, das Waadtland von der Herrschaft Berns zu befreien, wird in Lausanne hingerichtet.

1748: In der freien Reichsstadt Aachen beginnen Friedensverhandlungen zwischen den streitenden Kriegsparteien im Österreichischen Erbfolgekrieg. Sie münden in den am 18. Oktober unterzeichneten Zweiten Aachener Frieden.

1814: In Calais landet aus dem Exil der Bruder des in der Französischen Revolution hingerichteten Königs Ludwig XVI., Louis Stanislas Xavier, Graf der Provence, mit einer Schar Adliger. Er übernimmt nach der Verbannung Napoleon Bonapartes durch die Alliierten auf die Insel Elba die Macht. Im Land beginnt die Phase der Restauration der Monarchie der Bourbonen.

1862: Mit den Worten „Damn the Torpedos! Full speed ahead!“ überwindet der Unions-Marineoffizier David Glasgow Farragut die im Sezessionskrieg den Eingang des Mississippi River bewachenden Forts der Konföderation und segelt mit seiner Flottille Richtung New Orleans.

1877: Russland übermittelt seine Kriegserklärung an das Osmanische Reich. Es beginnt ein neuerlicher Russisch-Osmanischer Krieg.

1884: Das Deutsche Reich stellt die im Vorjahr von Franz Adolf Eduard Lüderitz käuflich erworbene Lüderitzbucht samt Hinterland unter seinen Schutz, das ist der Beginn der Kolonie Deutsch-Südwestafrika.

1885: Die Métis besiegen während der Nordwest-Rebellion in Saskatchewan die kanadischen Regierungstruppen in der Schlacht am Fish Creek schwer.

1898: Spanien erklärt den Vereinigten Staaten den Krieg. Bereits am nächsten Tag beginnen die Kampfhandlungen im Spanisch-Amerikanischen Krieg.

1915: Mit der Verhaftung der ersten 200-400 aus der armenischen Oberschicht in Konstantinopel auf Anordnung von Innenminister Talat Pascha beginnt im Osmanischen Reich der Völkermord an den Armeniern, die Griechenverfolgungen im Osmanischen Reich

1916: Vor dem Hauptpostamt in Dublin verliest Patrick Pearse im Namen einer Provisorischen Irischen Regierung die Oster-Proklamation und setzt damit den Auftakt zum Osteraufstand in Irland.

1921: Volksabstimmung in Tirol: 98,5 % Stimmen für den Anschluss an das Deutsche Reich. Die Abstimmung hat jedoch keine Folgen.

1921: Am Bozner Blutsonntag greifen 400 italienische Faschisten einen Umzug des Südtiroler Gewerkschaftsbundes an. Dabei stirbt ein Lehrer und 45 Personen werden schwer verletzt.

1926: Zwischen Deutschland und der UdSSR wird der Berliner Vertrag geschlossen, ein zunächst auf fünf Jahre befristeter Freundschaftsvertrag als Fortsetzung des Vertrags von Rapallo.

1927: Bei der Nationalratswahl in Österreich gewinnt eine Einheitsliste aus christlich-sozialen und deutschnationalen Parteien unter Bundeskanzler Prälat Ignaz Seipel. Die Sozialdemokraten bleiben zweitstärkste Kraft. Der deutschnationale Landbund zieht ebenfalls ins österreichische Parlament ein.

1945: Mittels Führerbefehl ordnet Adolf Hitler den Rückzug sämtlicher im Zweiten Weltkrieg noch verfügbarer deutschen Einheiten in die so genannte „Alpenfestung“ an, stellt jedoch klar, selbst bis zum Ende in Berlin bleiben zu wollen.

1962: Das internationale Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen tritt in Kraft. Es kodifiziert das bislang im Gewohnheitsrecht wurzelnde Diplomatenrecht.

1965: In der Dominikanischen Republik stürzen Militäreinheiten unter Francisco Alberto Caamaño das herrschende Militärtriumvirat, um den demokratisch gewählten Präsidenten Juan Bosch wieder einzusetzen. Nur vier Tage später intervenieren die USA militärisch zugunsten der gestürzten Militärdiktatur.

1970: Nach einem erfolgreichen Referendum wird Gambia in eine Republik im Rahmen des Commonwealth of Nations umgewandelt. Staatspräsident wird der bisherige Premierminister Dawda Jawara.

1971: In Washington, D.C. nehmen 200.000 bis 300.000 Personen

1972: In der Bundesrepublik Deutschland bringt die CDU-Fraktion im Bundesrat ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Willy Brandt mit dem Herausforderer Rainer Barzel ein, das drei Tage später abgestimmt wird.

1974: Franz Jonas, seit 1965 österreichischer Bundespräsident, stirbt nach längerer Krankheit im Amt.

1974: In Bonn werden Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, und seine Frau Christel unter dem Verdacht der Spionage für die DDR festgenommen. Die Guillaume-Affäre wird der politisch bedeutsamste Spionagefall der deutsch-deutschen Geschichte, der schließlich zum Rücktritt Willy Brandts führt.

1974: Der portugiesische Rundfunk sendet das Lied E depois do adeus (Und nach dem Abschied) von Paulo de Carvalho als verschlüsselte Botschaft dafür, dass die Nelkenrevolution begonnen hat. Kurz nach Mitternacht folgt das im Estado Novo von Marcelo Caetano verbotene Lied Grândola, Vila Morena von José Afonso, das zum Lied der Revolution wird.

1975: Ein RAF-Kommando Holger Meins, bestehend aus Hanna Krabbe, Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer, Bernhard Rössner, Ulrich Wessel sowie Siegfried Hausner, überfällt die deutsche Botschaft in Stockholm und nimmt zwölf Geiseln, um mehrere Mitglieder der RAF freizupressen.

1980: Die Militäroperation der Vereinigten Staaten zur Befreiung der 53 amerikanische Geiseln in der Botschaft in Teheran scheitert. Bei der Operation Eagle Claw im Iran kommen acht amerikanische Soldaten ums Leben, und sie kostet Jimmy Carter vermutlich die Wiederwahl als US-Präsident.

1981: US-Präsident Ronald Reagan hebt das am 4. Januar 1980 von seinem Vorgänger Jimmy Carter wegen der Intervention in Afghanistan verhängte Embargo für Getreide und andere Güter gegen die UdSSR auf.

1983: Bei der Nationalratswahl in Österreich wird die SPÖ mit Bundeskanzler Bruno Kreisky zwar wieder stimmenstärkste Partei, verliert aber ihre absolute Mehrheit. Kreisky tritt noch am Wahlabend zurück.

1990: Das kasachische Parlament (der Oberste Sowjet) wählt Nursultan Nasarbajew, den Vorsitzenden des Ministerrats der Kasachischen Sowjetrepublik zum Staatspräsidenten von Kasachstan, das noch im gleichen Jahr ihre Unabhängigkeit erklärt.

1990: Die schottische Insel Gruinard Island, wo im Zweiten Weltkrieg Experimente mit Milzbranderregern durchgeführt worden sind, wird nach jahrelanger Dekontaminierung wieder für bewohnbar erklärt und den Erben der ursprünglichen Eigentümern zurückgegeben.

1993: Die Provisional Irish Republican Army verübt einen Bombenanschlag in Bishopsgate, City of London. Dabei wird ein Mensch getötet, 44 verletzt. Der Sachschaden beträgt rund eine Million britische Pfund. 

2004: Die Wiedervereinigung des im Zypernkonflikt geteilten Zyperns nach dem Annan-Plan scheitert nach getrennten Volksabstimmungen trotz einer Mehrheit im türkischen Teil am „Nein“ der Mehrheit im griechischen Teil.

 

(Quelle: Wikipedia)

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