Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 30. März

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 30. März.

 

598 Die Awaren brechen während der Balkanfeldzüge des Maurikios die Belagerung von Tomis am Schwarzen Meer ab, da sich ein römisches Heer unter dem Feldherren Komentiolos nähert.

1282: Zu Beginn der Vesper am zweiten Osterfeiertag bricht in Palermo ein Aufstand gegen die Herrschaft von Karl I. von Anjou aus. Die sechs Wochen dauernde Sizilianische Vesper kostet alle Franzosen auf Sizilien das Leben und bringt Peter III. von Aragon auf den sizilianischen Thron.

1296: Bei einem Straffeldzug gegen das von John Balliol regierte Schottland erobert der englische König Eduard I. mit seiner Armee die Stadt Berwick-upon-Tweed. Es kommt zu einem zweitägigen Massaker an der Bevölkerung.

1474: In einem Ewige Richtung genannten Friedens- und Bündnisvertrag verständigen sich acht Orte der Schweizer Eidgenossenschaft mit dem Habsburger Herzog Sigismund von Tirol.

1666: Erik Niels Smit hisst im Auftrag des dänischen Königs Frederik III. auf der Karibikinsel Saint Thomas den Danebrog. Das ist der Beginn der dänischen Kolonie Dänisch-Westindien.

1793: Der französische Nationalkonvent nimmt den von Georg Forster, Adam Lux und André Patocki überbrachten Antrag des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents auf Eingliederung der Mainzer Republik in den französischen Staatsverband einstimmig an. Die „Réunion“ wird aber nicht mehr ausgeführt, da die Koalitionstruppen bereits mit der Rückeroberung des Mainzer Staatsgebiets begonnen haben.

1794: Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder: Die Indulgenten, der gemäßigte Arm der Cordeliers um Georges Jacques Danton, Camille Desmoulins und Fabre d’Églantine werden wegen einer angeblichen Verschwörung vom Wohlfahrtsausschuss unter Maximilien Robespierre verhaftet.

1806: Joseph Bonaparte wird von seinem Bruder Napoléon zum König von Neapel ernannt.

1814: Die Streitkräfte der sechsten Koalition unter Karl Philipp zu Schwarzenberg und Gebhard Leberecht von Blücher erstürmen in der Schlacht bei Paris die Höhen des Montmartre. Am Nachmittag kapitulieren die französischen Verteidiger unter Auguste Frédéric Louis Viesse de Marmont. Damit können die Verbündeten im Krieg gegen Napoléon in die Hauptstadt einmarschieren.

1856: Der Dritte Pariser Frieden beendet den Krimkrieg zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und Piemont-Sardinien andererseits. Unter anderem wird das Schwarze Meer für neutral erklärt.

1863: Prinz Wilhelm Georg von Holstein-Sonderburg-Glücksburg wird als Georg I. zum König von Griechenland gewählt.

1867: Das Russische Zarenreich verkauft Alaska für 7,2 Millionen US-Dollar an die USA. Amerikanische Medien bezeichnen den von Außenminister William H. Seward in die Wege geleiteten Alaska Purchase zum Kauf von Russisch-Amerika als Verrücktheit.

1912: Nach der Beilegung der Zweiten Marokkokrise mit dem Deutschen Reich durch den Marokko-Kongo-Vertrag vom 4. November 1911 errichtet Frankreich mit dem Vertrag von Fès mit Sultan Mulai Abd al-Hafiz ein Protektorat über Marokko.

1931: Wegen eines mehr als zwei Jahre zuvor erschienenen Artikels über den geheimen Aufbau einer Luftwaffe wird gegen Autor Walter Kreiser und Weltbühne-Herausgeber Ossietzky Anklage wegen Landesverrats erhoben. Der Weltbühne-Prozess gilt als Musterbeispiel politischer Justiz in der Weimarer Republik.

1940: Im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg erklärt Japan Nanking zur Hauptstadt einer neuen Marionettenregierung unter Wang Jingwei.

1941: Adolf Hitler informiert gut 200 oberste Heeresführer in einer einstündigen Rede über den totalen Weltanschauungskrieg gegen die UdSSR, einen rassenideologischen Vernichtungskrieg (ausführliches Zitat aus diesem Treffen siehe unter Franz Halder). Indem sie diesen Ausführungen zustimmt, ist die Wehrmacht unwiderruflich in die deutschen Kriegsverbrechen gegen Soldaten und Zivilisten bis 1945 eingebunden.

1945: Auf Berlin erfolgt der schwerste alliierte Bombenangriff im Verlauf des Zweiten Weltkrieges auf die Stadt. Insgesamt kommen bei den Angriffen auf Berlin rund 20.000 Menschen ums Leben.

1945: Sowjetische Truppen erobern Danzig im Zweiten Weltkrieg.

1947: Regierungschef Qazi Mohammed wird zusammen mit seinen Ministern in Mahabad hingerichtet. Damit endet die kurzlebige Republik Kurdistan im Norden des Iran.

1961: In New York wird das Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel abgeschlossen, ein internationales Abkommen zur Einschränkung der Verfügbarkeit einiger Drogen.

1965: Ein Autobombenanschlag auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Saigon führt zum Tod von 22 Menschen, 188 werden verletzt. Ein Neubau ersetzt hinterher das erste US-Botschaftsgebäude in Südvietnam.

1971: Als erstes Umweltschutzgesetz der sozialliberalen Koalition wird in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz gegen Fluglärm rechtswirksam.

1972: Der ehemalige König Mwami Ntaré V. kehrt – möglicherweise nach Amnestiezusicherung – aus dem ugandischen Exil nach Burundi zurück und wird sofort verhaftet. Wenig später wird er im Zuge von Unruhen ermordet.

1975: Die zweitgrößte Stadt Südvietnams, Đà Nẵng, wird im Vietnamkrieg von den kommunistischen Truppen erobert.

1978: Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky besucht als erster westlicher Regierungschef die Deutsche Demokratische Republik.

1981: John Hinckley, Jr. verletzt bei einem Attentat in Washington D.C. US-Präsident Ronald Reagan. Er möchte mit diesem Attentat die Aufmerksamkeit der Schauspielerin Jodie Foster erringen.

2001: In Peking wird das Ergebnis der Volkszählung bekanntgegeben. Demnach leben in der Volksrepublik China (ohne Hongkong und Macao) 1.265.830.000 Menschen.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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