Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 29. September

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 29. September.

 

522 v. Chr.: In einer Schlacht bei Pasargadae kommt der Oberpriester Gaumata, der sich als Bardiya zum Großkönig im Achämenidenreich krönen ließ, ums Leben. Der Sieger, Dareios I. muss sich jedoch in der Folge weiterer Lügenkönige erwehren, ehe er sich als persischer Herrscher durchsetzen kann.

480 v. Chr.: Die griechische Flotte unter Themistokles besiegt die Perser unter Xerxes I. in der Seeschlacht von Salamis. (Genaues Datum der Schlacht strittig!)

1041: Der böhmische Fürst Břetislav I. aus dem Geschlecht der Přemysliden ergibt sich in Prag Kaiser Heinrich III., nachdem sein Plan eines großslawischen Reichs gescheitert ist.

1096: Die Rum-Seldschuken besiegen das deutsche Kontingent des Volkskreuzzugs bei der Belagerung von Xerigordon.

1364: In der Schlacht von Auray besiegt der bretonische Herzog Johann V. mit Unterstützung englischer Truppen unter John Chandos seinen Gegner Karl von Blois und die Franzosen entscheidend und beendet damit den Bretonischen Erbfolgekrieg.

1399: Englands König Richard II. wird von Henry of Bolingbroke, dem späteren König Heinrich IV., mit parlamentarischer Billigung gefangen genommen und wegen Willkürherrschaft zur Abdankung gezwungen.

1568: Der schwedische Herrscher Erik XIV. wird von der Adelsopposition unter Führung seiner Halbbrüder Johann und Karl gestürzt. Johann wird als Johann III. neuer schwedischer König.

1760: Das Fort Detroit kapituliert als eine der letzten französischen Befestigungen in Nordamerika kampflos vor britischen Truppen unter Major Robert Rogers.

1793: Wirtschaftliche Not und der Druck hungernder Sansculottes lassen in der Französischen Revolution den Nationalkonvent das Große Maximumgesetz verabschieden. Es legt Höchstpreise für tägliche Bedarfsgüter fest.

1817: Die Indianerstämme am Ohio River überlassen im Vertrag von Fort Meigs ihr restliches Land den Vereinigten Staaten, die es an Siedler bereitstellen.

1818: Der Aachener Kongress der Großmächte Russland, Österreich, Preußen, Frankreich und Großbritannien beginnt. Die Herrscher und hochrangige Vertreter ihrer Staaten beraten über Maßnahmen, um die revolutionär-demokratische Entwicklung in Europa zu bekämpfen.

1829: Das Metropolitan Police Service wird gegründet. Nach ihrem Gründer, dem damaligen britischen Innenminister Robert Peel, heißen die Polizisten von Greater London bis heute „Bobbies“.

1857: Das Stuttgarter Zwei-Kaiser-Treffen endet.

1860: Im Zuge des Risorgimento ergeben sich in Ancona die letzten Truppen des Kirchenstaats unter dem Kommando des französischen Generals Louis Juchault de Lamoricière den eingerückten sardinischen Streitkräften Königs Viktor Emanuel II.; dem Papst verbleibt fortan einzig das alte Kerngebiet Latium des Patrimonium Petri als Besitz.

1911: Italien erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg, nachdem dieses ein Ultimatum zur Übergabe der Stadt Tripolis hat verstreichen lassen.

1913: Die mexikanische Revolution führt zur Schlacht um Torreón. Das Heer der Konstitutionalisten unter Pancho Villa beginnt die Artilleriestellungen der Regierungstruppen um den Eisenbahnknotenpunkt Torreón anzugreifen.

1914: Im Ersten Weltkrieg beginnt die deutsche 9. Armee einen auf die Einnahme Warschaus zielenden Angriff, der in die Schlacht an der Weichsel übergeht. In dieser kann sich die Kaiserlich Russische Armee später gegenüber den deutschen Angreifern behaupten.

1918: Die deutsche OHL unter Ludendorff fordert den absoluten Waffenstillstand, nachdem die Niederlage des Deutschen Reiches schon seit Monaten besiegelt ist.

1918: In der beginnenden Schlacht am Saint-Quentin-Kanal nimmt eine Schar amerikanischer Soldaten im Ersten Weltkrieg in einem Handstreich die Riquevalbrücke ein. Dies ermöglicht den alliierten Angriff auf die deutsche Siegfriedstellung mit herangeführten schweren Waffen.

1938: Im Zuge der Appeasement-Politik im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs treffen die Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs und Italiens Hitler im Führerbau zur Münchner Konferenz, um die Sudetenkrise beizulegen.

1941: Beim Massaker von Babi Jar bei Kiew werden mehr als 33.000 Juden von Wehrmacht, Angehörigen des SD, der Polizei, der Geheimen Feldpolizei und der Einsatzgruppe C (unter SS-Brigadeführer Otto Rasch) ermordet. Das Massaker gibt Anlass zu einem Gedicht des russischen Dichters Jewgeni Jewtuschenko, das vom Komponisten Dmitri Schostakowitsch in seiner 13. Sinfonie vertont wird.

1944: Die deutsche Wehrmacht und die 16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“ beginnen während des Zweiten Weltkriegs das Massaker von Marzabotto an italienischen Zivilisten, das bis zum 1. Oktober andauern wird.

1978: In der Resolution 435 ruft der UN-Sicherheitsrat zur Beendigung der illegalen Verwaltung Namibias durch Südafrika auf.

1979: Acht Wochen nach dem gewaltsamen Ende seiner Terrorherrschaft wird Francisco Macías Nguema, erster Präsident von Äquatorialguinea, hingerichtet.

1990: Der Einigungsvertrag zwischen beiden deutschen Staaten tritt in Kraft.

1990: Am Sitz der Vereinten Nationen in New York beginnt der Weltkindergipfel.

2000: Der deutsche Bundesrat hält die erste Sitzung im Preußischen Herrenhaus in Berlin nach seinem Umzug aus Bonn ab.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.